Online-Streaming


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Fernbedienung mit Netflixknopf

Was bedeutet Online-Streaming für deinen ökologischen Fußabdruck?

Traditionelles Fernsehen wird wohl immer unwichtiger. Im Jahr 2018 nutzen laut einer Umfrage 92% der Österreicher und Österreicherinnen Onlinedienste zum Streamen von Videos. Weitere 47% gaben an auch TV-Programme zu streamen. Außerdem ergab die Untersuchung, dass in Österreich Videospiele sowohl online gespielt als auch angesehen werden. (Quelle: www.statista.com)

Diese Zahlen machen deutlich, wie verbreitet und beliebt Onlinedienste in Österreich sind und man kann von den heimischen Zahlen vielleicht auch einen Rückschluss auf die weltweite Situation ziehen. Die Beliebtheit solcher Angebote hat nicht nur wirtschaftliche Folgen, sondern man sollte auch andere Bereiche nicht vergessen. Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, was Streaming für unseren Planeten bedeutet?

Viele junge Menschen engagieren sich für Umweltschutz und Klimawandel. Nicht nur Müllreduzierung, Recycling und fairer Handel sind Mittel zur aktiven Beteiligung am Klimaschutz. Energiesparen ist ebenfalls eine wichtige Größe in diesem Zusammenhang.

Was hat Streaming mit Klimaschutz zu tun? Viele glauben, dass es umweltfreundlicher ist Filme und Musik zu streamen, da es keinen Abfall verursacht. Immerhin verursachen DVDs und CDs eine Unmenge von Plastikmüll. Das stimmt zwar, aber in Bezug auf Umweltschutz und Klimawandel spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Alles im Internet braucht Energie – sehr viel Energie. Das gilt nicht nur für die Übertragung der Daten, sondern vor allem für die zu betreibenden Server, auf denen die ganzen Inhalte gespeichert sein müssen, damit sie jederzeit für uns zur Verfügung stehen. Diese müssen mit Strom versorgt und gekühlt werden. Dieser Energieaufwand wiederum verursacht CO2 und ein zu großes CO2-Aufkommen ist schädlich für unsere Umwelt und beeinflusst den Klimawandel.
 

Streamen oder zurück zur guten alten DVD oder CD?

Welche Möglichkeiten gibt es, um sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen? Weiterstreamen? Wieder DVDs und CDs kaufen? Ganz auf solche Unterhaltungsmöglichkeiten verzichten?

Keine Sorge – ganz auf Entertainment muss niemand verzichten, allerdings macht es sehr wohl einen Unterschied, welche Onlineportale man nutzt. Es gibt unterschiedliche Untersuchungen zur Qualität von Onlinediensten. Greenpeace hat unter anderem in einer Studie verschiedene Anbieter bezüglich ihrer Nachhaltigkeit miteinander verglichen und eine Art Rangliste erstellt. Jeder Streamingdienst wurde dann mit einem sogenannten „Clean Energy Index“ versehen. (Quelle: www.greenpeace.de)

Bei dieser Untersuchung waren Kriterien wie erneuerbare Energien zur Stromversorgung ausschlaggebend. Diesbezüglich haben sich YouTube und iTunes (sowie andere Angebote von Apple) als sehr ökologisch herausgestellt. Anwendungen wie zum Beispiel Whatsapp, Facebook und Google konnten ebenfalls Bestnoten erzielen. AmazonPrime liegt im schlechteren Mittelfeld und leider konnten Spotify und Netflix keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Viele andere Anbieter sind ebenfalls nicht gut beurteilt worden. Berücksichtigt man diese Ergebnisse, kann man zumindest mit der Auswahl des jeweiligen Dienstes einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
 

Wie beeinflusse ich Umwelt und Klima? Wie schaut mein ökologischer Fußabdruck aus?

Der ökologische Fußabdruck stellt die Fläche dar, die benötigt wird, um all die nötigen Rohstoffe und die Energie bereitzustellen, um vier wichtige Lebensbereiche zu versorgen. Dazu zählen:

  • Wohnen und Energie
    Wie groß ist deine Wohnung? Wie viele Leute wohnen in einer Wohnung? Welche Stromversorgung wird verwendet? Verwendest du Energiesparlampen oder schaltest du deine elektrischen Geräte ganz aus, wenn du sie nicht benötigst?
  • Konsum und Freizeit
    Wie oft gehst du shoppen und kaufst du dann neue Sachen, oder auch einmal etwas aus 2. Hand? Wie viel Geld gibst du für Freizeitaktivitäten aus und welche sind das? Trennst oder recycelst du den Müll?
  • Ernährung
    Wie oft isst du Fleisch oder Fisch? Trinkst du eher Leitungswasser oder Säfte? Stammen deine Lebensmittel aus der Region oder werden sie von weit her geliefert?
  • Verkehr und Mobilität
    Wie weit fährst du wöchentlich mit dem Auto? Mit welchem Treibstoff fährt das Auto? Benutzt du öffentliche Verkehrsmittel oder fährst sogar mit dem Rad? Wie weit entfernt sind deine Urlaubsreiseziele?

 

Was kann ich tun, um meinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern?

  • Stelle elektrische Geräte nicht auf Standby, sondern mach sie richtig aus oder zieh den Stecker.
  • Mach das Licht aus, wenn du dein Zimmer verlässt.
  • Trenne deinen Müll ordentlich.
  • Kauf öfter Second-Hand-Produkte. Damit schonst du die Umwelt und sparst auch noch Geld.
  • Benutze für kurze Wege das Fahrrad, für längere Fahrten lieber öffentliche Verkehrsmittel.
  • Benutze Recyclingpapier und nutze auch die Rückseiten zum Schreiben oder Zeichnen.
  • Kauf mehr frische Lebensmittel aus deiner Umgebung und iss mehr Gemüse.
  • Verwende Energiesparlampen.

 

Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck beim Streamen verbessern?

Streaming an sich ist nicht grundsätzlich schlecht, jedoch solltest du auf mehrere Punkte achten.

  • Weniger ist mehr. Stundenlanges Streaming ist nicht nur für dich ungesund, sondern belastet auch die Umwelt. Wähle dir die Inhalte gut aus und schaue dir den Film oder die Folge deiner Lieblingsserie bewusst an und lass dich nicht nur im Hintergrund beschallen, während du eigentlich etwas Anderes tust.
  • Überlege dir wo und wie du deine Inhalte konsumierst.
  • Vermeide es mehrere Onlinedienste gleichzeitig zu nutzen.
  • Vermeide es Filme und Serien über den mobilen Datentarif zu streamen. Das kann nicht nur zu Kostenfallen führen, sondern ist auch besonders schädlich für unser Klima, weil das besonders viel Energie braucht. (Quelle: www.n-tv.de)
  • Schaue oder höre dir öfter wieder einmal etwas im analogen Fernsehen oder Radio an.

 


Aktualisiert:

07
2020

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