Recht


Urheberrechte: Was ist erlaubt und was ist geklaut?

Was ist das Urheberrecht und wer ist ein/e Urheber/in?

Wenn ein Werk erschaffen wird, also zum Beispiel ein Lied komponiert, ein Foto geschossen oder ein Buch geschrieben wird, entsteht automatisch ein Urheberrecht. Die Person, die das Werk erschaffen hat, ist Urheberin ihres Werks. Die Urheberin oder der Urheber muss ihre oder seine Erlaubnis geben, wenn jemand ihr oder sein Werk verwenden, kopieren, veröffentlichen oder bearbeiten möchte. Wenn ein Werk ohne die Zustimmung der Urheberin oder des Urhebers verwendet wird, dann handelt es sich um eine Urheberrechtsverletzung. Das kann Strafen in verschiedenem Ausmaß zur Folge haben.

Was bedeutet das Urheberrecht für dich?

Wenn du zum Beispiel ein Foto machst, kannst du damit anstellen, was du möchtest. Du kannst es allen schicken, an die du es schicken willst, ins Internet hochladen und bearbeiten. Die Personen, an die du das Foto schickst, dürfen diese Sachen nicht machen, wenn du das nicht möchtest. Sie brauchen deine Erlaubnis, wenn sie es zum Beispiel weiterschicken möchten. Genauso brauchst du die Erlaubnis der Urheberin oder des Urhebers von einem Werk, das du nutzen möchtest. Es reicht nicht, wenn du unter einem Foto, das dir gefällt und du auf Instagram teilen möchtest, einfach den Namen der Urheberin oder des Urhebers nennst!
Das Gleiche gilt für Musik, Spiele und Filme. Achte zum Beispiel bei deinen Youtube-Videos, dass keine Musik im Hintergrund läuft, ohne dass du die Erlaubnis dafür hast. Das gleiche gilt für Spiele: Let's Play-Videos können zu hohen Strafen führen, wenn die Spielehersteller ihre Erlaubnis nicht dafür gegeben haben, dass das Spiel aufgenommen und auf Youtube veröffentlicht wird.

Merke dir: Nur weil es jemand anderer macht, heißt das nicht, dass es erlaubt ist (Vielleicht hat die- oder derjenige sogar um Erlaubnis gefragt oder einen Vertrag mit der Urheberin oder dem Urheber?)

Weitere Infos

Weitere wichtige Informationen, kostenlose Broschüren und Tipps zum Thema "Urheberrecht" findest du hier!


PEGI, USK, FSK: Bedeutungen und Unterschiede

Ob bei Apps, Filmen oder Computerspielen: Überall sehen wir bunte Kästchen (auf den DVD- und Spielhüllen meistens unten seitlich, bei den Apps meistens unter dem Namen der App) mit den Begriffen „PEGI“, „USK“ oder „FSK“ und irgendwelchen Zahlen. Wir informieren dich in diesem Artikel über die Bedeutung dieser Begriffe und die Rolle, die sie beim Kauf oder Download spielen.


PEGI

  • Alterseinstufungssystem für Computer- und Konsolenspiele sowie Apps
  • Europaweit einheitlich
  • Entscheidungshilfe für Eltern beim Kauf oder Download von Spielen 

PEGI ist die Abkürzung von „Pan-European Game Information“ und ein europaweites Alterseinstufungssystem für Computer- und Videospiele, das im Jahr 2003 in Kraft getreten ist. PEGI gibt Altersempfehlungen auf Spielen an, was vor allem Eltern die Entscheidung beim Kauf von Spielen erleichtern soll. Die Kennzeichnung sagt jedoch nichts über die Spielbarkeit (das heißt den Schwierigkeitsgrad oder die erforderlichen Fähigkeiten, die notwendig sind um das Spiel zu spielen) der jeweiligen Spiele aus. Außerdem bekommen Eltern mit der PEGI-Kennzeichnung keine Information dazu, ob das Kind durch das ausgesuchte Spiel etwas lernt. Eltern die mehr zu Vor- und Nachteilen bestimmter Spiele erfahren möchten, können sich dazu auf der Website der BuPP informieren (BuPP ist die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen im Bundesministerium für Familien und Jugend, die durch Spielebewertungen und -empfehlungen Eltern und Pädagog/-innen eine Orientierungshilfe beim Kauf bieten).

Ob PEGI ein Spiel für die Altersgruppe 3, 7, 12, 16 oder 18 empfiehlt, hängt von einigen Inhalten im Spiel ab, wie zum Beispiel Gewaltdarstellungen, sexuellen Handlungen, angsterzeugenden Geräuschen oder ob die Figuren im Spiel realistisch aussehen. Zusätzlich findet man auf der Rückseite des Spiels Inhaltssymbole mit bestimmten Bedeutungen. Mit diesen Symbolen rechtfertigt PEGI auch die vorhin erwähnten Alterskennzeichnungen.

Weitere Informationen gibt es auf der Website von PEGI oder auf der Website der BuPP


USK

  • Altersfreigabe für Computer-, Konsolen- und Onlinespiele zusätzlich zur PEGI-Kennzeichnung
  • Keine Rechtsverbindlichkeit in Österreich
  • Trotzdem Auswirkung auf den Verkauf und die Zurverfügungstellung von Spielen in Österreich

USK seht für „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“ und ist ein deutscher Verein, der Computer- und Konsolenspiele prüft und Altersfreigaben empfiehlt, die durch staatliche Vertreterinnen und Vertreter letztendlich festgelegt werden. USK unterteilt die Freigaben in die Altersgruppen 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren. Die Kennzeichnung legt fest, ab welchem Alter ein Spiel die Entwicklung der Spielerin oder des Spielers beeinflusst. Das hängt zum Beispiel von der Schwierigkeit des Spiels ab, welches Ziel darin verfolgt wird, ob Gewalt oder andere angstmachenden oder suchtfördernden Inhalte vorkommen.

Was den Verkauf von Computer- und Konsolenspielen im Tiroler Handel betrifft, haben wir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nur die Information der Mitarbeiterin eines Elektrofachhandels, in welchem auch Computer- und Konsolenspiele verkauft werden. Die Verkäuferinnen und Verkäufer müssen auf jeden Fall auf die PEGI-Kennzeichnung achten. Ist auf einem Spiel außer der PEGI-Kennzeichnung auch eine USK-Kennzeichnung vorhanden, was bei den meisten Spielen der Fall ist, dann gilt jene Kennzeichnung, die das höhere Alter vorsieht.

Die Altersfreigaben für Onlinespiele und Spiele–Apps werden von der IARC („International Age Rating Coalition“) festgelegt. Die USK ist ein Teil der IARC und übernimmt die Alters-Einstufungen, wobei diese Alters-Einstufungen von der USK regelmäßig überprüft werden.

Weitere Informationen zur USK findest du auf der Seite des österreichischen Bundeskanzleramts, der BuPP und auf der Website der USK


FSK

  • Altersfreigabe von Filmen auf Grundlage des deutschen Jugendschutzgesetzes
  • Keine Rechtsverbindlichkeit in Österreich
  • Eigene Altersbeschränkungen bei Filmvorführungen im Kino und bei Veranstaltungen

FSK ist die Abkürzung von „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“ und ist im deutschen Jugendschutzgesetz verankert. Die Altersklassen sind dieselben wie bei USK, also 0, 6, 12, 16 und 18 Jahre. In Österreich gibt es keine eigene Jugendschutz-Kennzeichnung. Einzelne Bundesländer in Österreich verweisen in ihren Jugendschutzgesetzen auf die FSK-Regelung. 

In Tirol bestimmt die Abteilung „Gemeinden“ mithilfe von Sachverständigen die Altersgrenze für Kinder und Jugendliche für Filme im Kino und bei Veranstaltungen. In Tiroler Kinos darf die Altersgrenze um 3 Jahre unterschritten werden, wenn das Kind den Film in Begleitung einer/eines Erwachsenen anschaut .

Wir haben bei einem Elektrofachgeschäft in Tirol nachgefragt, wie der Verkauf von Filmen geregelt ist: Die Mitarbeiterin sagte uns, dass sich die VerkäuferInnen an die FSK-Kennzeichnungen halten müssen. Diese scheinen beim Scannen des Barcodes des Spiels auf ihrem Monitor auf, woraufhin sie gegebenenfalls den Ausweis kontrollieren müssen. Im Fernsehen sind österreichische Sender dazu verpflichtet, Filme zu kennzeichnen, wenn sie bestimmte kinder- und jugendgefährdende Inhalte ausstrahlen. Dies passiert durch bestimmte Symbole oder akustische Information vor Beginn des jeweiligen Films. Außerdem sind sie verpflichtet, für Kinder und Jugendliche ungeeignete Filme zu Uhrzeiten auszustrahlen, zu denen jüngere Menschen in der Regel nicht fernsehen, also sehr spät am Abend oder in der Nacht).

Weitere Informationen gibt es auf der Website vom Bundesministerium


Im Tiroler Jugendschutzgesetz werden im Vergleich zum Jugendschutzgesetz anderer Bundesländer (z.B. Salzburg und Kärnten) keine der drei Kennzeichnungen erwähnt. Dafür steht deutlich drin, dass Medien, die Gewalt oder sexuelle Darstellungen beinhalten, Kindern nicht angeboten, vorgeführt, zugänglich gemacht oder weitergegeben werden dürfen.

Du solltest auf jeden Fall auf die Altersfreigaben achten und dich vor dem Kauf von Spielen über diese informieren. Das kannst du zum Beispiel auf der Seite der BuPP, die aktuelle Spiele testet, bewertet und Empfehlungen schreibt: bupp.at/de


Aktualisiert:

11
2017

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