Schmutzki


Schmutzki, 21. Oktober @ Weekender Innsbruck

Am Freitag, den 21. Oktober 2016 legte die deutsche Band „Schmutzki“ im Zuge ihrer „Spackos Tour“ im Weekender in Innsbruck einen Zwischenstopp ein.

Die drei Jungs schlossen sich 2011 in Stuttgart zusammen und benannten die Band nach dem Leadsänger und Gitarristen Beat Schmutz. 2013 gelang ihnen der Durchbruch, und seitdem fanden wenige deutsche Festivals ohne Schmutzki statt. Mit ihrem schwungvollen Punk – Rock ähneln sie Bands wie Kraftklub oder Feine Sahne Fischfilet. Die drei Jungs haben bis jetzt eine EP („Mob“) und zwei Platten auf den Markt gebracht – „Bäm!“ erschien 2015 und heuer folgte „Spackos Forever“, das Album dieser Tour. Das deutsche Musikmagazin „Visions“ beschreibt die Musik von Schmutzki als „Gitarrenriffs zwischen Kraftklub'schem Postpunk und punkigem Indierock mit Texten, deren Dringlichkeit vor Sendungsbewusstsein geht“. Dieser Meinung bin ich auch und deshalb freute ich mich umso mehr auf dieses Konzert.

Meine Erwartungen wurden erfüllt! Nach der Vorband „Lian“, (ehemalige „3 Feet Smaller“) legten die deutschen Rocker einen super Auftritt hin. Obwohl das Weekender nicht wie sonst sehr voll war, verwandelten die Musiker den Club trotzdem in eine Horde tanzender Menschen, viele von ihnen mit roten Schmutzki – Shirts, ergattert bei einem der zahlreichen Zeltplatz - Mobs bei Festivals im Sommer. Sowohl musikalisch als auch in Sachen Show überzeugten die drei Bandmitglieder – Bassist Dany Horowitz schnitt einmalige Grimassen und gönnte sich sogar ein paar Bierduschen! Der ca. eineinviertelstündige Auftritt beinhaltete nahezu alle ihre Hits – von „Hey Du“, „Rodeo“, „Krass gut“, „Backstage“ bis zum neu erschienenen „Sauflied“ wurde nichts ausgelassen. Sogar mein Lieblingssong „Erinner dich mal“ wurde gespielt.

„Danke Innsbruck!“ waren die Worte von Leadsänger Beat Schmutz, als die Musiker die Bühne verließen, um anschließend noch Fotos mit ihren Fans zu knipsen. Von mir kommt abschließend ein „Danke Schmutzki“! Super Abend mit einer energiegeladenen und kreativen Band!

- Jasmin Felder

Schmutzki, 20. Oktober @ MARK.freizeit.kultur

Freche Jungs mit noch frecheren Texten ohne jegliches Schamgefühl. Das alles versprach der Schmutzki-Konzertabend vergangenen Donnerstag in der MARK.freizeit.kultur-Halle.

Dort spielten sie quasi ein Wohnzimmerkonzert vor ca. 30 Leuten. Momentan sind die Jungs mit ihrer "Spackos Forever Tour" in Österreich und Deutschland unterwegs. Der Name ist hier Programm. Mit dabei als Support sind Lian und Crude. Den Anfang an diesem Abend machten Crude, also um genau zu sein die Hälfte von Crude. Leider konnten zwei der Bandmitglieder nicht dabei sein. Das machte allerdings gar nichts, denn die beiden konnten auch ganz alleine überzeugen. Auf der Bühne saßen zwei hünenhafte Gestalten, groß und mit ansehnlicher Statur. Und dazu noch eine ordentliche Portion Bart. Erwartet hätte man sich etwas Dreckiges und Hartes, tief im Untergrund. Aber den Erwartungen zum Trotz, nahmen sie alle Klischees und pfefferten sie gegen die Wand. Gefühlvoll und zart, aber trotzdem ein bisschen dreckig. Der Sänger konnte mit seiner Stimme regelrecht unter die Haut fahren, Gänsehaut ist wirklich nichts dagegen. Es fröstelte den Rücken hinauf bis zum Nacken, aber auf sehr positive Weise. Selten kann man solch eine Stimme bewundern, die einen fesselt und regelrecht umarmt. Man spürt die Leidenschaft für Musik wie sie durch die Halle vibriert und alle Nackenhaare erzittern lässt.

So schwärmerisch wie jetzt geht dieser Bericht leider nicht weiter, auch wenn es schwer fällt. Lian konnte aber an diesem Abend nicht wirklich überzeugen. Lag aber Großteils auch daran, dass man sie leider absolut nicht verstehen konnte. Kannte man die Band vorher nicht, rätselte man sogar noch bis zum vierten Lied, welche Sprache denn da auf der Bühne gesprochen wurde. Wirklich sehr schade, da sie musikalisch jedoch ganz gut klangen und durch ihr „Rumgehopse“ auch für die nötige Energie sorgten.

Hauptband des Abends war dann also Schmutzki. Quasi ein Wohnzimmerkonzert vor knapp 30 Leuten, wobei mindestens 15 davon wirkliche Fangirlies und Fanboys waren. Sogar aus Köln kamen einige angereist, um ihrer Lieblingsband sogar bis nach Österreich zu folgen. Wer jetzt meint, dass man mit einer halbleeren Halle und wirklich extrem wenig Publikum keinen Spaß haben kann, der irrt sich gewaltig. Denn dieses Konzert war wirklich total verrückt und spaßig. Die Jungs von Schmutzki verschenkten Unmengen an Bier an ihre Fans, forderten alle auf die Bühne zu stürmen und animierten ihren Mob zu einer Wall of Death. Dazwischen gab es jede Menge Gehopse, flache Witze und einen absolut durchgeknallten Auftritt. Sie schmetterten ihre singbarsten Lieder heraus wie "Zeltplatz Baby", "Spackos Forever" oder "Hey du". Das Konzert rauschte nur so an einem vorbei. Alles drehte sich, fast alles tanzte und bewegte sich zum Takt. Die halbe Zeit war die Bühne von Fans bevölkert, die mit der Band rauchten, tranken oder nur mit ihnen herumhüpften. Man fühlte sich nicht wie bei einem anonymen Konzert, wo die Band nur einer namenlosen Masse gegenüber steht. Es war viel mehr ein fast schon intimes und familiäres Konzert, wo jeder mit jedem Spaß haben wollte. Jeder Einzelne vor und auf der Bühne gab alles und so machte der Abend dann auch wirklich unglaublich viel Spaß. Abschlusslied war erwartungsgemäß "Krass gut", bei dem nochmals alle durchdrehten. Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: WIR SIND SCHMUTZKI.

- Magdalena Ripfl


Aktualisiert:

09
2017

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