Safer Internet Day 2013



Anlässlich des Safer Internet Day`s, einem jährlichen Aktionstag auf Anregung der Europäischen Kommission, der am 5. Februar 2013 bereits zum 10. Mal stattgefunden hat, zeigen AK Tirol und InfoEck - Jugendinfo Tirol auf, wie wichtig der sensible Umgang mit elektronischen Medien und Telekommunikation ist. In dieser Woche wird verstärkt informiert und es finden in verschiedenen Jugendzentren Tirols Facebook-Checks statt.

Problem Datenmissbrauch
Mit der verstärkten und immer selbstverständlicher werdenden Nutzung ist in den letzten Jahren allerdings auch die Gefahr gestiegen, dass nicht mehr nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche im Internet ungewollt auf unseriöse Seiten stoßen oder mit Datenmissbrauch konfrontiert werden. Schutz persönlicher Daten und Wissen über Risiken ist wichtig. Deshalb ist das InfoEck regelmäßig in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen zu Besuch, um über persönliche Daten, Datenschutz im Netz, Urheberrecht, Nutzungsrecht, Recht am eigenen Bild, uvm. zu informieren und bietet in Kooperation mit Saferinternet.at Workshops für SchülerInnen, Lehrende und Eltern an. Das InfoEck hilft den Jugendlichen, die persönlichen Einstellungen auf den neuesten Stand zu bringen, damit sie nicht ungewollt in unangenehme Situationen geraten.

Problem Kostenfallen
Bei den zahlreichen und mitunter komplizierten Vertrags- und Tarifmodellen für Handy- und Internet-Providerverträgen ist es nur sehr schwer möglich, den Überblick und vor allem die volle Kostenkontrolle zu behalten. Viele Beschwerdefälle in der Konsumentenberatung der AK Tirol betreffen Telefon- und/oder Internetrechnungen in Höhe von mehreren hundert bis zu tausenden Euro, pro Monat wohlgemerkt. Die größten Kostenfallen sind die mobile Internetnutzung mit vertraglich begrenztem Datenvolumen, Telefonie und Internetnutzung im Ausland ("Roaming") sowie Mehrwert- oder sogenannte "M-Commerce"-Dienste (z.B. Abos für Bilder, Klingeltöne, Infos, usw., Programm-Downloads via Apps).

Gegen ungerechtfertigte bzw. nicht nachvollziehbare Forderungen kann bei der Betreiberin bzw. beim Betreiber Einspruch erhoben werden. Wenn das nichts hilft, ist ein kostenloses Schlichtungsverfahren bei der RTR GmbH möglich.

Problem Gaunereien im Internet
Aktuell kursieren falsche Emails, mit denen Beträge für angebliche Bestellungen sowie Kosten für eine angebliche Rückbuchung von den erstaunten Konsumenten gefordert werden. Die falschen E-Mails sind als Bestätigung für angeblich bestellte Ware getarnt und mit Forderungen verbunden. Darin wird sogar mit einer Klage vor Gericht gedroht. Öffnet man die der E-Mail angehängte Datei (Zip-, EXE- oder PDF-Files), so läuft man Gefahr, seinen Computer mit einem Schadprogramm zu infizieren.

Bei anderen E-Mails wird behauptet, die Bank, Kreditkartenfirma oder sonstiges Unternehmen müsste die Konto- oder Bankdaten abgleichen und man wird zur Eingabe dieser Daten aufgefordert. Hier läuft man Gefahr, dass die sensiblen Daten, wenn sie einmal bekanntgegeben wurden, für betrügerische Abbuchungen verwendet werden.

Auch bei "besonderen Schnäppchen" im Internet ist Vorsicht geboten. Wenn zum Beispiel Designermode, Parfüms, Uhren, Schmuck oder Handys spottbillig gegen Vorauskasse angeboten werden, wird die Ware oft nie geliefert. Insbesondere wenn Designerware zu Schnäppchenpreisen angeboten wird, folgt häufig das böse Erwachen - es handelt sich dabei in vielen Fällen um den typischen "Vorauszahlungsbetrug - man bezahlt vorab auf ein Konto (meist im Ausland) und erhält nie die bestellte Ware. Die gefälschten Shopseiten sind oft nur wenige Tage online, daher sind auch die Hinterfrauen bzw. Hintermänner meist nicht greifbar.

In Anbetracht der Fülle unseriöser Angebote und betrügerischer Tricks gilt:
Seien Sie skeptisch, vor allem wenn das Angebot zu verlockend erscheint oder jemand, den Sie gar nicht kennen, vorgibt, Ihnen etwas schenken zu wollen. Beantworten Sie niemals Anfragen zu Ihren Bankdaten per E-Mail oder Telefon und überweisen Sie niemals ungeprüft Geldbeträge an Ihnen unbekannte Personen. Wenn Sie sich auf einer Webseite registrieren müssen, um etwa Kochrezepte herunterladen zu können, lesen Sie die Bedingungen und suchen Sie nach dem sprichwörtlichen Haken - es gibt zahlreiche Webseiten mit Gratisinhalten, bei denen keine Registrierung erforderlich ist.

Beratungsangebot nutzen
Niemand ist absolut sicher vor Gaunereien, Datenmissbrauch und Kostenfallen - deshalb ist es wichtig, nicht den "Kopf in den Sand zu stecken" sondern sich mit Risiken und Kostenfallen im Internet auseinandersetzen und zu lernen, Gefahren zu erkennen, Probleme zu lösen oder überhaupt gleich am besten ganz zu vermeiden. Für alle Probleme gibt es eine Lösung. Dabei sind die Konsumentenschützer der AK Tirol und das Team des InfoEck - JugendInfo Tirol jederzeit gerne mit Infos, Beratung und Facebook-Checks behilflich.

Mehr unter www.ak-tirol.com und www.mei-infoeck.at


Aktualisiert:

09
2017

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