Davide Morosinotto - Verloren in Eis und Schnee


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Allgemein

Titel: Verloren in Eis und Schnee. Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow
Autor: Davide Morosinotto
Originalsprache: Italienisch
Übersetzerin: Cornelia Panzacchi
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag
Seitenzahl: 496
ISBN: 978-3-522-20251-0
Preis: € 18,00 (D) / € 18,50 (A)


Autor

Davide Morosinotto wurde 1980 in Norditalien geboren. Schon mit 17 Jahren schrieb er Kurzgeschichten. Seitdem hat er über 30 Bücher für Kinder und Jugendliche veröffentlicht, die auch zahlreich prämiert wurden. Er lebt als Autor, Journalist und Übersetzer in Bologna.


Handlung

Russland, 1941: Viktor und Nadja sind 13-jährige Zwillinge und leben mit ihren Eltern in Leningrad. Als die Belagerung der Stadt durch die Deutschen kurz bevorsteht, sollen alle Kinder mit Zügen aus der Stadt abtransportiert werden, so auch die Zwillinge. Aber trotz der Warnung ihrer Mutter, sie dürfen sich nicht verlieren, werden sie am Bahnhof auseinandergerissen. So fährt Viktor im einen Zug nach Sibirien, während Nadja im anderen Zug noch bei Leningrad stehen bleibt. Nach einiger Zeit erhält Viktor die Nachricht, dass der Zug, in dem seine Schwester saß, bombardiert wurde. Aber er ist der festen Überzeugung, dass seine Schwester noch am Leben ist und lässt sich von nichts und niemandem aufhalten, um wieder zu Nadja zu gelangen. Auf seiner Reise durch Russland findet (und verliert) er einige gute Freunde und erlebt, gleich wie seine Schwester, einige Ereignisse, die im Krieg alltäglich sind.


Persönliche Meinung

Dieses Buch ist in Tagebuch-/Briefform geschrieben. Zu Beginn erzählen Nadja und Viktor gemeinsam, nach ihrer Trennung einzeln (aber parallel) was sie alles erleben. Die Charaktere der Zwillinge fand ich sympathisch und mir gefiel es, dass beide ihre getrennten Abenteuer erlebten, die aber am Ende wieder gemeinsam endeten.
Besonders mit den vielen Bildern, die eingefügt waren, und dem historischen Hintergrund wurde die Geschichte für mich recht greifbar. Das Buch ist, wie im Nachwort erklärt wird, nahezu historisch – die Charaktere sind zwar fiktiv, aber der Rahmen spielte sich damals wirklich ab. Das gefiel mir auch, weil ich nur sehr selten Bücher über die „andere Seite des Krieges“ lese.
Trotz der dunklen Thematik vermittelte mir das Buch keine negative Stimmung, weil die traurigen Ereignisse recht nüchtern und undramatisch geschildert wurden.
Ich denke, dass dieses Buch nicht nur Kindern ab 12 (mit etwas historischer Unterstützung) gefallen wird, sondern auch ältere Menschen schnell in den Bann ziehen kann! Ein wenig historisches Hintergrundwissen schadet aber auf keinen Fall, weil so die Geschichte leichter zu verstehen ist.


Aktualisiert:

01
2019

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