FAQ - häufig gefragt


Unser digitales Leben stellt uns auf unterschiedlichste Art und Weise auf die Probe.

Beim Versuch sich im digitalen Universum zurecht zu finden, entstehen viele Fragen. Daher haben wir die wichtigsten Themen für dich hier zusammengefasst. Du findest an dieser Stelle die am häufigsten gestellten Fragen und die dazu passenden Antworten.

grünes Fragezeichen auf einer kleinen Südseeinsel

Wie kann ich Smartphones und Tablets sicherer machen?

In der heutigen Zeit wird oftmals überlegt, sich mit spezieller Schutzsoftware vor Angriffen zu schützen. Die Auswahl solcher Apps ist groß, aber macht eine solche Software Sinn? Diese Frage ist nicht eindeutig beantwortbar. Verwendete Filter blockieren oft auch unbedenkliche Inhalte oder Bedenkliches wird nicht ausgefiltert. Deshalb ist es umso wichtiger, sich mit den Inhalten zu befassen. Als zusätzliches Mittel zum Schutz sind Filter sicher sinnvoll, aber du solltest unbedingt auch andere Schutzmaßnahmen ergreifen. Beispielsweise ist es empfehlenswert seine Geräte immer mit einem PIN zu sichern und auf ein sicheres Passwort zu achten!


Wie schaut ein sicheres Passwort aus?

Verwende ein langes Passwort mit verschiedenen Zeichen. Das Passwort sollte mindestens 8 Zeichen enthalten und eine Mischung aus Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (zum  Beispiel  !, =, [ oder %). Sicher ist auch ein Passwort, das aus drei oder vier beliebigen aneinandergereihten Wörtern und Symbolen besteht. Je länger und komplizierter ein Passwort ist, desto schwieriger machst du es dem Angreifer oder der Angreiferin. Verwende keine Daten, die andere kennen könnten. Das heißt: Dein Name, dein Geburtsdatum oder deine Telefonnummer oder etwas in der Art sollten nicht im Passwort enthalten sein. Verwende für jede Seite ein anderes Passwort. So kann sich niemand, der dein Passwort errät, auch auf deinen anderen Seiten anmelden.


Wie kann ich meine Privatsphäre im Internet schützen?

  • Das Internet vergisst nicht. Einmal im Internet veröffentlichte Daten können nicht mehr gelöscht werden. Überlege dir deshalb immer gut, was du postest. Du solltest keine Fotos, Videos oder Texte veröffentlichen, die dir peinlich sein oder später einmal zum eigenen Nachteil verwendet werden könnten. Lade nur Daten hoch, von denen es dir egal wäre, wenn sie am nächsten Tag auf der Titelseite einer Zeitung veröffentlicht würden.
  • Halte deine persönlichen Daten geheim! Wohnadresse, Telefonnummer, Passwörter und so weiter gehen Fremde, aber auch Freunde und Freundinnen, nichts an. Verwende einen anonymen Nickname anstellen deines richtigen Namens, wenn es möglich ist.
  • Recht am eigenen Bild beachten. Verbreite keine Fotos oder Videos, die andere bloßstellen. Frage immer um Erlaubnis, ob die Abgebildeten mit der Veröffentlichung des Bildes oder Videos einverstanden sind.
  • Privatsphäre-Einstellungen aktivieren. In Sozialen Netzwerken solltest du immer wieder die Privatsphäre-Einstellungen kontrollieren. Diese ändern sich häufig und sind standardmäßig nicht immer auf der sichersten Stufe eingestellt. Du findest beispielsweise Privätsphäre Leitfäden auf der Saferinternet-Website und kannst anhand dieser Schritt-für-Schritt-Anleitungen deine Einstellungen regelmäßig durchgehen.
  • Unerwünschte Nutzer oder Nutzerinnen blockieren. Solltest du in einem Sozialen Netzwerk oder per Messenger belästigt werden, kannst du die Person auf die „Ignorier-Liste“ setzen, indem du sie blockierst, oder an die Betreiber oder die Betreiberin melden.

Was ist das "Recht am eigenen Bild"?

  • Das Recht am eigenen Bild besagt, dass weder Fotos noch Begleittexte, die „berechtigte Interessen“ der Personen auf dem Bild verletzen, veröffentlicht werden dürfen. Die Abgebildeten dürfen also nicht benachteiligt dargestellt, beleidigt oder herabgesetzt werden. Es reicht allerdings nicht, wenn sich der Abgebildete oder die Abgebildete auf einem Foto einfach nur hässlich findet – eine Bloßstellung muss nachvollziehbar sein und die abgebildete Person muss eindeutig erkennbar sein.
  • Frage dich: Möchte ich eine solche Aufnahme auch von mir selbst im Netz haben? Bedenke das auch, wenn du andere Personen auf einem Foto mit Namen markieren möchtest – nicht jedem ist das immer recht. Um sicher zu sein frage die Beteiligten immer vorher um Erlaubnis!

Die Handyrechnung ist zu hoch - wie kann ich das verhindern?

  • Bewusstes Handyverhalten: Sei dir bewusst, was das Telefonieren, SMS senden, Internet surfen und Ähnliches beim deinem gewählten Tarif kostet. Bei jedem Tarif gibt es Monatslimits. Wenn diese überschritten werden, können schnell hohe Kosten entstehen! Nutze Apps der Anbieter, mit denen sich jederzeit die verbrauchten beziehungsweise übrigen Einheiten (Telefonieren, SMS, Internet) überprüfen lassen.
  • Vorsicht bei angeblichen Gratis-Angeboten! Hinter manchen Werbeeinschaltungen auf Websites oder in Apps lauern handfeste Abzocke-Tricks. Lies dir immer das Kleingedruckte genau durch, bevor du einen Dienst in Anspruch nimmst! Es verbergen sich oft versteckte Kosten. Man sollte immer misstrauisch sein, wenn für eine vermeintlich kostenlose Leistung die persönlichen Daten angegeben werden müssen. Bei Problemen und Fragen hilft dir der Internet Ombudsmann weite oder du wendest dich an die Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer Tirol.

Darf ich Musik und Filme aus dem Internet downloaden?

Besonders beim Downloaden von Musik und Filmen bei Online-Tauschbörsen solltest du sehr vorsichtig sein. Der Download von illegal angebotener Musik ist unzulässig, wenn die Quelle nicht rechtmäßig ist, also die berechtigte Person die Datei nicht öffentlich zur Verfügung gestellt hat. Auch die Bereitstellung von Dateien ("Upload") verletzt oftmals bereits das Urheberrecht und ist daher verboten. Achtung: Bei vielen Tauschbörsen werden heruntergeladene Dateien automatisch für andere Nutzer und Nutzerinnen zum Download bereitgestellt – damit wirst du ebenfalls zum Uploader. Es gibt aber mittlerweile viele Websites, auf denen du gegen Bezahlung legal Musik-Dateien downloaden kannst. Privatkopien von CDs sind für den persönlichen Gebrauch erlaubt.


Wie erkenne ich seriöse Online-Shops?

Für den Oline-Handel gibt es, wie für viele andere Güter und Dienstleistungen auch, verschiedene Gütesigel. Diese beurteilen  Shops im Internet nach gewissen Kriterien und stellen somit eine Art Gutachten für die Händler und Händlerinnen aus.

Unter anderem gibt es das Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen. Es verleiht Shops, die gesetzliche und freiwillige Kriterien erfüllen und laufende Überprüfungen bestehen, ein Gütesiegel. Gibt es ein Problem, das Kunden und Kundinnen beziehungsweise Unternehmen nicht lösen können, führt das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen ein Schlichtungsverfahren durch und hilft bei der Lösungsfindung.

Weißt ein Online-Shop die folgenden Merkmale auf, solltest du vorsichtig sein!

  • Zu billig: Bei sensationell günstigen Preisen solltest du sehr skeptisch sein. Niemand schenkt dir was.
  • Glaubwürdigkeit: Ist der Anbieter nicht eindeutig durch Firmenname, Anschrift, Telefonnummer, Kontaktperson oder Kontaktstelle erkennbar, ist Vorsicht geboten.
  • Leistungsumfang: Achte darauf, ob Leistungsmerkmale der angebotenen Produkte und die Garantiebedingungen genau beschrieben sind.
  • Verständliche Preisangaben: Neben dem Produktpreis müssen auch alle zusätzlich anfallenden Kosten für Transport, Verpackung und so weiter angegeben werden. Geschieht dies nicht oder ist nur schwer erkennbar, solltest du aufpassen.
  • Sichere Zahlungsmöglichkeit: Der Online-Shop muss dir eine sichere Zahlungsmöglichkeit anbieten. Hände weg von einfachen Banküberweisungen vom eigenen Konto, bevor man die Ware erhalten hat. Hochwertige Online-Shops bieten darüber hinaus mehrere Zahlungsmöglichkeiten an.
  • Lieferzeit: Das Datum der voraussichtlichen Lieferung muss bereits ersichtlich sein, bevor der Kauf abgeschlossen wird. Ist dies nicht der Fall, solltest du dir den Kauf nochmals gut überlegen.
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen: Achte darauf, ob der Anbieter oder die Anbieterin seine oder ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen leicht zugängliche macht. Sind diese nur schwer zu finden, sollte man lieber vorsichtig sein.
  • Bewertungen: Viele Anbieter und Anbieterinnen veröffentlichen die Erfahrungen anderer Konsumenten, die bereits bei ihnen bestellt haben. Das kann bei der Auswahl des Online-Shops hilfreich sein. Oft werden solche Einträge aber von den Shop-Betreibern und Shop-Betreiberinnen selbst, oder in deren Auftrag verfasst. Es ist hilfreich sich auf mehreren Plattformen und Foren solche Bewertungen anzusehen.

Was ist Sexting?

Das Verschicken und Tauschen von eigenen Nacktbildern und erotischen Videos über digitale Medien. Grundsätzlich ist das Besitzen undVerbreiten von pornografische Aufnahmen von Personen unter 18 Jahren illegal und kann rechtliche Konsequenzen haben (§207a StGB - Kinderpornografie). Für Jugendliche gibt es jedoch Ausnahmen: Sind sie über 14 Jahre alt, dürfen sie sich im Einverständnis gegenseitig Aufnahmen schicken. Das bedeutet etwa, dass ein 16-jähriges Mädchen ihrem 17-jährigen Freund ein Nacktfoto von sich schicken darf. Weder das Versenden zwischen den beiden noch der Besitz des Fotos ist in diesem Fall für die Jugendlichen strafbar. Es ist über 14-Jährigen auch erlaubt, ihre eigenen Nacktaufnahmen besitzen, wenn sie zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch jünger als 14 Jahre waren.



Aktualisiert:

01
2020

Tipp

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