Zusammen ist man weniger alleine


Die Schauspieler und Schauspielerinnen des Stückes in ihren Kostümen vor den Bühnenrequisiten

Zusammen ist man mehr im Theater!

Am Samstag den 20.5.2017 fand im BogenTheater, hier in Innsbruck, die Premiere von dem Stück „Zusammen ist man weniger allein“ satt und allein war man an diesen Abend auf keinen Fall.

Für alle, die das BogenTheater nicht kennen: Das BogenTheater ist ein kleines Theater in einem Viaduktbogen in Innsbruck. Der wenige Platz, den das Theater dadurch hat, wird komplett ausgenutzt. Das Theater ist vollausgestattet mit einer Bühne, worauf zirka 10 Personen, sowie einige Requisiten, Platz haben. Der Zuschauerbereich ist ausgelegt für zirka 50 Leute und nach einer Vorstellung können sich die Zuschauer und Zuschauerinnen an einer kleinen Bar erfrischen. An dem Abend der Premiere war das Theater mehr als nur voll. Für den Abend wurden noch extra Stühle bereitgestellt, damit niemand stehen musste.

Die Theateradaption, vom gleichnamigen Buch von Anna Bechstein, begann mit einem Monolog von Großmutter Paulette, gespielt von Angelika Horeczky, über die Leiden des Alteres und die Bedeutung von Altersheimen. Paulette ist die Großmutter von Koch Franck, gespielt von Dominik Kapferer, welcher einer der Hauptcharaktere ist. Da Franck als Koch viel beschäftigt ist, versucht er seine wenige Freizeit mit seiner Großmutter zu verbringen und sich um sie zu kümmern. Das geht leider auch nicht immer, da Franck nicht bei ihr, sondern mit dem stotternden Historiker Philibert, gespielt von Simon Hölzl, in einer alten Pariser Wohnung, zusammenlebt. Obwohl beide meist wenig miteinander unternehmen, wird das Zusammenleben auf den Kopf gestellt, als Philibert die mysteriöse Camille, gespielt von Ophelia Grozeva, aufnimmt. Dies verursacht viel Ärger in der Wohngemeinschaft, aber auch viel Gutes.
Das Stück selber spielt hauptsächlich in der Wohngemeinschaft, wofür die ganze Bühne perfekt ausgenützt wird und voll möbliert war. Dadurch kann das Gefühl übermittelt werden, wie das Leben in dieser Wohngemeinschaft sein muss, während das Stück gleichzeitig Themen wie Alterspflege und die Verklemmtheit von sozialen Normen kritisiert. Das Stück dreht sich aber nicht, wie man zuerst vermutet, nur um das Leben von einem der Charaktere, sondern um die einzelnen Lebensgeschichten dieser vier Personen und wie diese miteinander verschmelzen und eine neue und schönere Geschichte bilden. Denn wie der Name des Stückes sagt, zusammen ist man weniger allein.

Ein grandioses Stück, welches einen zum Denken, aber auch zum Lachen bringt. Diese Scherze erhellen nicht nur die Stimmung der Zuschauer uns Zuschauerinnen, sondern bringen sogar die Regisseurin zum Lachen. Ein Must-Watch für alle Theatergeher und Theatergeherinnen und die, die es noch werden wollen. Weitere Informationen zu den kommenden Vorstellungen findet man unter www.bogentheater.at.
Damit möchte ich dieses Review mit einem richtigen Kritiker-Poster-Zitat beenden: „Masterfull(y)!"

- von Arthur Mohl (verfasst am 22.06.2017)


Aktualisiert:

11
2017

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