15 Jahre Novarock


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Auch 2019 fand das Nova Rock, welches dieses Jahr sein 15tes Jubiläum feiert, statt. Das Nova Rock fand heuer wieder in Nickelsdorf, an der ungarischen Grenze, über 4 Tage (Do 13.06 bis So 16.06) statt. Wir, eine Gruppe von 10 Personen im Alter von 17 bis 25, waren für euch vor Ort.

Begonnen hat das alles erst einmal mit der Anreise, 6 Stunden mit dem Auto von Innsbruck nach Nickelsdorf. Am Mittwoch, als wir auf dem Gelände angekommen sind wurde uns sehr zügig ein Parkplatz zugewiesen, wir luden aus und machten uns auf den Weg Richtung Bänderausgabe bzw. Kassa.
An der Kassa erhielten meine Freundin und ich unsere Festivalpässe, dank Gästeliste, relativ schnell und ohne Umstände oder Probleme (Danke dafür liebes Nova Rock Team). Sobald wir am Campingplatz waren schlugen wir unsere Zelte und unseren Pavillon auf, damit wir endlich Schatten hatten. Es hatte trotz der frühen Tageszeit (8:00 Uhr) doch schon min. 30 Grad. Den restlichen Tag verbrachten wir mit spielen von typischen Festival-Spielen (Flunkyball & Wer Bin Ich), Musik hören und generell Spaß zu haben.

Auf dem Infield gab es zwei große Bühnen Red und Blue Stage und eine kleinere mit weniger bekannten Bands, die Red Bull Stage. Ansonsten gab es am Infield zahlreiche Kleider-Stände, etliche Essens- und Getränke-Stände.

Donnerstag 13.06

Ausgeschlafen, so gut es ging in einem heißen Zelt, starteten meine Freundin und ich zur ersten Band die uns interessierte: I PREVAIL (Metalcore) auf der Blue Stage um 14:45 - 15:20 Uhr. I Prevail spielten zwar nur 35 Minuten, aber rissen komplett ab mit ihrer Performance, angefangen mit "Bow Down" als erstes Lied. Wir mussten leider 10 Minuten früher gehen da ANCHORAGE (Metalcore) gleich im Anschluss auf der Red Bull Stage spielten, von 15:15 - 15:45 Uhr. Wir kannten Anchorage im Grunde kaum, aber auch diese performten herausragend. Der Hauptgrund warum wir bei Anchorage waren, war die Challenge bei dieser Band den größten Circle Pit Österreichs zu Stande zu bringen. Leider war es eher der kleinste Circle Pit am Nova dieses Jahr. Nach Anchorage hatten wir erst mal knapp 3 Stunden Zeit. Wir trafen uns mit den anderen auf dem Campingplatz und aßen etwas bei einem der Essensstände. Um 18:20-19:20 Uhr ging es dann richtig zur Sache bei LAMB OF GOD (Groove Metal) auf der Blue Stage. Diese sind eine meiner absoluten Lieblingsbands. Ihr gesamtes Set bestand nur aus absoluten Klassikern von "Ashes of the wake" bis zu "Redneck" und "Laid to Rest". Direkt im Anschluss (1/2 h Aufbau zwischen jeder Band) spielten die Götter des Viking Metal AMON AMARTH von 19:50 - 21:00 Uhr. Keine andere Band kann ein Publikum so in ihren Bann ziehen wie Amon Amarth. Direkt zu Beginn forderte der Sänger die Menge auf ihre Fäuste hochzustrecken, sofort waren 3/4 aller Hände in der Luft, wobei es bei Lamb of God nur knapp 1/4 war. Sie spielten drei Lieder des kürzlich erschienen Albums Berserker und zwar: "Shield Wall", "Ravens Flight" und "Crack the Sky". Ansonsten war ihr Set voll von bekannten Lieder von "Deceiver of the Gods" bis zu "First Kill". Alles in allem war Amon Amarth auch beim 5ten Live Konzert auf dem ich von ihnen war sehr gut. Um 21:30 – 23:00 Uhr war es endlich so weit SLIPKNOT, die Band wegen der wahrscheinlich 75 Prozent der Leute dieses Jahr zum Nova Rock gefahren sind. Es wurden nach Amon Amarth sehr schnell um einiges mehr Leute, es war komplett voll bis auf den letzten Meter. Kaum war das erste Lied ("people = shit") auch nur angestimmt ging jeder komplett ab, Slipknot legten ein Tempo hin das sonst keine Band zu Stande bringt. Ein absolut magisches, wenn auch musik-technisch sehr hartes, Konzert. Nach Slipknot gingen wir uns noch etwas zu essen organisieren und dann auch schon zum Campingplatz zurück, wo wir bis spät in die Nacht mit den anderen zusammen saßen.

Freitag 14.06

Am Freitag interessierte uns absolut gar keine Band bis auf Frog Leap um 1:45 - 2:30 Uhr. Frog Leap ist eine Band von einem sehr bekannten Youtuber ( Leo Moracchioli) der viele Metal-Covers von Popliedern macht. Leider war dieser Auftritt ein absoluter Flop, man hatte den Eindruck er würde Play-back singen und die Songauswahl war absolut nicht nach zu vollziehen. Er wählte Lieder in denen Gastsänger sind und spielte bei deren Parts einfach nur Aufnahmen ab, ebenfalls wählte er Lieder in denen Musikinstrumente vor kamen (Zb Ghostbusters, Trompete) die keiner auf der Bühne spielte, sprich es waren wieder nur Aufnahmen. So sind wir etwas früher zum Campingplatz zurückgegangen als geplant.

Samstag 15.06

Am Samstag verbrachten wir ebenfalls die Mehrheit des Tages am Campingplatz. Erst um 19:50 - 20:55 Uhr spielten POWERWOLF (Powermetal). Das Konzert von Powerwolf war absolut sehenswert, auch wenn auch die Stimmung der Crowd zu wünschen übrig ließ. Da Powerwolf mit dem "Christlichen Glauben" Image spielt segneten sie das Festival und jeden Anwesenden. Ihr Set war komplett durchgemischt, wobei sie natürlich nicht auf die bekanntesten Songs "Amen and attack' sowie "We drink your blood" verzichteten. Um 21:25 - 22:40 Uhr spielten IN EXTREMO. In Extremo ist eine Mittelalter-Rockband die es schon recht lange gibt und sich auch einen großen Namen gemacht hat. In Extremo war mit großem Abstand die beste Band auf dem Nova Rock dieses Jahr. Ganz selten zuvor das Gefühl gehabt so eins mit einer Band zu sein. Absolute Highlight-Momente waren die Lieder: "Frei zu Sein", "Horizont", "Quit Pro Quo" und "Sternhagelvoll". Während Sternhagelvoll "schunkelte" die ganze Menge und es war einfach nur wunderschön. Einer der Momente an den ich noch lange zurück denken werde. So gingen meine Freundin und ich beide mit einem Grinsen im Gesicht zurück zum Campingplatz.

Sonntag 16.06

Wir wären normalerweise schon am Samstag abgereist da uns am Sonntag nichts intressierte, wären da nicht DIE ÄRZTE gewesen. Also brachten wir den letzten Tag am Campingplatz auch noch gut vorüber, auch wenn das Wetter nicht mehr so ganz mitspielte, es regnete immer wieder und es windete stark. Um 21:00 Uhr war es endlich soweit: DIE ÄRZTE spielten und das ganze 2 1/4 Stunden lang. Nachdem sie 6 Jahre Live-Pause hatten waren sie zurück. Sie brachten eine große Menge an Energie mit auf die Bühne und die Menge war absolut perfekt in Stimmung. Ihr Set begann mit eher unbekannteren Liedern, aber gegen Ende spielten sie ihre bekanntesten Stücke wie "Junge", "Schrei nach Liebe" und "Westerland". Nachdem dem Konzert folgte noch ein großes Feuerwerk und danach machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz, denn wir hatten alle Zelte schon abgebaut und wollten noch nachts abreisen.

Sanitäre Anlagen, Securitys, Abreise

Am Ende möchte ich noch ein paar Punkte besprechen die nichts in erster Linie mit den Konzerten zu tun hatten.
Die Sanitären Anlagen haben sich zum letzten Nova Rock sehr gut verbessert, viel sauberer, weniger Ausfälle. Die Duschen haben dieses Jahr die lang ersehnten Kabinen bekommen und der Wasserdruck war auch endlich in Ordnung.
Zu den Securitys, bei diesen war die Mehrheit absolut gut und vertrauenswürdig (schätze von Sicherheitsfirmen), aber leider waren auch etliche sichtlich mit ihren Aufgaben überfordert oder gar unmotiviert. Alles in allem waren die Securitys ok, aber das darf es nicht geben, dass hinter einem jemand zusammenbricht, bewusstlos heraus getragen werden muss, man den Security vor einem sagt er solle das doch weitergeben, dass der Person geholfen werden kann und er nur erwidert er habe keine Lust. Wir hoffen nächstes Jahr einfach auf besser geschulte Sicherheitskräfte.
Die Abreise sollte ebenfalls nächstes Jahr besser durchdacht und umgesetzt werden, da es absolut nicht tragbar ist 3 Stunden im Stau zu stehen bevor man überhaupt den Parkplatz verlassen hat.

Ansonsten absolut geiles Festival.

DANKE NOVA ROCK, wir kommen wieder!


Aktualisiert:

02
2019

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