Donots


Die Band Donots performt auf der Bühne im Rockhouse Salzburg
Donots

Donots, 30. November @ Rockhouse Salzburg

Knapp drei Stunden feinsten Alternative-Rock/Punk gab es beim Konzert von Donots vergangenen Mittwoch (30.11) im Rockhouse. Als fantastischen Support hatten sie "Smile and Burn" mit dabei.

Der Abend begann allerdings ein bisschen zäh. Die Berliner sind wahre Energiebündel. Immer mit einem fetten Grinsen im Gesicht standen sie auf der Bühne und gaben dabei kaum eine Sekunde nicht Vollgas. Frei nach dem Motto "Hauptsache laut, energiegeladen und es macht gute Laune" wirbelten sie über die Bühne wie kleine Gummibälle. Von einer Ecke zur anderen, rauf - runter - rechts - links. Doch das Publikum blieb stumm und reglos stehen. Wie einer dieser komischen Mannequin-Challenges. Es war wirklich kaum eine Reaktion zu sehen. Doch das sieht man bei Konzerten leider immer sehr oft: Für die Vorband interessieren sich immer weniger Leute, man ist nur da wegen dem Headliner. In diesem Fall aber mehr als ungerechtfertigt! Smile and Burn krachten und lärmten und erzeugten dabei unglaublichen Spaß. Ihnen selbst war aber keine Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, sie versuchten einfach alles, um das Publikum ein wenig aufzuwecken. Aufrufe zu einem Circle Pit, Akrobatik auf der Bühne oder ein Sprung in die Menge - es war ziemlich alles dabei, was man als Band machen kann. Auch der Ruf nach einer Wall of Death scheiterte kläglich. Man kann fast an einer Hand abzählen, wie viele Menschen dann tatsächlich mitliefen. Sänger und Bassist von Smile and Burn schoben es erst auf "misslungene Kommunikation", doch auch ein zweiter Anlauf machte es nicht besser. Es war fast schon ein bisschen erbärmlich anzuschauen - aber mehr von Seiten des Publikums. Da hätte ich mir persönlich schon ein bisschen mehr Engagement erwartet. Gerade wenn eine Band auf der Bühne steht die wirklich alles gibt und nebenbei auch noch gute Musik macht und sie auch stark an Donots oder die Beatsteaks erinnern. Also sollte es ohnehin den Geschmack der Meute treffen. Also insgesamt ein cooler Bandauftritt und ein schlechtes Publikum!

Als die Donots dann auf die Bühne kamen, wandelte sich die Stimmung der Menschen abrupt. Plötzlich ging dann doch einiges: sie schrien, sangen und machten bei allem mit. Gleich einem Marionettenspieler konnte Sänger Ingo das Publikum dazu bewegen, alles zu tun was er wollte. Sie hüpften knapp 3 Minuten durchgehend bei "Stop the Clocks", schwangen die Arme zu ruhigen Liedern oder Brüllten sich die Seele aus dem Leib bei Liedern wie "We're not gonna take it". Fast zwei Stunden spielten die Donots Songs quer durch ihre Bandgeschichte. Geschmückt wurde das ganze durch Anekdoten ihrer jahrelangen Erfahrung und einigen Salzburgwitzchen. Auch liedertechnisch war für jeden etwas dabei: alte und neue Songs, viel zum Singen aber auch zum Schunkeln. Und natürlich auch viele Klassiker dabei. Zum Dank bekamen die Herren auch einige "Geschenke". Zwischendurch flogen einige Gegenständen auf die Bühne, darunter auch eine Damen-Handtasche oder ein BH, den sich die Bandkollegen dann auch auf groteske Weise anzogen.

Schlusswort: Es war ein wirklich spaßiger und teils verrückter Abend, auch wenn der Start etwas mühsam war.

- Magdalena Ripfl

Die Band Donots performt auf der Bühne im Rockhouse Salzburg
Donots

Die Band Donots performt auf der Bühne im Rockhouse Salzburg
Donots

Aktualisiert:

10
2017

Tipp

Im MeiTeam kannst du deine journalistischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und selber Konzertberichte verfassen!