Jo Stöckholzer "Alles"


Michael Rauth vom Jugendredaktionsteam hat das Album von Jo Stöckholzer unter die Lupe genommen!

Es ist kaum über ein Jahr her, dass sich Jo Stöckholzer mit seiner Band ein Ziel gesetzt hat. Nun ist es endlich so weit, und das Debutalbum der jungen und talentierten Musiker ist veröffentlicht worden. Jo Stöckholzer ist mittlerweile kein unbeschriebenes Blatt mehr in der österreichischen Musikszene, da er alleine und auch mit Band schon mehrere Konzerte quer in Österreich gespielt hat, unter anderem auch am Nova Rock Festival und dem Poolbar Festival.
Die Band rund um Jo Stöckholzer, Dorian "Dodo" Windegger, Fabian "Fabi" Schuler, Simon Rainer und Bernhard "Badspin" Schneider beschreibt sich selbst mit „Deutschsprachiger Folk mit einem Hauch von Elektrizität“ und „Neuerfindung des deutschsprachigen Liedermachertums“. Das Album „Alles“ wird zu Anfang gleich mit dem wunderschönen und gleichnamigen Titelstück „Alles“ eröffnet. Das Lied fängt mit schönen und ruhigen Klängen an, und steigert sich während des Liedes von Sekunde zu Sekunde. Zum Schluss des Liedes kommt sogar noch ein Hintergrundchor zum Einsatz, der dem Lied einen besonderen Charme verleiht.
Das nächste Lied „Winter zu Sommer“ schlägt in eine etwas peppigere Sparte, die einem sofort animiert sich zu bewegen. Im Anschluss dazu kommt das Lied „Hinterhof“, dass eindeutig eines der Highlights des Albums ist. Der Refrain hat dabei ein absolutes Ohrwurm-Potenzial, was absolut für die Qualität der Musik spricht. Bei diesem Lied besteht die Gefahr, dass man es in Dauerschleife hört, und damit komplett im Gedanken versinkt. Mit „Oben Unten Links Rechts“ kommt dann das wohlmöglich traurigste Lied des Albums. Jeder, der in seinem Leben schon mit Selbstzweifel zu kämpfen gehabt hat, versteht und vor allem fühlt dieses Lied, und das ist doch das Ziel von Musikern! Die Emotionen der Musiker auf das Publikum und den Hörern zu übertragen. Im Anschluss kommt mit „Wie lange“ ein Lied, das musikalisch sowohl auch textlich voll überzeugen kann. Jeder Mensch hat Ziele in seinem Leben, manche sind leichter und manche schwerer zu erreichen. Über dieses Thema singt Jo Stöckholzer in dem Lied „Traumpiraten“. Dieses Lied spiegelt nicht nur das Leben der Band nieder, sondern von uns allen, da man immer an sich und seinen Träumen festhalten sollte. Die Band schafft hierbei ein Werk, das sich in den Köpfen einprägt, und dadurch wieder zum Träumen anregt.
Mit „Abendrot“ kommt wieder ein ruhigeres Lied, welches sich auf keinen Fall verstecken muss. Bei diesem Lied kehrt Melancholie ein, was es einfach schön macht anzuhören. Wer kennt den Druck nicht, dass man einfach mal Abstand zu allem braucht? Jo Stöckholzer drückt dieses Phänomen perfekt in dem Lied „Verbarrikadieren“ aus. Unterstrichen wird der fabelhafte Text durch klare und schöne Melodien, die der Rest der Band erklingen lässt. „Aussenseiter“ ist eindeutig das persönlichste Lied des kompletten Albums. Hier werden quasi die Lebensgeschichte und der Werdegang eines Jo Stöckholzer in Form eines Liedes verpackt. Als Hörer wird man bei diesem Lied einfach verzaubert, mehr kann man dazu kaum sagen. „Glückliches Kind“ ist sozusagen das Gegenstück zu „Aussenseiter“ . Es ist ein motivierendes Lied auf höchstem Niveau, dass einfach richtig Spaß macht, und einem in Ekstase versetzt. Nach mehrfachen Hören wird man selbst zu einem glücklichen Kind. „Aufprall“ erzählt wieder eine sehr persönliche Geschichte, die perfekt in einer schönen Melodie verpackt wurde. Man merkt bei jedem gesungenen Wort, dass es hierbei Emotionen pur sind. Den Namen den das vorletzte Lied trägt, ist „Verzeih mir“. Bei diesem Lied muss man einen Applaus an die Band geben. Mit den diversesten Elementen schaffen es die Musiker eine großartige Stimmung aufzubauen, die durch emotionalen Gesang von Jo Stöckholzer unterstrichen wird. Dieses perfekte Zusammenspiel setzt den Hörer in einem schönen Trance Zustand.
Zu guter Letzt kommt noch ein weiteres Highlight, und zwar mit dem Lied „Fliegen“. Dieses Lied ist wohlmöglich das schönste Lied des gesamten Albums. Dies liegt zum einen an dem emotionalen Gesang, aber hauptsächlich an den wunderschönen Klaviertönen, die dieses Lied erklingen lässt.

Der Gesamteindruck dieses Albums ist überwältigend, da es einfach für jeden gemacht ist. Man findet sich und sein eigenes Leben in den Liedern wieder, was einfach die Schönheit der Musik widerspiegelt. Mit diesen Worten empfehle ich dieses Album ohne Wenn und Aber auf jeden Fall weiter. Eine Lobeshymne an Jo Stöckholzer und seine fabelhafte Band.


Aktualisiert:

11
2017

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