Crankworx 2017


  • Ein Mountainbikefahrer, der einen Trick in der Luft macht.
    High Jump
  • Ein Bild der Strecke vom Mountainbike-Event.
    Location Check
  • Ein Downhillfahrer im Sprung.
    Final Round
  • Die Umgebung des Crankworxs. Ein See mit einem Schwimmtier.
    Abkühlung
  • Zwei Mountainbike Athleten beim Sprung.
    Action Pur
Ein Mountainbikefahrer, der einen Trick in der Luft macht

Das aus der kanadischen Stadt Whistler stammende Bike-Festival feierte heuer seine Tirol- Premiere. An fünf aufeinanderfolgenden Tagen matchten sich die besten Freeride-Mountainbiker und Mountainbikerinnen der Welt in verschiedenen Disziplinen von "Whip Off" über "Dual Speed & Style" bis zu "Downhill".
In Kanada ist das Crankworx Festival seit über 10 Jahren ein Event mit mehr als 100.000 Zuschauern, während es in Europa noch weitgehend unbekannt ist. Doch das "Air+Style der Mountainbiker" erfreut sich auch bei uns einer zunehmenden Beliebtheit. Nicht zuletzt durch den Nordkette Single Trail, der als einer der anspruchsvollsten Trails Europas gilt, boomt die heimische Biker-Szene. 300 Athleten und Athletinnen aus der ganzen Welt garantierten beim Crankworx 2017 ein Spektakel der Extraklasse.
Begleitet wurde das gesamte Event von zahlreichen Ausstellern, die hier ihre neuesten Produkte im Bereich Mountainbike ausstellten, sowie von Bike-Workshops für Klein und Groß. Auch bestand die Möglichkeit der Teilnahme an zahlreichen Gewinnspielen der diversen Unternehmen. Shuttelbusse brachten die Besucher und Besucherinnen vom Hauptbahnhof Innsbruck zu den Locations in Mutters und Götzens.


Tag 1 (21.6) Whip-Off Championship
Zum Auftakt des Festivals war der "Whip" das Maß aller Dinge. Ein Trick, den wohl jeder Biker beherrschen will. Dabei wird das Bike in der Luft möglichst quer zur Fahrtrichtung gestellt. In den extremsten Ausführungen überholt kurzzeitig das Hinterrad den Fahrer. Durch eine Jury wurde der jeweils beste Sprung der Athleten und Athletinnen bewertet. Bei Traumwetter am Speichersee oberhalb der Bergstation der Muttereralmbahn war alles angerichtet für einen atemberaubenden Bewerb. Rund 500 Zuschauer und Zuschauerinnen ließen sich diese Show nicht entgehen und erlebten spektakuläre Sprünge- doch das war leider nur eine Seite der Medaille. Zwei Athleten kamen zu Sturz und mussten schwer verletzt mit dem Hubschrauber in die Innsbrucker Klinik gebracht werden. Die Jury diskutierte einen Abbruch- nach langer Pause wurde der Bewerb allerdings doch fortgesetzt. Den Sieg konnten sich der Franzose Louis Reboul bei den Männern und die Kanadierin Casey Brown im Frauenbewerb sichern. Es war ein durchwachsener erster Tag, der einerseits die Qualität der Sportart, andererseits auch ihre Gefährlichkeit deutlich macht.

 

Tag 2 (22.6.) Mons Royale Dual Speed & Style
In der Mountainbike-Szene exisitieren prinzipiell zwei Gruppen: die Styler und die Speed-Junkies. Der Dual Speed & Style Bewerb bringt beide Parteien aus ihrer Komfortzone, indem Geschwindigkeit, wie auch die Tricks gleichzeitig bewertet werden und so alle dazu bringt, das Maximum aus sich herauszuholen. Wie der Zusatz "Dual" bereits suggeriert, treten hier immer zwei Fahrer gegeneinander an, von denen anschließend der bessere in die Finalrunde weiterkommt. Bei gefühlten vierzig Grad und gutgelauntem Publikum, ging der zweite Tag des Crankworx Festivals über die Bühne. Die Athleten gaben ihr Bestes und am Ende durfte sich Tomas Lemoine aus Frankreich über den Titel "Mons Royale Dual Speed & Style Champion" freuen. Den zahlreich erschienen Zusehern und Zuseherinnen wurde neben abwechslungsreichem Rahmenprogramm eine unglaublich spannende Show geboten. Beinahe zeitgleich erreichten die Sportler die Ziellinie und die Schiedsrichter mussten anhand der Tricks den Gewinner bestimmen. Im Gegensatz zu Tag 1 ging der Bewerb trotz waghalsiger Sprünge und Kurven verletzungsfrei zu Ende.

 

Tag 3 (23.6) Pump Track
Am dritten Tag des Events blieben die Athleten und Athletinnen am Boden. Bei der Dispziplin "Pump Track" dreht sich nämlich im Gegensatz zu den vorigen Tage nicht alles um wilde Kopf-über-Manöver in der Luft, sondern um geschickte Kontrolle des Rades und Bewältigung eines Rundkurses mit Wellen und Kurven, angetrieben nur durch präzise Gewichtsverlagerung am Rad, ohne die Pedale zu betätigen. An Tag 3 konnte das MeiTeam-Redaktionsteam leider nicht vor Ort sein. Gewonnen hat ein weiteres Mal ein Franzose, nämlich Chaney Guennet.

 

Tag 4 (24.6) Downhill & Slopestyle
Wer am vierten Tag des Events noch dabei war, kann als verrückt und mutig genug bezeichnet werden, auch diesen Tag zu bestehen. In der Königsdisziplin des Mountainbikens dem "Downhill" muss eine waghalsige Strecke durch den Wald bergab bewältigt werden. Der Sportler wird dabei mit Wurzeln, Steinen, Sprüngen und anderen natürlichen Hindernissen konfrontiert. Gewinner ist jener Athlet der am schnellsten hinunterkommt. Aufgrund von Gewittervorhersagen für Sonntag wurde der ursprünglich an diesem Tag geplante Bewerb, der "Slopestyle" auf Samstagvormittag vorverlegt, was dazu führte, dass das MeiTeam-Redaktionsteam aus termingründen nicht vor Ort sein konnte. Der Slopestyle-Bewerb ist für den Sommer das, was das Air+ Style für den Winter ist. Tricks, Air Time und Weltpremieren neuer Techniken werden hier en mass geboten. Entsprechend gut war der Event besucht.
Fest mit diesem Main-Event verknüpft ist die begehrte Trophäe "Triple crown of slopestyle". Um sich diesen Titel und das zugehörige Preisgeld von 25.000 € plus noch mal 25.000 € für die Crankworx World Tour Championship zu sichern, muss der Athlet innerhalb einer einzigen Saison drei der vier Slopstyle-Events weltweit (Innsbruck, Whistler, Rotorua, Les Gets) gewinnen. Seit der Ausrufung des Preises im Jahre 2015 ist dies noch keinem gelungen. Am nächsten dran kam Brandon Semenuk, welcher zwar bereits drei Slopestyle-Bewerbe gewonnen hat, diese jedoch nicht innerhalb einer Saison. So bleibt die "Triple Crown of Slopestyle" das große Ziel und der ultimative Ansporn für die Fahrer, ihr absolut Bestes bei jedem einzelnen der vier Slopestyle-Bewerbe zu geben. Den Sieg für Innsbruck holte sich der Amerikaner Nicholi Rogatkin vor dem Kannadier Brett Rheeder und dem Franzosen Tomas Lemoine. Eine Wiederholung der Live-Übertragung des Slopestyle-Events ist zu sehen auf CWX TV, Crankworx YouTube und Red Bull TV für die verbleibende Dauer der Saison 2017.

 

Tag 5 (25.6.) Best Trick Contest
Aufgrund der Verschiebung des Slopestyle-Bewerbs auf Samstag, wurde für den Sonntag ein "Best Trick Contest" angesetzt, um am letzten Tag noch einmal alles herauszuholen. Jedoch machten die anhaltenden, nächtlichen Regenfälle von Samstag auf Sonntag dem ganzen einen Strich durch die Rechnung, sodass der Bewerb aufgrund eines schlechten Streckenzustandes nicht durchgeführt werden konnte.

 

Resumeé
Alles in allem handelt es sich beim Crankworx Festival um eine Veranstaltung, die bei jedem begeisterten Radfahrer das Herz höherschlagen lässt. Wir wünschen den zwei Verunglückten gute Besserung, gratulieren allen Siegern herzlich und freuen uns schon auf Crankworx Innsbruck 2018.

 

- Andreas Martiner, Markus Grain (verfasst am 07.07.2017)


Aktualisiert:

12
2017

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