Taste Of Anarchy Tour


Taste Of Anarchy Tour, 11. Oktober @ Rockhouse Salzburg

Gleich vier Bands bespielten die Rockhouse Bar am vergangenen Dienstag, den 11. Oktober. Mit dabei waren Vitja, Malevolence, Aversions Crown und die Headliner Nasty. Eine sehr vielversprechende Kombination, die auch den Erwartungen durchaus gerecht wurde.

Die progressive Hardcore/Metalcore-Band Vitja begannen überpünktlich um 19:30 Uhr zu spielen. Wie typisch bei Vorbands, war kaum jemand von der Bar wegzubekommen. Selbst nach unzähligen Zurufen seitens der Band wie "Kommt schon, ihr habt ja schließlich für dieses Konzert Kohle ausgegeben", bewegte sich kaum jemand näher als fünf Meter vor die Bühne. Die Kölner/Münster ließen sich jedoch davon nicht unterkriegen und gaben alles was sie konnten. Die Band wurde erst 2013 gegründet, sorgt aber jetzt schon für einen ordentlichen Kracher auf der Bühne. Sollte man sich unbedingt mal anhören und selbst anschauen!

Eine halbe Stunde später folgten dann Malevolence. Mittlerweile fanden doch noch einige wenige vor die Bühne und jubelten den Jungs zu. Sie kombinierten eine Mischung aus Metalcore/Hardcore mit Einflüssen aus Death/Thrash-Metal. Eine wilde Mixtur aus rhythmischen Gitarrensoli, Breakdowns vermischt mit Growls, Screams und einige Clear-Parts. Machte auf jeden Fall viel Spaß zum Zuhören.

Als nächstes an der Reihe waren Aversions Crown, die mit drei Gitarristen die Bühne wegfegten. Der Sänger wechselt dabei immer zwischen tiefen Growls und schrillen Schreien, die den Zuhörer wieder aus der Bahn werfen. Zwischendrinnen finden sich dann wieder Breakdowns und Blastbeats, die erschüttern und in die Knochen gehen. Bei Aversions Crown war auch der Saal mittlerweile gut gefüllt und einige Hardcore-Tänzer wagten sich mutig zwischen die Leute. Auch einige von der eher brutaleren Sorte waren mit dabei, die wenig Rücksicht auf die Menschen um sich nahmen. Frei nach dem Motto "Volles Karacho in die Menge" kickten und schlugen sie wild um sich und trafen dabei auch einige Unschuldige im Gesicht. Auch ein Bierglas musste darunter leiden und wurde von der Bar gekickt. Die Tanzwut spitzte sich dann endgültig beim Headliner Nasty zu, als der Sänger rief: "Lasst eure Liebe durch Aggression raus“. Viele suchten dann das Weite und überließen den Hardcore-Tänzern die Fläche vor der Bühne. Die wenigen, die noch vorne blieben, mussten dann mit Schlägen ins Gesicht rechnen. Vielen war dies jedoch egal, da sie bei Nasty ganz vorne stehen wollten.

Der Headliner spielte knapp 45 Minuten und brachte das ganze Publikum zum Durchdrehen. Von vielen werden sie als "Speerspitze des Beatdowns" bezeichnet, als Giganten des Hardcore, von seiner eher härteren Seite. Und durchaus zurecht. Sie zerlegten wirklich die Bühne und brachten selbst die Starrsten im Publikum zum Schwitzen.

Insgesamt ein sehr gelungener Abend, der gerne wiederholt werden könnte.

- Magdalena Ripfl


Aktualisiert:

11
2017

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