Sicherheit


Verschlüsselung im Netz und bei WhatsApp

Wenn wir über das Internet, beispielsweise soziale Netzwerke, Apps und Mails, Inhalte verschicken, können diese oft von Fremden mitgelesen oder sogar verwendet werden. Diese Fremden sind etwa HackerInnen, Geheimdienste oder die Anbieter selber. Auch ohne dem Verschicken von Fotos, Videos und Texten können sich Apps Zugriff auf das Album und die Kontakte oder GPS-Daten holen. Grund dafür ist die Zustimmung zum Zugriff beim Herunterladen der jeweiligen App. Und letztlich kann sich auch jemand ganz ohne technisches Wissen alles vom Smartphone runterladen, was er möchte: Nämlich wenn das wertvolle Smartphone verloren oder gestohlen wird.

Um solche und weitere Gefahren zu vermeiden und sicherzugehen, dass die Daten auf dem Smartphone und die Inhalte, die verschickt werden, sicher sind, gibt es einige Einstellungsmöglichkeiten auf dem Smartphone. Diese sind nicht immer ohne Fachkenntnisse verständlich und können sich immer wieder ändern - zum Beispiel durch Updates des Betriebssystems oder App-Aktualisierungen.

 

Beispiel WhatsApp

Seit August 2016 werden die Nachrichten über WhatsApp mit einer "Ende-zu-Ende-Verschlüsselung" verschickt. Doch was ist diese Verschlüsselung und was bedeutet das für die NutzerInnen?
Nachrichten, die nicht nur über WhatsApp sondern bereits auch über sämtliche E-Mail-Anbieter und andere soziale Netzwerke, verschickt werden, werden auf dem Weg von der Absenderin/dem Absender zur Empfängerin/zum Empfänger verschlüsselt. Das bedeutet, dass nur die/der Sender/in und die/der Empfänger/in die Nachricht lesen können.

Weitere Informationen zur Verschlüsselung, zu App-Berechtigungen und Einstellungen zum Datenschutz findest du hier!


Ein sicheres Passwort ist mehr wert, als du denkst!

Da ist es nun, das erste Smartphone. Du bist super aufgeregt und richtest dir dein Konto ein, damit du es bald verwenden kannst. Spätestens da oder bei der Anmeldung in einem sozialen Netzwerk müssen wir ein Passwort erstellen. Viele verwenden einfache Passwörter - aus Angst es vergessen zu können oder weil man der Meinung ist, es sei nicht so wichtig. Welche Folgen das haben kann und Tipps, wie du ein sicheres Passwort erstellst, erklären wir dir in diesem Artikel.

Jedes Jahr gibt es Passwort Leaks – also Dokumente, in denen die beliebtesten Passwörter öffentlich gemacht werden. Diese Informationen können zum Beispiel durch Umfragen herausgefunden werden. Für Österreich gibt es keine Liste der meist benutzten Passwörter, dafür erstellt Deutschland jedes Jahr die Ergebnisse einer solchen Umfrage online.

Die Top 3 sind fast jedes Jahr gleich: Das beliebteste Passwort im Jahr 2017 ist „hallo“. Auf Platz 2 steht „passwort“, gefolgt von „hallo123“ auf Platz 3.

(Quelle: www.derstandard.at)

Dass diese Passwörter nicht sicher sind, wissen mittlerweile einige. Immer mehr Websiten und Portale verlangen nach längeren Passwörtern (z.B. mindestens 8 Zeichen), die Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und manchmal auch Sonderzeichen beinhalten müssen. Hat man sich einmal so ein kompliziertes Passwort überlegt, sollte man dieses nicht für jede Website zum Login verwenden – auch wenn es verlockend ist. Die Gefahr dass jemand, der dein Passwort herausfindet, sich Zugang zu all deinen Profilen und Konten verschafft ist zu groß. Am besten wäre es, für jedes Profil ein eigenes Passwort zu erstellen.

Damit du so viele Passwörter nicht vergisst, schreibe sie am besten auf einer Liste auf, die du zuhause versteckst. Wenn du sie auf deinem PC oder Smartphone speichern willst, dann verwende unbedingt sichere Passwortmanager, welche deine Passwörter in einer verschlüsselten Datenbank sichern, sodass niemand außer dir einen Zugriff darauf hat.
Beispiele für seriöse Passwortmanager findest du hier!


Mache es den anderen nicht einfach!

Gründe um dein Passwort zu knacken gibt es viele. Zugangsdaten werde gehackt um entweder auf die Unsicherheit deines Passworts hinzuweisen, Zugang zu persönlichen Daten zu verschaffen, mit denen man dich erpressen kann, für online Betrug oder andere kriminelle Handlungen. Aber es muss nicht immer ein professioneller Angriff sein. Es reicht schon, wenn du dein Passwort einer Freundin oder einem Freund verrätst, der dir im Streit eines auswischen möchte, sich mit deinem Konto anmeldet und gemeine Dinge und Fotos ins Netz stellt, die dir peinlich sein könnten. Verrate deshalb niemandem deine Passwörter!


Empfehlungen für ein sicheres Passwort

  1. Verwende ein langes Passwort mit verschiedenen Zeichen. Das Passwort sollte mindestens 8 Zeichen enthalten und eine Mischung aus Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (z.B. !, =, [ oder %). Sicher ist auch ein Passwort, das aus drei oder vier beliebigen aneinandergereihten Wörtern und Symbolen besteht. Je länger und komplizierter ein Passwort ist, desto schwieriger machst du es dem Angreifer oder der Angreiferin.

  2. Verwende keine Daten, die andere kennen könnten. Das heißt: Dein Name, dein Geburtsdatum oder deine Telefonnummer sollten nicht im Passwort enthalten sein.

  3. Verwende für jede Seite ein anderes Passwort. So kann sich niemand, der dein Passwort errät, auch auf deinen anderen Seiten anmelden.

  4. Schreibe deine Passwörter mit Hand auf einen Zettel. Verstecke ihn zuhause, wo nur du ihn finden kannst oder speichere die Passwörter in einem Passwortmanager.

  5. Aktualisiere deine Passwörter regelmäßig. Je länger du dasselbe Passwort beibehältst, desto mehr Zeit haben Hacker, um es herauszufinden. Auch wenn es mühsam klingt: Das Passwort sollte wenn möglich alle 3 Monate geändert werden.

Mit diesen Tipps, sollten dein Konto und deine Profile vor allen Angreifern und Angreiferinnen sicher sein.


Wie sicher ist dein Passwort?

Ob dein Passwort sicher ist und wie lange ein herkömmlicher PC braucht, um es herauszufinden, kannst du hier testen! (Deine Passwörter werden von der Seite NICHT gespeichert)

Einen lustigen Comic, der dir gleichzeitig auch Tipps gibt, wie du ein sicheres Passwort kreieren kannst, findest du hier!

Ob deine E-Mail Adresse gemeinsam mit persönliche Daten, wie deinem Geburtsdatum, deiner Telefonnummer oder Adresse, veröffentlicht und/oder missbraucht wurde, kannst du hier überprüfen!


Weitere Tipps zur sicheren Nutzung des Internets und zur Privatsphäre in sozialen Netzwerken, findest du auf der Website von Saferinternet oder bei uns im InfoEck!


Aktualisiert:

11
2017

Tipp

Facebook- und Instagram-Check

Alle InfoEck Standorte bieten einen kostenlosen Facebook-Check und Instagram-Check an. Wir schauen uns mit dir die Einstellungen auf Facebook und/oder Instagram an und zeigen dir wie du die Privatsphäre einstellst, damit deine Daten und Bilder nicht in falsche Hände geraten.

Wir helfen dir außerdem dabei, deine Daten von Facebook einzufordern oder wenn du dein Facebook- und/oder Instagram-Konto löschen willst.