Dispatch


Konzertbühne

Dass so ein verhältnismäßig kleines Lokal wie der Weekender Club in Innsbruck eine so große Band wie Dispatch organisieren kann, grenzt an Genialität! Dass man es schafft, sie für ein zweites Konzert für sich zu gewinnen, ist Wahnsinn!
Dementsprechend war auch die Show – doch davon erzähle ich später!


Die Band aus Boston, ursprünglich bestehend aus  einer Dreierbesetzung – Chad Umston, Pete Heimbold und Brad Corrigan wurde 1996 unter dem Namen „One Fell Swoop“  bekannt, der kurz darauf zu „Dispatch“ geändert wurde.

Die Arbeit im Studio brachte folgende Alben hervor:

Silent Steeples (1996)
Bang Bang (1998)
Four-Day Trials (1999)
Who Are We Living For? (2000)
Gut the Van (2001) (Live)
Under the Radar (2002) (Live-DVD)
All Points Bulletin (2004)

Musikalisch gesehen spielt die Band eine Mischung aus Akustik, Rock, Reggae, Funk und Folk.
Nach immer größer werdendem Erfolg trennten sie sich dennoch im Jahre 2002, um jeweilige Soloprojekte zu verwirklichen. Chad Urmston beispielsweise war Teil der bekannten Band „State Radio“.
Doch 2011 war es wieder soweit: Die Band vereinte sich und nahm eine EP auf. Und die Dispatch – Fangemeinschaft wurde immer größer. Konzerte wurden angekündigt und waren nach kurzer Zeit restlos ausverkauft, sodass ein zweites Konzert organisiert wurde.
So auch in Innsbruck – die Zusatzshow am 6.7. fand vor dem eigentlichen Konzert am 7.7. statt.  

Der ausverkaufte Weekender Club war nach einem heißen Tag und schwülen Abend wie aufgeladen von Energie. Als dann die sympathische Band die Bühne betrat, brach der erste Jubelschwall aus. „Open up, come on inside…“ und die drei Bandmitglieder plus einer Percussionunterstützung sangen drauflos. Die Stimmung im Weekender war fantastisch und die Band konnte ihre musikalische Genialität unter Beweis stellen, indem auch ein Instrumententausch zwischen den Mitgliedern keine Seltenheit darstellte. Es folgte ein buntgemischtes Set aus neuen und alten Songs, zum Beispiel „Flag“ von 2012 aber auch „Elias“ von 1996. Auch ihre Klassiker wie „Out Loud“, „Passerby“, „Bang Bang“ und vor allem „The General“ durften am rund zwei stündigen Konzertabend nicht fehlen. Selten konnte ich eine so sympathisch wirkende Band wie Dispatch erleben, die sowohl musikalisch als auch menschlich überzeugten. Zum Beispiel, dass man ihre neueste CD „Circles around the sun“ mit freiwilligen Spenden erwerben konnte, war für mich ein sehr großer Sympathiepunkt. Wahnsinnskonzert und Hammerabend! 


Jasmin Felder

Konzertbühne
Konzertbühne
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Aktualisiert:

12
2017

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