Shishas, Liquids und Snus - Wer kennt sich aus?


Wasserpfeifen - Shishas

Wasserpfeifen kommen ursprünglich aus dem arabischen Raum und sind inzwischen auch bei uns beliebt. In einigen Cafés und Bars in Tirol kann man inzwischen auch eine Shisha, wie eine Wasserpfeife auf arabisch heißt, konsumieren. Eine Wasserpfeife wird oft nicht alleine geraucht, sondern meistens von einigen Personen zusammen konsumiert. Wasserpfeifentabak gibt es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie etwa Minze, Apfel, Melone und noch viele mehr. Die Annahme, dass das Wasser die im Tabak enthaltenen Schadstoffe filtert stimmt nicht, das Wasser dient nur der Kühlung des Rauches.

Der direkte Vergleich einer Wasserpfeife mit einer Zigarette ist schwierig, da die Dauer des Rauchvorganges sehr unterschiedlich ist. Während eine Zigarette meist in 5 bis 10 Minuten fertig geraucht ist, dauert der durchschnittliche Rauchvorgang einer Wasserpfeife 50 Minuten. Eine Zigarette wird meistens alleine geraucht, eine Wasserpfeife wird oft geteilt. Trotzdem ist eine Wasserpfeife keinesfalls gesünder als normale Zigaretten. Die Werte für Nikotin, Kohlenmonoxid und Teer sind nach dem Rauchen einer Wasserpfeife höher als nach dem Rauchen einer Zigarette.

Da der Wasserpfeifenrauch aromatisiert und durch das Wasser gekühlt wird, ist er weniger unangenehm zu rauchen als Zigarettenrauch. Dadurch sind Wasserpfeifen auch für NichtraucherInnen und junge Menschen attraktiver. Studien des Bundesinstituts für Risikobewertung haben ergeben, dass das Rauchen einer Wasserpfeife den Umstieg auf normale Zigaretten fördert. Eine weitere Gefahr bei der Wasserpfeife ist das oft gemeinsam genutzte Mundstück. Wenn sich mehrere Personen ein Mundstück teilen, kann es zur Übertragung von Infektionskrankheiten wie Beispielsweise Herpes oder Tuberkulose kommen.

Insgesamt hat das Bundesinstitut für Risikobewertung Wasserpfeifen als mindestens gleich Schädlich wie Zigaretten eingestuft. Sie machen durch ihren erhöhten Nikotingehalt leichter süchtig und sprechen durch den verträglicheren Rauch auch NichtraucherInnen an. Wasserpfeifen fallen in Tirol unter das Jugendschutzgesetzt und dürfen ab 16 Jahren konsumiert und erworben werden.

Weitere Informationen findest du auf der Webstite von feel-ok

E-Zigaretten

Es gibt viele unterschiedliche Namen für die E-Zigarette: elektronische Zigarette, E-Shisha, vaporiser und noch viele mehr. Der Aufbau einer solchen E-Zigarette ist jedoch immer der Gleiche: Sie besteht aus einem Akku, einer Verdampfer-Einheit und einer Kartusche mit der zu verdampfenden Flüssigkeit (Liquid). Die Flüssigkeit wird mithilfe von Strom aus dem Akku in der Verdampfer-Einheit zu Dampf umgewandelt und dieser Dampf wird anschließend eingeatmet. Ähnlich wie bei der Wasserpfeife gibt es hier viele unterschiedliche Aromen die für einen speziellen Geschmack sorgen.

Es gibt Liquids sowohl mit als auch ohne Nikotin. Zurzeit gibt es noch sehr wenige Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten. Manche der im Liquid enthaltenen Stoffe sind genauso Krebserregend wie die Inhaltsstoffe von normalen Zigaretten. Das Nikotin in E-Zigaretten hat die gleichen Auswirkungen wie das Nikotin in normalen Zigaretten. Es macht abhängig, verengt die Blutgefäße und stört die Durchblutung.

In Österreich wird der rechtliche Umgang mit E-Zigaretten von den Bundesländern geregelt. In Tirol ist der Verkauf von E-Zigaretten, unabhängig davon ob die Liquids Nikotin enthalten oder nicht, erst ab 16 Jahren erlaubt.

Weitere Informationen auf der Seite von feel-ok

Snus

Unter Snus versteht man feingehackten, halbfeuchten Tabak der normalerweise in kleinen Säckchen verpackt unter die Ober- oder Unterlippe geschoben wird. Dort gibt Snus über die Dauer von 10 bis 15 Minuten Nikotin direkt über die Schleimhaut ins Blut ab. Um den Effekt zu verstärken werden dem Snus oft Salzkristalle beigemengt. Glassplitter sind im normalen Snus, entgegen Gerüchten dieser Art, nicht enthalten. Snus wird weder gekaut noch geschluckt.

Achtung! In manchen Sorten von Snus ist deutlich mehr Nikotin enthalten als in einer Zigarette, dies kann zu einer Nikotinvergiftung führen!

Da der Tabak nicht geraucht wird, kommt es nicht zu Lungenkrebs und anderen Atemwegserkrankungen, die beim Rauchen von Zigaretten ansonsten häufig auftreten. Dafür führt der Gebrauch von Snus zu einem erhöhten Risiko von Krebserkrankungen im Mund- und Rachenraum. Nikotin ist in Snus genauso wie in herkömmlichen Tabak enthalten und kann auch zu einer Abhängigkeit führen. Der Handel mit Snus ist in der gesamten EU mit der Ausnahme von Schweden verboten. Das bedeutet das Snus legal über das Internet erworben werden kann.

Der Konsum von Snus fällt unter das Jugendschutzgesetz und ist in Tirol ab 16 Jahren erlaubt.

Weitere Informationen zum Thema Snus bekommst du auf der Website von feel-ok


Aktualisiert:

11
2018

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