Christopher Paolini - Die Gabel, die Hexe und der Wurm


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Allgemein

Titel: Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon
Autor: Christopher Paolini, Angela Paolini (die Kapitel über Angela)
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzerin: Michaela Link
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2019
Verlag: cbj Verlag
Seiten: 304
ISBN: 978-3-570-16581-2
Preis: € 18,00 (D) / € 18,50 (A)


Autor

Mit knapp 15 Jahren wurde Christopher Paolini weltberühmt. Denn in diesem noch sehr jungen Jahren veröffentlichte er nicht nur sein erstes Buch, sondern auch gleich einen Weltbestseller. 1983 in Kalifornien geboren gelang Paolini mit "Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter", dem ersten Teil der Fantasyreihe, ein wahres Kunststück. 2003 durchbrach es – man könnte fast sagen in Schallgeschwindigkeit – alle Charts der Bestsellerlisten. Noch drei weitere Eragon-Romane sollten dann folgen und eine Verfilmung (die allerdings alles andere als glorreich war, aber dafür kann der Autor ja nichts). Mit "Die Gabel, die Hexe und der Wurm" kehrt Paolini nach einem kleinen Ausflug in die Science-Fiction-Sphären wieder zurück nach Alagaësia.


Handlung

Knapp ein Jahr nach dem letzten Teil der Eragon-Saga setzt die Handlung rund um den Drachenreiter fort. Eragon hat einen neuen Ort gefunden an dem er zukünftige Generationen an Drachenreitern ausbilden will. Die Arbeiten zu diesem Drachenhorst scheinen auch gut voranzuschreiten – so helfen nicht nur Menschen, Zwerge und Elfen, nein auch einige Urgals helfen beim Aufbau mit. Alles scheint für Eragon und seine Drachendame Saphira gut ausgegangen zu sein. Jedoch plagen den jungen Drachenreiter, der jetzt einen ganzen Rucksack voller Verantwortung mit sich rumschleppen muss, Müdigkeit und Rastlosigkeit. Er ist überarbeitet, hat kaum noch Zeit sich um sich selbst zu kümmern, denn es stehen jede Menge Pflichten an der Tagesordnung. Und genau hier beginnt die erste von drei Kurzgeschichten, die in diese Rahmenhandlung eingebettet sind. In der "Halle der Farben" zeigen Eldunarí, die Geister sehr weiser alter Drachen, die Vision eines alten Bekannten. Dieser kann sich nur mithilfe einer Gabel aus einer misslichen Situation befreien und eröffnet den Leser_innen ein Mysterium, das eventuell in einem der (eventuell) kommenden Romanen noch eine Rolle spielen wird.

Von dieser Vision ein wenig aufgemuntert, macht sich Eragon in den folgenden Monaten wieder an die Arbeit bis plötzlich ein unerwarteter Gast auftaucht: die Hexe Angela. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um einen zufälligen Besuch. Angela möchte nämlich Eragon ihre "Biographie" zeigen. In mehreren Kapiteln hat sie wichtige Ereignisse aus ihrem Leben zusammengeschrieben, die auch eine wichtige Lektion für den jungen Mann darstellen. Die letzte Kurzgeschichte setzt einige Monate nach einem folgenschweren Zwischenfall ein. Nach dem Tod zweier befreundeter Zwerge ist Eragon sehr erschüttert und sucht Trost am nahegelegenen Feuer. Ein paar Urgals versuchen ihn aufzumuntern und erzählen ihm die tragische Geschichte einer jungen Urgal-Dame, die ihr Leben dem Kampf gegen einen gefährlichen Wurm gewidmet hat.


Persönliche Meinung

Gleich vorweg muss gesagt werden, dass "Die Gabel, die Hexe und der Wurm" definitiv nichts für "Eragon-Neulinge" ist. Ich habe die Bücher in meiner Kindheit/frühen Jugend gelesen, was mittlerweile auch schon ein paar Jährchen vergangen ist, und ich musste ein paar Namen, Orte oder Geschehnisse nochmals nachschlagen. Daher würde ich das Buch niemanden empfehlen, der nicht die Tetralogie schon gelesen hat!

Jedoch war das Lesen dieses Romans wieder wie ein eintauchen in eine vergangene Zeit. Denn Eragon war für mich der Held meiner Kindheit. Und als ich mit 11 Jahren erkannte, dass der Brief aus Hogwarts nicht mehr kommen wird, so wollte ich doch zumindest eine Drachenreiterin werden. (Spoiler: Aus diesem Traum ist leider auch nichts geworden.) Paolini schafft es mit wenigen Worten auf knapp 300 Seiten – was vermutlich nur knapp 150-200 wären, wäre die Schrift nicht fast doppelt so groß wie üblich – seine Leser_innen wieder nach Alagaësia zu führen und die alte Sehnsucht wieder aufleben zu lassen. Was jedoch einen Wehmutstropfen übrig lässt, ist die Tatsache, dass die Geschichten oftmals mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten. Und diese Fragen werden auch nicht am Ende des Romans geklärt, sie bleiben offen. Es ist vielmehr ein kurzes Eintauchen in verschiedene Passagen von Eragons Leben, ohne viel verraten zu wollen. Für mich fühlte es sich eher wie ein Anteasern an. Insgesamt aber ein wirklich nettes Buch für alte und vielleicht auch neue Eragon-Fans.


Aktualisiert:

10
2019

Tipp

Mit Ende des Jahres wird das Projekt "MeiTeam" beendet. Die Berichte kannst du aber noch bis April 2020 hier lesen.