Erasmus+ Infomesse



Ich landete auf diesem Green Event Tirol des InfoEcks zum EU-Programm Erasmus+ im Haus der Begegnung, an einem Montagabend. Das erste Treffen dieser Art hier in Tirol, welches mein Deutsch herausgefordert und mein Interesse und meine Neugierde provoziert hat. Auf die Kunst des gemeinsamen Denkens konzentriert wurden viele nationale und regionale Organisationen eingeladen, um eine Erfahrung für uns alle zu ermöglichen – Gespräche, die große Bedeutung haben für alle, die sich international beteiligen möchten!

Nicht allzu lange nach der Eröffnung der Veranstaltung, den herzlichen Grüßen, dem Rest der warmen Worte und dem Lächeln der Organisatorinnen und Organisatoren merkte ich wie meine Aufmerksamkeit sich auf einen anderen Ort richtete: ich erblickte den Gebärdensprache-Übersetzer. Ich kannte das Thema von den Vortragenden, aber ich konnte sie nicht genau verstehen und vor allem habe ich es nicht versucht. Ich war auf die Gesten des Übersetzers konzentriert. Seine Hände enthüllten mehr als die Worte des Redners wohl taten. Er kreiste etwas ein, als ob er etwas Unsichtbares in der Luft zusammenbringen wollte. Ich konnte raten, was er versuchte, zu veranschaulichen, aber vor allem stellte ich es mir vor: Die Hände offenhaltend, als ob er etwas halten würde: Möglichkeiten, Schätze, Chancen, etwas Erfüllendes. Beide Hände Kreise zeichnend - viele Menschen, viele Farben, Gewürze... Ein Cocktail! Ja, ich war ziemlich sicher, dass sie über eine einzigartige Mischung sprachen, etwas Starkes aber Angenehmes, eine Erfahrung, einen Versuch.

Egal, wie lange eine Person eine der von Erasmus+ angebotenen Möglichkeiten wagen würde - von einer Woche bis zu einem Jahr (oder in anderen Worten „cocktailweise“ - von einem Schuss zu einem großen Schluck), junge Menschen werden mehr denn je ermutigt und unterstützt, sich ins Streben nach Entdeckung und ins Ausprobieren dieser neuen bereichernden Erfahrung zu stürzen!

Elegant wollten die Organisatorinnen und Organisatoren darauf hinweisen, dass dies auch eine umweltfreundliche Veranstaltung ist, indem sie die Besucherinnen und Besucher freundlich aufforderten, unseren „grünen“ Aufzug (das ist die Treppe) zu verwenden. Was ich allerdings nicht bemerkte, war ein weiterer Aspekt der grünen Initiative: Als ich wieder das Publikum beobachtete, war ich überrascht zu sehen, dass eine der Damen von einem jungen Mann ein Flugblatt zurückforderte. Es endete friedlich und auch mit der offensichtlichen Zustimmung des Jugendlichen. Später erkannte ich, dass es nur eine Webseite mit weiteren Informationen enthielt, und so einige gute Menge an Papier sparte. Nein, ich habe nicht gesehen, dass viele Flugblätter übergeben wurden, aber ich sah viel freundlichen, warmen Händedruck. Absichtlich oder nicht wurde ich Zeugin davon, dass diese Veranstaltung Auswirkungen auf noch mehr Aspekte hatte, die Kette verkürzte und die Menschen zusammenbrachte. Und mein Gefühl ist, dass die Kette größer und stärker wird, sich außerhalb dieses Raumes und dieser Zeit ausdehnt. Ich hatte die Chance mehrere Personen zu treffen und mit ihnen zu sprechen. Vor allem Lehrpersonen, die da waren, um nicht nur eine Hand in diese Kette zu stecken, sondern wie der hinduistische Gott Shiva, so viele Hände wie ihre Schülerinnen und Schüler haben, um mit ihnen alle Chancen und Herausforderungen, die ihnen angeboten werden, zu teilen.

Überlege ich mir das Ergebnis der Veranstaltung, finde ich sie bereits erfolgreich. In der Atmosphäre des Teilens anstelle des Vortragens schienen alle Sorgen und Ängste kleiner und leichter zu überwinden. Wir haben es nun geschafft, einen Teil der Meilensteine und Chancen zu offenbaren, auf der Reise hinaus aus der Komfort-Zone. Ein Geist, der einmal den Funken gefangen hat, kann nicht so leicht von seinem Ziel abgebracht werden! Ich glaube, dass alle Teilnehmenden dieser umweltfreundlichen Erasmus+ Veranstaltung, egal ob Besuchende oder Veranstaltende, die Senderinnen und Sender der Nachricht sind, die Anzünder! Und ihre Begeisterung macht klar, dass das Feuer entfacht wurde und obwohl es ein langer Weg von dem einzelnen Zündholz war, ist es jetzt ein hell loderndes Feuer!

Verfasserin: Boryana Svetichkova, EFD-Freiwillige in Tirol

 

Das Video zur Veranstaltung gibt es auf Youtube unter diesem Link.

Es wurde von Europäischen Freiwilligen gedreht.


Aktualisiert:

11
2017

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