EAV @Olympiahalle Innsbruck


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1000 Jahre EAV sind kein Tag zu viel. 1000 Jahre sind eventuell ein wenig übertrieben. Das musste auch Klaus Eberhartinger zugeben. Denn eigentlich sind es nur – oder besser gesagt – schon 41 Jahre Erste Allgemeine Verunsicherung. Also 41 Jahre Vollblutmusiker und Bühnenmenschen mit Leib und Seele. Das konnte man auch beim Abschiedskonzert in der Olympiahalle in Innsbruck am 12. März hautnah erleben. Gänsehaut, keine Frage.

Wer kennt sie nicht, die Popkultband aus Österreich? Auch schon meine Mutter war in meinem Alter – also in ihren knackigen 20er-Jahren – begeisterter Fan und erzählt oft von ihren Konzerten. Das musste ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen! Denn auch wenn ich nie bewusst EAV gehört habe, so kennt man die bekanntesten Songs ja sowieso. Da führt in Österreich auch kein Weg vorbei. Der Kult hält schließlich schon seit knapp vier Jahrzehnten an. Mit ihrer neuen und vermutlich auch letzten Konzerttour – insgesamt sind es 30 – möchten sie sich nun bei ihren Fans mit Hits und viel Schmäh bedanken.

Zahlen spielen nicht nur in diesem Bericht eine wesentliche Rolle, es war auch der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Konzertes, das viel mehr eine Zeitreise quer durch die Geschichte der EAV war. Auch Eberhartinger fragte mehrmals wie alt denn das Publikum sei. Und statistisch gesehen war wohl meine Mutter nicht der einzige Fan aus ihrer Generation. Der Großteil der anständig vollen Olympiahalle war gefüllt mit 40- bis 60-jährigen Fans. Man könnte also sagen: Voll mit altbekannten Fans. Altbekannt heißt in diesem Fall aber eindeutig nicht "mit weniger Elan". Denn, wenn Eberhartinger mit seinem Jahrgang 1950 noch so auf der Bühne rumtänzeln kann, dann bleibt auch eine Olympiahalle nicht verschont. Die Stühle wackelten, der Boden vibrierte und die Luft flirrte. Fit wie kaum ein anderer – manche würden sich eventuell auch wünschen, in diesem Alter noch so "beinand zu sein" – nahm er die Bühne für sich ein und lieferte eine Show ab, wie man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Das Ganze auch noch knapp drei Stunden lang. Also da kann man nur sagen: Respekt! Auch sein Bandkollege und Gründungsmitglied Thomas Spritzer, der übrigens Texter und Komponist von EAV ist, war voller Tatendrang und genoss die Show in vollen Zügen.

In diesen knapp drei Stunden ließ die Band wirklich keine Wünsche offen: Von "Ba-Ba-Banküberfall", "Heiße Nächte in Palermo", "Küss die Hand", "Burli" über "Neandertal" und "Märchenprinz". Die gesamte Setlist aufzuzählen wäre an dieser Stelle eventuell auch ein wenig übertrieben, denn EAV spielte nicht weniger als 30 (!) Songs. Wenn man allerdings schon seit 41 Jahren Musik macht, dann hat man auch genug Hits, die alle gespielt bzw. zumindest angespielt werden müssen. Zu jedem Lied kleidete man sich natürlich in ein passendes Kostüm. Zwischendurch gab es für die heimischen und internationalen Politiker noch einen verbalen Denkzettel und auch die heimische Musiklandschaft à la STS, Ambros, etc. wurden ein wenig aufs Korn genommen.

Man kann nur sagen: Was für ein Konzert! Vielen Dank und wir hoffen alle, dass das nicht wirklich eine Abschiedstournee war, sondern eine von ganz vielen! ;-)


Aktualisiert:

02
2019

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