Erin Summerill - Auf immer gejagt


Allgemein

Titel: Auf immer gejagt
Autorin: Erin Summerill
Übersetzt von: Nadine Püschel
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Carlsen Verlag
Seitenanzahl: 416
ISBN: 978-3-551-58353-6
Preis: 19,99 € [D], 20,60 € [A]


Autorin

Erin Summerill lebte anfangs in England, zog jedoch öfters um, so wuchs sie in Hawaii, Kalifornien und Utah auf. Nachdem sie Literaturwissenschaft in Salt Lake City studiert hatte, wurde sie Hochzeitsfotografin und begann zu schreiben. Sie reist gerne und viel. Mit ihrer Familie, zwei Hunden, einer Katze, einigen Hühnern und sehr vielen Büchern lebt sie heute in Utah. „Auf immer gejagt“ ist Erin Summerills erstes Buch.


Handlung

Tessa wird in ihrem Dorf im Königreich Malam nur geduldet, denn ihre Mutter war Seelenleserin, eine Art von Hexe, die hier verfolgt wird. Auch dass ihr Vater königlicher Kopfgeldjäger war, hilft ihr nach dessen Tod nicht mehr weiter. Doch dann wird sie beim (verbotenen) Wildern erwischt und bekommt einen Handel vorgeschlagen: Sie muss den Mörder ihres Vaters finden um sein Leben gegen ihres Einzutauschen. Sonst müsste sie wegen ihrer Tat sterben. Auch Tessa will Rache, doch das Ganze hat einen Haken: Dieser Mörder scheint Cohen zu sein. Der Cohen, den ihr Vater mit ihr ausbildete und die Person, die Tessa heimlich seit langem liebt. Sie kann es eigentlich nicht glauben, aber ihre Gabe, Lügen zu erkennen, sagt ihr, dass dies die Wahrheit ist. Doch genau diese Gabe könnte Tessa das Leben kosten, denn jeder, der eine Verbindung zur Hexerei haben könnte, kommt an den Pranger.


Persönliche Meinung

Das Buch spielt in einer fiktiven Welt, die der unseren vor einigen hundert Jahren ähnelt, nur dass es wirklich „Hexen“ gibt. Tessa, die Protagonistin, lebt im Königreich Malam und kennt sich von klein auf mit Jagen, Wald und Natur bestens aus. Sie erzählt auch das Buch in der Ich-Perspektive und im Präsens. Anfangs erlebt man ihren „Alltag“ seit dem Tod ihres Vaters, denn nun muss sie alleine leben und sich selbst versorgen. 
Tessa als Person zeigte mir nur wenige Charakterzüge. Ihre „Gabe“ nimmt einiges an Platz in Anspruch, ich als Leserin fand sie jedoch eher kontraproduktiv, denn wenn sie sowieso schon weiß, ob jemand die Wahrheit sagt, nimmt das meiner Meinung nach einiges an Spannung weg. Trotzdem gehört es zur Geschichte und manchmal ist es sicherlich auch ganz praktisch.
Tessas Beziehung zu Cohen ist (wie man sich denken kann) recht kompliziert, ein bisschen dieses typische Jugendbuch-Liebesdrama. In diesem Fall störte es mich nicht besonders, da es doch nicht allzu viel Platz einnahm. Nichtsdestotrotz hoffe ich, in den nächsten Büchern neue Ansätze zu Romanzen zu finden. Allgemein wird in diesem Buch wenig ins Detail gegangen, was aber auch immer wieder Platz für die eigene Phantasie lässt. Andererseits war komischerweise Tessas weißblondes Haar für mich bis zum Schluss schwarz.
Die Handlung ist flüssig geschrieben, die Geschichte braucht jedoch ein bisschen länger, bis sie ins Rollen kommt. Leider fand ich es bis zum Schluss nur mäßig spannend, aber da es der Auftakt einer Trilogie ist, hat die Geschichte noch Potenzial, Spannung und nicht allzu offensichtliche Plot-Twists aufzubauen. Ebenfalls interessant finde ich, dass ich trotz der nicht wirklich schwierigen Schreibweise und der knappen 400 Seiten doch (für meine Leseverhältnisse) recht lange brauchte, um es fertig zu lesen. Trotzdem dachte ich nicht daran, es wegzulegen. Am Ende noch ein kleiner Hinweis: unbedingt unter den Schutzumschlag des Buches schauen, denn dort wird man einen wunderschönen, magischen Wald finden.

- Berit Neumayr, verfasst am 12.11.2017


Das Buch wurde von der Buchhandlung liber wiederin zur Verfügung gestellt.

 

 


Aktualisiert:

12
2017

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