Beatsteaks


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Ein legendäres Konzert. Anders kann man den Beatsteaks-Abend am vergangenen Dienstag, den 03. Juli, kaum beschreiben. Denn was da zu sehen war – und ich spreche hier nicht nur von der Bühne – war wirklich eine Wucht. Selten hat man, vor allem auch in Innsbruck, eine solch unglaublich gute Stimmung gesehen. Von der ersten bis zur letzten Reihe waren alle hochmotiviert und tanzten und sprangen, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Und das obwohl der Abend recht zögerlich startete. Als Vorband war Django S, die irgendwie eine Mischung aus Punk, Mundart, Rock zelebrierten. War jetzt nicht unbedingt jedermanns Geschmack, was man auch an der zurückhaltenden „Mitarbeit“ des Publikums recht schnell merkte. Sie erledigten aber als Einheizer vor dem Hauptact einen tadellosen Job und brachten die Stimmung ein bisschen in Schwung, aber nicht zu sehr, dass man schon seine Energie zu früh verbraucht hatte. Das war schlussendlich auch gut so, denn der Abend dauerte noch ein Weilchen. Um kurz nach 21 Uhr begann dann die knackige Live-Show, die wirklich keine Wünsche mehr offen ließ. Wer zuvor schon mal auf einem Beatsteaks-Konzert war, der wusste vorab schon, was einen hier zu erwarten hat. Denn nicht umsonst konnte die Band – zwar schon eine Zeit her, aber immer noch topaktuell – den 2007/08 Preis als bester Live-Act einstecken. Was damals gewürdigt wurde, wird heute noch zelebriert. Und wie. Denn die zwei Stunden waren wie ein reines Workout für Körper und Stimme. Mehr als 20 Lieder ballerten sie von der Bühne aus runter, darunter alte Hits wie Hand In Hand, Jane Became Insane, Cut Off The Top, Milk&Honey, Gentleman oft he Year, Hello Joe, usw. usw. Aber auch viel Neues wie ihre Coproduktion mit Deichkind L auf der Stirn. Also ein rundum perfekter Mix für alte und neue Fans. Ein besonders schöner Moment war als Peter Baumann allein auf der Bühne Hey Du anfing zu singen und das Publikum wie ein riesiger Chor dazu einstimmte. Gänsehaut pur! Showeinlagen gab es daneben auch zur Genüge: Allen voran die sexy Dancemoves von Sänger Arnim Teutoburg-Weiß, der auch demonstrierte, dass er mindestens gleich gut wie Miley Cyrus twerken kann. Ebendieser zeigte auch seine perfekten Reflexe, als ein Zuhörer aus dem Publikum sein halbvolles Bier in Richtung Bühne schmetterte und Teutoburg-Weiß es ganz locker mit einer Hand auffing und lässig noch einen letzten Schluck aus dem Plastikbecher nahm. Als ein weiterer den gleichen Schmäh machen wollte, zeigte er, dass es auch beim zweiten Mal einwandfrei funktionierte. Auch Fußballfans kamen nicht zu kurz, denn sogar der Halbzeit-Spielstand wurde mitgeteilt. Die Stimmung war natürlich durchwegs unglaublich, bis zum bitteren Ende schwitzte man sich komplett nass. Zum Schluss gegen 23 Uhr gab es noch „Let Me In“ als Draufgabe, bevor man sich schmerzerfüllt und müde auf den Heimweg machte.


Aktualisiert:

07
2018

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