SKAndal- "Stammtischphilosophie"


Jugendredakteur Michael nimmt den ersten Longplayer von SKAndal unter die Lupe

CD Cover Stammtischphilosophie

Review-SKAndal-STAMMTISCHPHILOSOPHIE

Ein leichter Gitarrensound, ein Wirrwarr aus Stimmen und fröhliches Gelächter. Diese Akustik würde genau so gut zum Stammlokal ums Eck passen. Doch plötzlich, eine Stimme die mit leichtem Akzent ankündigt: „Jetzt geht es los“ und schon ist man mitten drin im ersten Album der Zillertaler SKA Band „SKAndal“.

Stammtischphilosophie nennt sich das gute Stück, das von einer Band kommt, die in den letzten Monaten in der Tiroler Bandszene so vertreten war wie keine zweite.

Nach dem perfekten „Kneipen“- Intro geht man über zum ersten Song. „SKAndal“ gibt im selbstbetitelten Song die Richtung für das Album vor, SKA mit skandalösen Texten. So rufen sie im Laufe des Albums zur Legalisierung von Marihuana auf.  Solche Aufforderungen, gepaart mit einer gehörigen Brise Sarkasmus und tollen SKA-Riffs, heben die Platte vom Einheitsbrei a la Ö3 und Co ab.

Gesellschaftskritisch geht es weiter, mit Songs wie „Feels Like I Am An Alien“ und dem „Ignorantentwist“ zeigen die Jungs der Gesellschaft gekonnt die Rote Karte.

„Göttliches Saufgelage“ wirkt dagegen genauso wie „Ich habe die Unschuld kotzen sehen“ textlich ziemlich schlapp, dies machen die Jungs aber durch tolle Melodien und rockige Riffs wieder wett.

Der einprägsamste Song des Albums ist meiner Meinung nach "Proteste Feiern“ (Song N.4), der eindeutig sehr großes Potential besitzt und live sicherlich  zum Pogo tanzen anregen wird!

Fazit:

Die Jungs wissen was sie tun, mit ihrem Debut Album legen sie vor was Tirol schon lange vermisst hat, eine gute rockige SKA Platte. Musikalisch gesehen gibt es nix zu bemängeln, textlich wirken SKAndal nur bei den oben genannten 2 Nummern schwach. Im großen und ganzen eine Scheibe die sich jeder musikbegeisterte Tiroler einmal anhören sollte.

Hier findet ihr das SKAndal Profile mit 2 Songs vom Album!

Euer Mikel


Aktualisiert:

10
2017

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