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Architects, While She Sleeps und Defeater, 14. August @ poolbar Festival Feldkirch

Laut und Brachial war das Konzert der Architects am vergangenen Montag, dem 14. August, allemal. Denn schon das „Line-up“ des Abends versprach so einiges: Mit den immer bekannter werdenden While She Sleeps und Defeater wurde Metalcore großgeschrieben und die poolbar von Innen aufgeheizt.

Schon vor Einlass des Konzertes war das Gelände des poolbar-Festivals reichlich mit Menschen gefüllt. Denn neben dem eigentlichen Hauptact im Inneren des ehemaligen Hallenbads, gab es im Freien auch schon viel zu erkunden. Neben einer eigenen Bar und einem wirklich außerordentlich schön hergerichteten Platz, konnte man auch schon vorab Musikern lauschen und sich auf das nachfolgende Spektakel einstimmen. Gemütliches Beisammensitzen mit Bier und schönem Wetter hat vor dem Konzert schon ein ganz eigenes Flair. Da kam fast schon ein bisschen Festival-Stimmung auf. Im Inneren angekommen wurde man von der durchaus großen Karte an der Bar sehr positiv überrascht. Wie sonst eher unüblich, gab es auch für abstinente Biertrinker eine große Auswahl.

Pünktlichst genau fanden sich Defeater auf der großen Bühne im oberen Geschoss ein und hauten gleich ordentlich auf die Pauke. Bis dato war der Saal aber noch nicht gänzlich gefüllt, da die meisten doch noch den Zigarettenrauch im Freien dem Schweißgeruch im Inneren bevorzugten. Das Opening der US-amerikanischen Melodic-Hardcore-Band ließ keine Wünsche offen. Sie machten Lust auf mehr, aber versprühte noch nicht das ganze zu erwartende Feuerwerk. Auch das Publikum ließ sich mit Verzögerung langsam auf die Band ein und man sah nach gut 10 Minuten schon die Ersten freudig Headbangen, während andere noch am Bier nuckelten. Nach dem Auftritt ging es für die meisten erst mal nach außen, da sich der Sauerstoffgehalt leider schon drastisch verringert hatte. Kaum 20 Minuten später – man wollte sich noch schnell ein neues Getränk holen – fingen aber schon While She Sleeps an zu spielen. Ein bisschen zu früh als geplant, aber dafür spielten sie auch länger als die angekündigte halbe Stunde. Und wie sie spielten. Es war wirklich ein Auftritt vom Feinsten. Als sie dann ziemlich am Ende noch „Four Walls“ spielten, konnte kaum jemand sein Handy in der Tasche lassen. Ein riesiger Menschenchor grölte im Einklang den Einstieg des Liedes mit, manch einer zündete dann sogar ein Feuerzeug an. Wirklich schön anzuschauen.

Perfekt eingestimmt musste man dann nur noch auf den Star des Abends warten und warten und warten. Für den sonst so pünktlichen Abend, verspäteten sich die Architects dafür umso mehr, knapp 50 Minuten Pause waren zwischen Vorband und Hauptact. Nur gut, dass man seine Zeit in der lauen Abenddämmerung genießen konnte. Die Jungs machten es dann aber wieder mit einem wirklich hervorragenden Auftritt wett. Zu sehen gab es eine sehr gekonnt eingesetzte Lichtershow (rote und blaue Lichter erzeugten fast schon einen 3D-Effekt) mit Rauchsäulen. Energetisch, stürmisch, brachial - mehr muss man dazu nicht mehr sagen. Einen Gänsehautmoment gab es auch, als Sam Carter (Sänger) dem mittlerweile leider verstorbenen Mitbegründer der Band Tom Searl von Herzen für alles dankte. Das Statement wurde gleich mit tobenden Applaus belohnt. Abschließend gab es mit „Gone With the Wind“ noch was auf die Ohren, bevor der Abend zu Ende ging.

- Magdalena Ripfl, verfasst am 16.08.2017


Das Ticket wurde vom Verein Poolbar zur Verfügung gestellt.

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Aktualisiert:

09
2017

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