MEI Sound auf Reisen


Blackout Problems - HOLY – die Premiere in München am 31.01.2016

MEI-sound auf Reisen? Welch einen Grund mag es dafür wohl geben?

Der Grund dafür ist simpel und dennoch grandios zugleich, und zwar die lang erwartete Album Release Party des Albums HOLY der Blackout Problems. Als wäre das nicht Grund genug, gab es als Weiteres noch zwei fabelhafte Vorband‘s als beträchtliche Beigabe, und zwar „Big Spin“ und „Sandlotkids“.

Den Beginn des fabelhaften Abends machten die Lokalmatadore Sandlotkids aus München. Da der Club schon randvoll war, bestand keinerlei Verwunderung, dass sofort klasse Stimmung aufkam. Das lag aber nicht nur am motiviertem Publikum, sondern allemal auch an der Vorband. Eine einzigartige Stimme, mit großem Wiedererkennungswert, in Verbindung mit einer sehr guten instrumentalen Darbietung. Besonders hervorzuheben ist jedoch ein eher untypisches Instrument für dieses Genre, und zwar eine Trompete. Mit den feinen Akzenten dieses Instrumentes wurde die Musik perfekt untermalt, und so entstand eine idyllische und rockige Atmosphäre zugleich, die das Publikum zu gefallen gefiel.

Nach einer kleinen Pause ging der Abend gleich weiter, und zwar mit Big Spin. Es war nun der Zeitpunkt bekommen, eine etwas härte Schiene einzulegen. Dem Publikum schien der Stilwechsel gut zu gefallen, den nicht ohne Grund entstand nach kürzester Zeit schon ein Moshpit. Bei dieser Band stimmte nicht nur die Musik, sondern sie waren ein Gesamtpaket. Von der ersten bis zur letzten Sekunde war pure Kraft und Emotionen hinter der Band. Sie strahlten das gewisse Etwas aus, welches bei manche einer Band leider verloren geht – und zwar Spaß, ohne Wenn und Aber. Sehr gelungener Abschnitt, bevor es zum eigentlichen Highlight des Abends ging.

Die Blackout Problems mit ihrem neuen Album HOLY! Eine der sympathischsten Bands betrat die Bühne, und es war schon um das Publikum geschehen. Man merkte jeder einzelnen Person die Freude im Gesicht an, als sie die Band zum ersten Mal erblickten. Da es sich bei diesem Abend um die erste Show mit neuem Album handelte, war jeder Song für sich eine kleine Überraschung, da noch keiner die neuesten Songs kannte. Oftmals weiß die Zuhörerschaft nicht mit derartigen Situation umzugehen, doch dieses Publikum stand wortwörtlich unter Strom. Es gab kein Halten mehr, und der ganze Club hatte das riesige Bedürfnis sich zu bewegen. Die neuen Lieder kamen definitiv gut bei den Zuhörern an, egal ob nun ruhigere oder härtere Töne erklungen waren. Die Band bemerkte natürlich, dass ihre Songs gut ankamen, und so war es kaum verwunderlich, dass sie ebenfalls riesigen Spaß am ganzem Geschehen hatten. Als kleines Highlight ist definitiv ein bestimmtes Lied zu erwähnen, und zwar das Lied „The National“. Hierbei wurde das ganze Lied perfekt untermalt durch eine Akustik Gitarre. Ein sehr ruhiges und schönes Lied, welches sehr gut aufgefasst wurde. Nach knapp einer Stunde kam es zu dem Moment, dass die Blackout Problems ihr neues Album Holy komplett durchgespielt hatten. Anfangs machte es fast den Eindruck, dass dieser fantastische Abend nun zu Ende gehen würde, doch man wurde zum Glück getäuscht. Die Band legte dem Ganzem noch eine Schaufel drauf, und spielte noch voll motiviert weiter. Nun war auch der Zeitpunkt gekommen, dass das Publikum ihr Talent zeigen konnte, den nun spielte die Band ihre älteren Songs. Man glaubt es kaum, doch die Stimmung wurde immer besser, da einfach jeder bei den Liedern mitsingen konnte! Es entwickelte sich quasi eine chorartige Stimmung im Club, welche einfach Spaß machte. Unter anderem wurde noch der Song „HOW SHOULD I KNOW“ gespielt – leider ohne einen Gastauftritt von Mathias Bloech. Das störte aber der Stimmung nicht, da der deutsche Part des Liedes einfach von ihnen selbst gesungen wurde.

Anschließend kam es aber zum definitiven Highlights des gesamten Abends, und zwar mit dem Lied „Home“. Anfangs spielte sich das ganze Lied noch auf der Bühne ab, doch nach einer Zeit verlegte die Band das Konzert in die Menschenmenge, samt gesamten Instrumenten. Es entstand eine unglaubliche Atmosphäre, die am ehesten einer Lagerfeuer-Stimmung nahekam. Die Band hatte sichtlich Spaß an diesem Moment, sowohl auch das ganze Publikum. Nach dieser Showeinlage kam es leider wirklich zum letzten Lied des Abends. Die Band verabschiedete sich mit großen Worten vor der gesamten Menschenmenge, und machte sich auf den Weg zum Merchandise Stand.

Last but not least kann man den Blackout Problems nur Gratulation für diesen Abend wünschen. Die Zeit verging wie im Flug mit diesen drei fabelhaften Bands. Alle Bands hatten ihre Vorzüge, doch man definitiv sagen, dass die Blackout Problems mit HOLY alles getoppt haben.

Man darf sich mit ruhigen Gewissen das Album zulegen und sich berieseln lassen!

Cheers!

Michael Rauth


Aktualisiert:

11
2017

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