Kollegah


Konzertbühne

Kollegah in Innsbruck - 27.April 2016

Ein Hauch von etwas Ungewissen kam neulich im Hafen auf – was mag dieses Ungewisse bloß sein? Es war wie die Ruhe vor dem Sturm, als sich die Menschenmassen vor dem Hafen in „Reih und Glied“ versammelten. Die Leute schienen nicht ohne Grund hier zu sein, denn es gab einen besonderen Anlass dazu. Das schlagende Argument war: Kollegah mit seiner „Redlight Tour“. Kollegah ist einer der provokantesten deutschen Künstler, der die Massen wahrhaftig zum ausrasten bringt, egal ob nun negativ oder positiv. Salopp ausgedrückt soll das bedeuten, dass nicht jeder ein Fan von ihm ist. Doch an diesem Tag waren natürlich nur diejenigen da, die er im positiven Sinne überzeugte.

Als dann der richtige Zeitpunkt kam, und sich die Türen zum Hafen öffneten war es endlich so weit. Die Massen stürmten sich hinein in das Geschehen, und sicherten sich sogleich auch die vordersten Plätze, um ganz nah an ihren Star zu sein. Nach kürzester Zeit war der Publikumsbereich auch schon voll, und das Warten begann auf Kollegah. Ein bisschen Zeit verging, und es war endlich so weit. Die ersten Töne kamen aus den Boxen, und die Menge blickte wartend auf die durch einen Vorhang bedeckte Bühne. Das Licht setzte ein und man sah die Silhouette von ihm performen. Nach dem Intro fiel der Vorhang, und die Menge konnte die Truppe rund um den Hauptmann Kollegah sehen. Es entstand sofort eine fesselnde Stimmung als es mit weiteren Liedern weiterging. Das Publikum war kaum zu bremsen, da der Hauptteil fast jedes Lied auswendig mitsingen konnte. Den Männern auf der Bühne schien dies sichtlich Spaß zu machen. Zwischen den diversen Songs agierte Kollegah sehr stark mit dem Publikum. Er gab zu fast jeden ein paar Worte zugute, warum und weshalb er gerade diesen Song für diesen Tag ausgesucht hatte. Es war nicht ein einfaches „Song auf Song“ Konzert, sondern mehr. Für einen Künstler mögen solche Worte nicht viel Aufwand sein, doch für das Publikum ist viel mehr, da sie damit einen Hauch von Anteilnahme verspüren. Wenn es dann aber wieder zum Singen kam, zeigte sich die wahre Stärke des Auftrittes, und zwar die Show auf der gesamten Bühne. Lichteffekte, Geldscheinregen, „Hantel pumpen“ und noch vieles mehr. Das Ganze wurde sogar von mehreren Künstlern untermalt. Bei einem derartigen Künstler könnte man sich leicht vorstellen, dass es nur Background Musik gibt, wo dazu der Text zu gute getragen wird. Nicht mit Kollegah – auf der Bühne standen mehrere Sänger und Leute mit richtigen Instrumenten, wie Gitarre Schlagzeug und Co. Es war rundherum stimmig und machte schlichtweg jeden glücklich und wohlgelaunt. Das einzige Manko den Abend hatte war, dass er zu einem Ende kommen musste.  Nach knapp 80 Minuten war der Auftritt zu Ende, und die alle verließen die Bühne. Für die Musikfreunde mag es ein kurzes Konzert gewesen sein, aber Kollegah wusste sich indirekt zu entschuldigen. Nach kurzer Verschnaufpause kam er nämlich noch für Selfies & Co hervor und jeder war glücklich.

Was bleibt schlussendlich zu sagen? Kollegah weiß zu überzeugen, egal ob man nun der größte Fan ist oder nicht. Wenn man sich ein bisschen auf die Musik einlässt kann man durchwegs einen spaßigen Abend erwarten.

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Aktualisiert:

11
2017

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