Energiedrinks


Jeder und jede kennt sie, viele trinken sie auch gerne: Energydrinks. Energydrinks haben sich von einem Nischenprodukt zu einem beliebten Getränk entwickelt, gerade bei Jugendlichen. Eine Studie der europäischen Behörde für  Lebensmittelsicherheit hat 2017 ergeben, das 68% der 10 bis 18-Jährigen regelmäßig Energydrinks konsumieren und dass der erhöhte Konsum bedenklich und sogar gefährlich ist. Wir haben hier ein paar wichtige Informationen zum Thema Energydrinks für dich zusammengefasst.

Was ist drinnen? Energydrinks bestehen hauptsächlich aus Wasser, Koffein, Zucker und anderen Zusatzstoffen. Der wichtigste Inhaltsstoff ist Koffein. Es wirkt beim Konsum auf das Herzkreislaufsystem und auf das Nervensystem. Der Puls und der Blutdruck steigen und man fühlt sich energiegeladen. Dieser Effekt hält maximal ein paar Stunden an. Also muss man, um diesen Effekt aufrecht zu halten, immer mehr Energydrinks zu sich nehmen.

Warum soviel Zucker? Der Zuckergehalt von Energydrinks ist kritisch zu sehen. Eine 250 ml Dose  enthält im Schnitt 9 Stück Würfelzucker und hat auch viele Kalorien. Hoher Zuckerkonsum bringt ein erhöhtes Risiko für Übergewicht, Diabetes und Karies mit sich. Der Zucker liefert schnelle Energie, macht den Energydrink süß und soll den bitteren Geschmack des Koffeins überdecken. Die anderen Zusatzstoffe wie Taurin, Inosit, Glucuronolacton und B-Vitamine sind chemisch hergestellte Stoffe. Der Körper kann diese Stoffe jedoch entweder selber herstellen oder man nimmt sie über eine ausgewogene Ernährung auf. Der Mensch muss diese Stoffe also nicht künstlich zu sich nehmen, da sie keinen Effekt haben.

Risiko Koffein: Die meisten Risiken und Gefahren stehen in Zusammenhang mit dem Koffein. Jugendliche sollten nicht mehr als 3 Milligramm (mg) Koffein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen. In einer 250 Milliliter Dose sind etwa 80 mg Koffein enthalten. Bei jemanden, der zum Beispiel 53 Kilogramm wiegt, liegt die Tageshöchstdosis an Koffein bei 159 mg. Das heißt diese Person sollte im Idealfall nicht mehr wie zwei Dosen pro Tag trinken.
Wenn zu viel Koffein konsumiert wird, kann es zu einer Reihe von Nebenwirkungen wie Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Herzrasen, Wahrnehmungsstörungen und im allerschlimmsten Fall zum Kreislaufkollaps kommen.
Bei einer Studie der kanadischen Waterloo Universität, bei der über Zweitausend 12 bis 24-Jährige befragt wurden, klagten über die Hälfte der Jugendlichen, die regelmäßig Energydrinks konsumieren, über solche Nebenwirkungen.

Energydrinks und Alkohol: Vorsicht ist auch bei der Kombination von Alkohol mit Energydrinks geboten. Das Koffein im Energydrink verschleiert die Wirkung des Alkohols. Man fühlt sich dadurch weniger betrunken und weniger müde als man wirklich ist. Die dadurch erhöhte Risikobereitschaft kann zu mehr Unfällen und gefährlichen Situationen führen. Auch verschleiert der süße Zucker den Geschmack des Alkohols und kann dazu verleiten, zu viel Alkohol zu trinken.

Energydrinks sind kein Ersatz für Wasser und sollten mit Bedacht konsumiert werden. Mit Maß und Ziel spricht aber nichts dagegen, sich hin und wieder einen Energydrink zu genehmigen. Wichtig ist dabei das Bewusstsein über die Wirkung und Risiken des Konsums von Energydrinks, vor allem in Kombination mit Alkohol.


Aktualisiert:

10
2018

Tipp

Weitere Informationen

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