Feeding the Wolves // Deez Nuts


Konzertbühne

Samstagabend, ein kühles Bier in der Hand, der Weekender Club füllt sich langsam und die Luft wird immer stickiger. So könnte ein guter Konzertabend beginnen, wäre da nicht das baldige Ende. Wenn der Abend schon um 22:15 Uhr gelaufen ist, dann ist eindeutig etwas schief gegangen.  

Deez Nuts spielte vergangenen Samstag im Weekender und wurde dabei von der Innsbrucker Band Feeding the Wolves tatkräftig unterstützt. Pünktlich um 20:45 ging es dann auch schon los. Das Publikum reihte sich mit gewohnt kräftigem Abstand um die Bühne auf und lauschte den harten Klängen der Tiroler Metalcore/Hardcore-Band. Die Jungs zeigten viel Engagement und auch einiges an Körpereinsatz. Sänger Pati rutschte schon am Beginn des Auftritts auf seinem ausgeschütteten Bier aus, verlor aber nicht die Fassung. Stattdessen brüllte er anständig ins Mikrophon und zeigte sein ganzes Können.

Sehr souverän stellte sich Feeding the Wolves dem Publikum vor, mit dabei war eine laute Fanschar, die die Jungs dabei fleißig unterstützten. Zwar gab es noch einige Hoppalas, so verspielten sie sich am Anfang eines Liedes ein wenig, aber das passiert schließlich auch der besten Band! Sie überspielten es gekonnt mit einem "Na gut, dann versuchen wir es halt noch einmal" und legten danach richtig los. Während ihres Auftritts gab es sogar schon einige Headbangfreudigen und eine Art Circle/Moshpit, auf jeden Fall liefen viele junge Burschen wild aufeinander los und schubsten sich hin und her. Der Band gefiel es und dem Publikum auch! Wer auf harte Growls mit teilweise ruhigen Passagen, umrahmt von rhythmischen Riffs steht, sollte sich diese Band mal genauer anhören!  

Nach einer ca. halbstündigen Pause begann dann Deez Nuts zu spielen. Rechenfreudige LeserInnen dürfte jetzt schon aufgefallen sein, dass zwischen Beginn und Ende der Band nicht viel Zeit vergangen ist. Kaum 25 Minuten spielten Deez Nuts, bevor sie das erste Mal die Bühne verlassen haben. Zwar gab die Band in diesen wenigen Minuten wirklich Gas, aber das rechtfertigt auf keinen Fall den Preis und die Dauer ihres Auftritts. Nach einer kurzen Pause, kamen sie wieder zurück auf die Bühne und spielten dann noch ein einziges Lied, bevor sie sich in den Backstage-Raum zurückzogen und nicht mehr gesehen waren. Das Publikum versuchte noch einige Minuten durch Zurufe die Band wieder herauszulocken, aber vergebens. Bittere Enttäuschung war das Ergebnis. Zumindest konnte man an diesem Abend einen gelungenen Auftritt von Feeding the Wolves bestaunen!


Magdalena Ripfl

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Aktualisiert:

11
2017

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