Bausa


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Am vergangenen Donnerstag (21.06.18) habe ich mich auf den Weg zum Rathaussaal Telfs gemacht, um den deutschen Rapper Bausa live zu sehen. Der Einlass für das Konzert war um 19 Uhr, ich war gegen 19.30 Uhr dort und zu dem Zeitpunkt war der Saal auch schon fast zur Hälfte mit hauptsächlich sehr jungem Publikum gefüllt. Dadurch waren natürlich auch viele Eltern als Begleitpersonen anwesend, aber auch einige Fans in meinem Alter (Mitte 20). Ich habe mich erstmal zur Bar hingestellt, um etwas zu trinken, die Lage zu beobachten und mich daran zu erinnern, als ich hier vor ein paar Jahren meinen Maturaball feierte. Sehr viel voller wurde der Saal dann aber auch nicht bis zum Showbeginn, was mich schon ein wenig verwundert hat.

Gegen 20.20 Uhr kam Bausa's DJ KidSoFly als Voract auf die Bühne, um das Publikum zu begrüßen und fing an, aktuelle Rap- und Pophits zu spielen. Immer wieder versuchte er, die Fans zum Mitsingen und zum Tanzen zu animieren, was auch teilweise klappte, jedoch nur für kurze Zeit. Insgesamt ging das DJ-Set leider etwas zu lange, sodass das Publikum ungeduldig wurde und immer wieder im Chor nach "Baui" rief. Der kam aber erst, als das fast einstündige Set seines DJ's beendet war.

Die Show des in Saarbrücken geborenen Rappers ging ebenfalls ca. eine Stunde und beinhaltete unter anderem seinen bisher größten Hit "Was du Liebe nennst", sowie seinen neuesten Ohrwurm "Casanova", aber auch etwas ältere Lieder wie beispielsweise "Baron" und "Vermisst". Zu meinen persönlichen Highlights gehört sein Cover von "One Dance" (Original von Drake), bei dem Bausa selbst Gitarre spielt, und die Performance von seinem eigenen Song "Tropfen" auf dem Instrumental von "Love Lockdown" von Kanye West. Etwas irritierend fand ich allerdings, dass er mitten im Set plötzlich einfach "Ohne mein Team" von Bonez MC und Raf Camora spielen ließ und dabei neben seinem DJ stand, etwas Wasser trank und ab und zu mitrappte. Vielleicht war das eine Art Verschnaufpause für ihn, ich finde aber, da hätte man eine bessere Lösung finden können. Schade fand ich auch, dass nicht mehr Songs von seinem aktuellen Mixtape "Powerbausa" performt wurden, obwohl das Cover davon der Bühne als Hintergrund diente.

Abschließend ist zu sagen, dass der 29-Jährige das Publikum auf jeden Fall begeistern konnte und eine solide Show abgeliefert hat, wenn sie auch für meinen Geschmack etwas zu kurz war. Ich persönlich finde nicht, dass der Voract fast gleich lange spielen sollte, wie der Hauptact. Außerdem hätte ich einen Support, der live spielt, gegenüber einem DJ-Set bevorzugt. Trotz alldem muss ich sagen, dass "Baui" sich sehr viel Mühe gegeben hat, die kleine Menge im Saal zu unterhalten. Es war definitiv eine einmalige Chance, den Musiker in einer solchen Location zu erleben und ich denke, der Großteil der Konzertbesucher ist nach diesem Abend zufrieden ins Bett gefallen.


Aktualisiert:

02
2019

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