Tree Style


4 Burschen sitzen vor Mauer

1. Besetzung

Jakob Höllrigl: Keys and Vocals

Alex Moser:  Lead Guitar and Vocals

Mikel K. Wayne: Rythm Guitar and Vocals

David Walder: Bass

Armin Pöham: Drums

2. Beschreibung des Sounds 

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein junger Springsteen lernt auf einem in die Jahre gekommenen Riesenrad einen alten Tom Petty kennen. Stellen Sie sich weiter vor, daß dieses Riesenrad nach zweieinhalb Runden zum Stillstand kommt und die beiden Musiker so ins Gespräch kommen. Natürlich gibt es da noch Marvin, Marvin Gaye, der Mann hat in diesem Hirngespinst seinen Soul auf den musikalischen Nagel gehängt und betreibt nun dieses Riesenrad. Vielleicht sollte man noch erwähnen, daß der gute alte Marvin sein Karriereende hier nicht so gut vertragen hat und seitdem auf Acid seine Arbeit verrichtet. Nun stellen Sie sich diese Elemente auf einer Musikalischen Ebene vor, lassen Sie ihrer Phantasie freien Lauf und wenn Sie selbst dann noch keine Ahnung haben wie diese Tree Style klingen, ja dann müssen Sie ihren Hintern schon auf ein Konzert schwingen, ein Ticket lösen und die Fahrt genießen. 

3. Kontakt

www.facebook.com/crackhouseblues

4. Soundcloud

https://soundcloud.com/treestyle-1/tree-style-desire-single-version

5. Spotify - Link:

http://open.spotify.com/artist/4h4zrPjtL0Biav3fR6OsAE

CD Rezension Light Up

CD

Light Up

eine Märchensammlung

Ladies and gentlemen, may I take you for a ride? Starting out from the magic forest, where nothing is like it used to be.. Es war einmal vor langer, langer Zeit.. Nein, eigentlich ist es noch gar nicht so lange her. Das Album ist frisch wie neugefallener Schnee, bedrohlich verführerisch wie warmes Blut und ehrlich beständig wie tief schwarzes Ebenholz.  „Light Up“ nennt sich das Sammelwerk - Tree Style sind die Geschichtenerzähler.  Das Debutalbum des kreativen, musischen Trupps ist eine fein erlesene Märchensammlung voller Leidenschaft. Geschrieben und illustriert mit viel Herzblut und alles andere als ein Kinderbuch. Vorgelesen wird mit einer enormen Dynamik. Wer mit Schlafgeschichten und einer reinen Balladensammlung rechnet, täuscht sich. Treibende Rhythmen, raffinierte Riffs und immer wieder überraschende musikalisch kreative Draufgaben bietet jedes einzelne Kapitel. Die Erzählstimme: rau aber einfühlsam, klar aber geheimnisvoll.  Neugierig geworden? Dann blättern wir einfach mal durch.. Nach einem dramatisch einleitenden Intro geht es sehr energetisch los.  Erster Halt: Last Stop Riverside. Tragische Geschichte, schnelle Drums, die nicht nur untermalen, sondern den Ton angeben und akkustische Seitenstränge, die sich perfekt in die Erzählung einweben. Die Nummer Monkeys steht für die Was-wäre-wenn-Geschichte in der Reihe. Musikalisch werden allerdings keine Kompromisse eingegangen. Im Gegenteil. Schnelle Gitarren, klarer, grooviger Bass. Als Draufgabe die Fußnoten im dynamischen Sprechgesang eingeflochten. Desire (so zu sagen schon als Kurzgeschichte erschienen) haben vielleicht schon einige kennen und lieben gelernt. Selten so ehrliche Musik über Sehnsucht gehört. Der Chorus schleicht sich ins Ohr und klingt lange nach. „Did somebody else sleep last night by your side?“ Die böse Verführung schleicht sich anschließend auch in die so unschuldig klingendene Erzählung des Little Red Riding Hood. Naja, schleichen; schmutzig und leidenschaftlich - wie echter Rock’n Roll eben. Hier kann man die dunkle Seite der Jungs für knappe vier Minuten erleben.  Die virtuosen Gitarensoli, die sich fast in jedem Song wiederfinden, kommen in Kingdom noch einmal in voller Länge zur Geltung. Und wenn sie nicht gestorben sind… Die verträumte Nummer bildet kein Happy End aber einen hoffnungsvollen Ausklang des Albums (in fiebriger Erwartung auf eine Fortsetzung)…  Lyrisch verspielt, aber auch was das Musikalische betrifft das Gegenteil von einfältig und alles andere als langweilig. Crackhouseblues nennen die Jungs unkompliziert und selbstverständlich ihr Genre und malen ein Bild von Bruce Springssteen, Tom Petty und Marvin Gaye - ein schräges Treffen. Adam Green lässt ebenfalls grüßen. Ich würde sagen, dass Brian Fallon auch noch kurz vorbeischaut, aber im Grunde ist nur wichtig, dass Tree Style einen wahnsinnig vielfältigen, aber doch eindeutig wiedererkennbaren Stil gefunden haben. Eine Mischung aus Blues und Rock. Unglaublich komplex, aber trotzdem leicht konsumierbar. Ohrwurmgefahr garantiert. Ein gelungenes Erstlingswerk. Impressum: Light Up Eine Märchensammlung von Jakob Höllrigl, Alex Petrow, Mikel Klieber, David Walder und Armin Pöham.  Herausgegeben von Jay Hundert im Jay Hundert Verlag.  2014  

Desire


Aktualisiert:

11
2017

Tipp

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