Seiler & Speer


Konzertbühne

Gestern Nacht war a schware Partie für mi - Seiler & Speer 
Achtung Ohrwurmgefahr! Seiler und Speer gastierten am 19. April im (mehr als überfüllten) Hafen in Innsbruck und  zogen das Publikum in ihren Bann. Schon zum zweiten Mal war das Konzert in nur wenigen Wochen ausverkauft. Verwundert aber nicht, will doch jeder einmal "Ham kummst" live hören.

Die Schlange vor dem Hafen wickelte sich zwar fast noch um das halbe Gebäude, der Support "Da Don" Tommy Lee fing jedoch pünktlich (wie angekündigt) um 20:00 Uhr an. Nach unglaublichem Gedränge, schaffte man es nach einigen Minuten endlich in den Saal. War man nicht schon beim Einlass um 19:00 Uhr da, konnte man sich einen Platz in den vorderen Reihen abschminken. Der Hafen war vollends gefüllt. Hinter den Säulen konnte man dann aber den wohligen Klängen vom "Don" lauschen. Dieser heizte dem Publikum auch  -  passend in Mundart - ein. Man merkte jedoch schnell, dass das Publikum auf den Headliner des Abends wartet. Geklatscht wurde dennoch lautstark.  

Zwischen drinnen hatte man kurz die Zeit, sich das Publikum näher anzusehen: von 14-jährigen Teenies, die vermutlich Seiler&Speer nur aus den Ö3-Charts kennen, bis hin zur Generation 50+ war, alles vertreten. Ein gemischtes Publikum, von eingefleischten Anhängern (die später auch wirklich jedes Lied auswendig mitsingen konnten) bis hin zu "Ich will nur Ham kummst live sehen"-Fans.  

Nach kurzer Unterbrechung fingen Seiler&Speer dann gleich mit ihrem Knaller "Soits Leben" an. Das Publikum dankte mit viel Applaus und Zurufen. Während dem knapp 80-minutügen Konzert spielten sie fast zur Gänze alle Lieder ihres Albums. Gaben jedoch schon Geschmacksproben vom neuen Album, das im Herbst kommen soll. Das Publikum feierte die zwei und sang lautstark bei den Hits "I wü ned" oder "Bonni und Clyde" mit. Anzumerken ist jedoch, dass die Stimmung im kleinen Rahmen vermutlich doch besser gewesen wäre. Aber da der Hype um sie im Moment so groß ist, ist verständlich, dass das Konzert in einer großen Halle statt fand. Christoph Seiler und Bernhard Speer glänzten aber nicht wegen ihrer musikalischen Seite, sondern lieferten auch den einen oder anderen "Schmäh" ab. Am Ende wurde das Publikum dann etwas unruhig. Wartet man immerhin schon knapp 60 Minuten auf die Hitsingle. Die beiden Herren ließen sich jedoch nicht beirren und sagte nur: "Wollts ihr wirklich dieses komische "ham kummst" hören? Das ist ja schon so abgedroschen. Na, wir spielen jetzt noch was anderes". Als Zugabe  konnte sich das Publikum dennoch darüber freuen. Das Publikum schrie, klatschte und hüpfte mit. Man konnte die beiden Musiker selbst kaum noch verstehen. Dennoch ein riesen Spaß!  

Magdalena Ripfl


Aktualisiert:

11
2017

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