Johann Sebastian Bass


Konzertbühne

16.03.2016 - Weekender Club Innsbruck

Ein weiß gepudertes Gesicht, knallrote volle Lippen und die weißen Löckchen perfekt zurechtgelegt.
Drei grazile Gestalten in weißen und schwarzen Rüschenhemdchen tänzeln gleichsam in Spitzenschuhen und barockem Gewand.
Nein, es handelt sich hier nicht um eine Fashionshow oder eine Theaterperformance.
Johann Sebastian Bass gastierten am 16. April im Weekender und präsentierten ihren "Elektrokoko"-Sound.

Erst zu später Stunde (21:45) fingen die drei Wiener ihre Liveshow an.
Vorband gab es trotz stolzem Preis von 17 Euro leider keine. Dies war aber auch vermutlich der Grund, warum es im Weekender-Club nicht richtig voll wurde. Die wenigen Fans, die es dennoch hingeschafft haben, waren aber lautstark dabei. Waren sie anfangs noch eher zögerlich-ruhig, wurde beim letzten Drittel der Show mitgetanzt, geschunkelt und die Liedtexte mitgesungen.
Spätestens bei "Heart of Stone" oder der neuen Single "Heavy Lipstick" hatten sie ihr Publikum vollends überzeugt. Auch viele neue Songs gaben sie zum Besten.
Leider zeigten sie eher wenig von ihrem angepriesenen "Elektrokoko"-Sound. Sie präsentierten eher tanzbaren Elektropop mit eher selten eingesetzten klassischen Einflüssen. Schön wäre es jedoch, wenn die Mischung aus Dance, Pop und Funk mehr von diesem "Rokoko" enthalten würde.

Insgesamt war der Auftritt spaßig und sehr unterhaltsam. Vor allem ihre Bühnenpräsenz und ihr Auftreten machen Lust zum Zuschauen. Nicht nur die Kostüme zeugen von einer älteren Epoche, auch ihr Habitus und die Bewegungen strahlen all dies aus.

Magdalena Ripfl

Konzertbühne

Aktualisiert:

10
2017

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