Darknet


Keine Angst vor der Dunkelheit

Dunkler Hintergrund mit Code im Vordergrund. Dazwischen ein junger Mann mit Sonnenbrille und Hut

Der Begriff „Darknet“ kursiert seit längerem in den Medien. Doch was ist das Darknet? Wie funktioniert es? Ist es gefährlich? Mache ich mich strafbar, wenn ich es verwende?

Wir haben die Antworten für dich. Um das Darknet zu verstehen, musst du dir zuerst bewusst machen wie das World Wide Web (www) grundsätzlich aufgebaut ist. Besucht man eine Website tut man dies über einen Browser, wie Firefox, Chrome oder Safari. Jede Website hat eine Internetprotokoll Adresse (IP). Diese ist normalerweise bekannt und mit einer Domain, also dem Namen der Seite, verknüpft. Gibst du die Domain (www.saferinternet.at) oder die IP Adresse (193.200.113.192) im Browser ein, baut er eine Verbindung zum Webserver von Safer Internet auf. Dieser schickt dann die Infos der Website zurück und dein Browser zeigt sie auf deinem Computer oder Smartphone an. Bei standardmäßiger Verwendung von Browsern, werden sehr viele persönliche Informationen von dir preisgegeben. Daten, wie dein Standort oder Informationen über das Gerät mit dem du arbeitest, werden oft automatisch mitgeschickt. Das kann für dich sehr nützlich sein, denn die Website wird dadurch an die Displaygröße deines Gerätes angepasst oder du musst dein Passwort nicht nochmals eingeben. Das Surfen wird so vereinfacht, ist aber nicht anonym.

Gib nur die nötigsten Daten von dir preis! Achte beim Surfen darauf, dass du dich zu vertrauenswürdigen Websiten verbindest. Verwende nur die aktuellste Version eines Browsers und mache diesen mit Add-ons fit. Safer Internet hat für dich ein paar wichtige Erklärungen und Tipps gesammelt.

Möchtest du komplett anonym surfen kommt das sogenannte „Darknet“ ins Spiel. Das Darknet hat viele Gesichter. Es können Webseiten sein, die mit traditionellen Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google, nicht gefunden werden. Es können außerdem Webseiten sein, auf die man nur mit einem Browser zugreifen kann, der die Anonymität von Benutzer oder Benutzerin und Webserver bewahrt. Viele bekannte Seiten kannst du auch im Darknet erreichen. So kannst du auf den Seiten von Facebook oder dem ORF genauso surfen. Um auf das Darknet zugreifen zu können benötigst du einen speziellen Browser – den sogenannten „Tor Browser“. Anders als beim gewöhnlichen Surfen, verbindet sich der Computer nicht direkt mit dem Webserver, auf dem die Website liegt, sondern macht einen kleinen „Umweg“. Stark vereinfacht bedeutet dies: Die Anfrage für eine Website wird über drei weitere Server geleitet und erreicht erst dann den Zielserver. Dieser leitet die Antwort wiederum über mehrere Server zurück. Somit kann weder verfolgt werden woher die Anfrage für die Website gekommen ist, noch wo sich der Webserver befindet. Die Kommunikation ist also für beide Seiten anonym.

Gründe anonym zu surfen gibt es einige. Zahlreiche Blogger und Bloggerinnen veröffentlichen so ihre neuen, teilweise kritischen Beiträge. Viele Journalisten und Journalistinnen nützen die Anonymität um ihre Quellen zu schützen. Große Nachrichtenagenturen bieten spezielle Zugänge für Menschen, die ihnen anonym Informationen zukommen lassen wollen. Die Nutzung des Tor Browsers und der Zugang zum Darknet ist in Österreich legal. Jedoch sind einige Angebote in diesem dunklen Netz, genauso wie im Internet illegal. Grundsätzlich gilt hier die gleiche Vorsicht wie bei jedem anderen Browser. Surfe nur vertrauenswürdige Seiten an und gehe mit deinen persönlichen Daten immer achtsam und sparsam um.

Du möchtest Tor ausprobieren? Kein Problem – hier sind noch einige Hinweise für dich:

  • Dein Browser wird langsamer funktionieren, da die Daten wie oben beschrieben einen „Umweg“ machen. Also Geduld bei großen Datenmengen, wie beispielsweise Videos.
  • Surfst du über Tor zu Diensten, bei denen du dich einloggen musst (soziale Netzwerke, E-Mail) ist es möglich, dass es einen Sicherheitsalarm geben wird. Durch die Verwendung von Tor kann nämlich der Eindruck enstehen, dass dein Konto beschädigt ist.
  • Der Tor Browser bietet keinen Schutz vor Viren oder Betrug im Internet.

Verwende zum Download von Tor nur die offizielle Website. Du kannst auch Tor für dein Android Handy über den AppStore downloaden.

Quelle: Darknet – die dunkle Seite des Netzes von BeeSecure


Aktualisiert:

10
2019

Tipp

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