Nathalies Erfahrung


Wo und wie lange bist du im Ausland gewesen und was hast du dort gemacht?
Ich habe im Rahmen eines Au-Pair-Aufenthaltes neun Monate lang in Paris gelebt und war dort mit der Betreuung der drei Kinder meiner Gastfamilie beschäftigt. Von der Schule abholen, kochen, bei den Hausaufgaben helfen, die Kinder baden und ein bisschen im Haushalt helfen waren meine täglichen Aufgaben. Am Wochenende und untertags stand mir eine Unmenge an Freizeit zur Verfügung, die ich meist damit verbrachte durch die Stadt zu schlendern oder neue Vokabeln im Französischkurs zu lernen.

Welche Organisation hat dir deinen Auslandsaufenthalt vermittelt? Bist du mit dem Ablauf und der Betreuung im Ausland zufrieden gewesen?
Ich habe mich auf der Kontaktseite aupairworld.net, die mir von einem ehemaligen Au-Pair empfohlen worden ist, registriert und dort relativ schnell mit einer netten Familie Kontakt aufgenommen. Die Website diente allerdings nur zur Kontaktaufnahme und einem ersten gegenseitigen Kennenlernen und übernahm keinerlei Garantie – die restliche Organisation meines Au-Pair-Aufenthaltes habe ich dann selbst in die Hand genommen. Aus diesem Grund hatte ich weder eine Absicherung, noch eine Kontaktadresse in Paris, die mir eventuell Unterstützung hätte bieten können. Dies war allerdings auch auf keinen Fall nötig, da meine Gastfamilie sich sehr gut um mich gekümmert hat.

Was hat dir bei deinem Auslandsaufenthalt besonders gut gefallen? Was hat dir nicht gefallen? Was hat dir der Auslandsaufenthalt für die Zukunft gebracht?
Am besten war für mich das große Maß an Freizeit, das man als Au-Pair hat. Ich ging zwei Monate nach meinem Schulabschluss nach Paris und brauchte die Zeit, um nach dem Maturastress wieder zu mir selbst zu kommen und herauszufinden, wie es für mich weitergeht. Ich sah viel Neues und traf Menschen aus anderen Ländern – das alles hat mir letztlich ein bisschen mehr gezeigt wer ich bin und wer ich sein will. Als eher zurückhaltender Mensch tat ich mir sehr schwer damit, neue Freunde zu finden. Wo andere nach einem Monat bereits einen internationalen Freundeskreis aufgebaut hatten, wanderte ich bis zum Schluss alleine durch Paris. Das hatte durchaus seine schönen Seiten, deprimierte allerdings auf Dauer. Schuld daran war ich natürlich selbst und meine Eigenart. Während meines Aufenthaltes wurde ich mit vielen neuen Situationen konfrontiert und konnte mich so selbst näher kennenlernen, meine Stärken und Schwächen klarer sehen. Natürlich wurde ich auch um einiges selbstständiger. Der größte Vorteil, den ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt sehe, ist die sprachliche Verbesserung. Innerhalb meiner neun Monate hier habe ich mehr dazugelernt, als in fünf Jahren Schul-Französisch.

Welche Tipps oder Empfehlungen hast du für andere Jugendliche, die ins Ausland gehen wollen?

Um am meisten von einem Auslandsaufenthalt zu profitieren muss man komplett offen sein für neue Erfahrungen und mit keinerlei Erwartungen starten. Man sollte leicht auf Leute zugehen können, das ist unerlässlich denke ich. Was die Sprache betrifft, sollte man offen sein, neues zu lernen und auf keinen Fall aus Faulheit ins Englische wechseln – nach neun Monaten hat man rückblickend erstaunliche Fortschritte gemacht.

Inwiefern konnte dir das InfoEck für deinen Auslandsaufenthalt weiterhelfen?
Vor meinem Auslandsaufenthalt war ich einige Male im InfoEck, um mich über bestehende Angebote zu informieren. Ich war vor allem an Freiwilligen-Projekten in Frankreich interessiert. Da eine Teilnahme daran allerdings sehr schwer zu ergattern war und die Bewerbung viel Zeit und Aufwand in Anspruch nahm, entschied ich mich gegen meinen ehemaligen Plan und machte mich selbst auf die Suche nach alternativen Möglichkeit, die mich letztlich zu aupairworld.net brachte. Vom InfoEck habe ich im Vorhinein lediglich Broschüren von Au-Pair-Agenturen erhalten und wurde leider nie von dem Bestehen von aupairworld.net informiert.

Das InfoEck sucht Statements: Beschreibe deinen Auslandsaufenthalt in einem Satz!
Dank meines Au-Pair-Aufenthaltes in Paris hatte ich eine Unmenge an Zeit um mich selbst näher kennenzulernen und am Ende herauszufinden, dass es zwar so gar nicht mein Ding war, aber ich dennoch um einige Erfahrungen reicher geworden bin.

 

Erfahrunsgbericht von Nathalie


Aktualisiert:

12
2017

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