Legends of Rock die Enthusiasten im Interview


Interview

Hier das Interview!

Auftritt Michael Klieber.

Mikel: „Nach drei Monaten als Praktikant beim Freirad haben mir die Leute vom Radio vorgeschlagen, selbst eine Sendung in Angriff zu nehmen. Ich hätte eine gute Radiostimme. Motivation? Klar! Thema? Musik. Das ist das Wichtigste für mich.

Also hab ich den Menschen, mit dem größten Musikwissen, den ich kenne gefragt, ob er einmal in der Woche mit mir im Studio über Musik reden würde. Gemeinsam mit Manu bin ich im September 2012 das erste Mal auf Sendung gegangen.

Legends Of Rock – Das war der erste Name, der uns einfiel. Es folgten noch unzählige andere Ideen, aber irgendwie blieb es dabei. Ehrlich gesagt ein wenig albern, also haben wir die Kurzform L.O.R. eingeführt – Dabei bleibt‘s. “

Nomen est omen. In jeder Sendung wird eine Rock-Legende vorzustellt. Aber was ist das Besondere an der Sendung?

Mikel: „Es geht nicht darum, Lebensläufe vorzulesen, sondern interessante Einblicke zu bieten. Wir recherchieren immer gewissenhaft und bringen dann die spannendsten Details und Anekdoten. Außerdem spielen wir keine Radioversionen, sondern kramen unbekanntes Material hervor.

Die Sendung kommt nicht nur bei Freunden gut an. Die Höhrerzahl nimmt rapide zu. Vom Erfolg beflügelt, setzen die jungen Radiomacher im Sende-Ausschuss durch, dass sie als erste ein weiteres Sendeformat produzieren dürfen. Die Geburtsstunde von Legends of Rock - Encores.

Mikel: „In der Zusatzsendung laden wir immer auch eine Band ein, die live im Studio spielt.

Eigentlich geht das nur akustisch. Eigentlich... Als die Jungs von Punked ihre Verstärker in unser Studio gewuchtet haben, waren wir zuerst alarmiert, haben es dann aber drauf ankommen lassen.

Wir sind das erste Medium in Österreich, das live verstärkte Studioaufnahmen gesendet hat.“

Der erwartete Tadel blieb aus, eine neue Möglichkeit öffnete sich.

Das nächste entscheidende Ereignis: Ein Nachfolger für die lebende Anekdoten-Enzyklopädie wird gesucht. Manu verabschiedet sich von L.O.R.

Auftritt Jonas Zimmermann.

Jonas: „Ich war bei einem Freund und hab mich in seinen Plattenspieler verliebt. Kurz darauf hab ich mir einen eigenen zugelegt und jeden Cent für Vinyl ausgegeben. Ich war der beste Kunde im Plattenladen. Der Besitzer war in der Sendung eingeladen. Weil er selbst verhindert war, hat er mich hingeschickt.

Mein Auftritt als Studiogast ist so gut gelaufen, dass wir die Idee entwickelt haben, in jeder Episode ein paar Minuten einzuplanen, in der ich eine Platte vorstellen sollte. „Jonas kleine Plattenecke“ ist aber nur einmal eingebaut worden. Dann ist Manu abgesprungen und ich hab seine Rolle übernommen.“

Das Projekt hat eine interessante Eigendynamik entwickelt. Viele junge, tiroler Bands, Solokünstler und Förderer der Kulturszene, fragen mittlerweile nach, ob sie in die Sendung kommen können. Viele schauen einfach so im Studio vorbei. Die Räume des Freirad-Gebäudes sind zu einer Art Künstlertreff geworden.

Jonas: „Oft sammelt sich vor einer Ausgabe ein bunter Haufen an Musikern im Freirad an. Studiogäste oder bekannte Gesichter, die einfach vorbeischauen und ein wenig zuhören möchten. Manchmal sind unsere Gäste ein wenig schüchtern. Dann ist es praktisch, wenn eine Gitarre rumliegt. Musik bringt die Leute zusammen. Bei uns wird inzwischen nicht nur mehr Radio gemacht. Es wird gejamt, Bier getrunken und genetzwerkt.“

Die Jungs merken, dass sie die Möglichkeit haben, etwas zu verändern. In Tirol gibt es genügend talentierte und motivierte Musiker und Musikbegeisterte. Trotzdem gibt es keine Szene. Jeder werkt für sich. Das soll geändert werden.

Mikel: „Wir wollten unseren ersten Geburtstag feiern und alle, die mit L.O.R. zu tun hatten, einladen. Andy vom Weekender hat uns herausgefordert, indem er uns das Café mit der Auflage überließ, wenn wir eine gute Party schmeißen würden, könnten wir das Ganze wiederholen. Im Club.“

Die erste L.O.R. - Party ist anders als alles, was Innsbruck je erlebt hat. Jo Stockhölzer und die White Miles spielen im Freirad-Studio. Liveübertragung in den Weekender. Dort sind duzende Bands geladen, die sich kurz vorstellen, ihren Merch präsentieren und andere Musiker kennenlernen können. Aufgelegt wird bis in die späten Stunden von der L.O.R.-DJ-Crew. Nur feinster Rock natürlich.

Jonas: „Rock ist so ein breites Genre. Liebe zum Rock‘n Roll steckt in jeder Generation. Wir sprechen alle an, für die Musik nicht nur Schall und Rauch ist, sondern ein Lebensgefühl. Dass es von diesen Menschen genug gibt, haben wir bestätigt bekommen. Spätestens bei der zweiten Party.“

Diese übertrifft alle Erwartungen. Die Energie, die die beiden Jungs ausstrahlen, schwappt über. Mit ihren Stickern machen die Party-Moderatoren auf sich aufmerksam. Was durch den Verkauf der Taschen eingenommen wird, erzeugt keinen Gewinn. Das einzige Ziel ist, die Bilanz in der Wage zu halten. Man merkt deutlich, dass es kein Geschäft ist, was die beiden betreiben. Es geht darum, den Rock‘n Roll wieder unter die Leute zu bringen.

Mikel: „Wann es weitere Partys gibt? Vielleicht alle zwei Monate. Nicht zu oft, sonst ist es nichts Besonderes mehr. Aber die Planung läuft... Eigentlich sollten wir die Rolling Stones im Weekender spielen lassen...“

Jonas: „Das wär genial. Fragen wir morgen an? Ich hab außerdem einen neuen Spruch für weitere Taschen. Wir sollten mehrere kleine Serien drucken lassen...“

An Ideen fehlt es nicht. Ich begreife, dass wir noch einiges erwarten können.

Redaktionsmitglied Elisa

 

 

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Aktualisiert:

02
2017

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