Bernhard Aichner - Kaschmirgefühl


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Allgemein

Titel: Kaschmirgefühl. Ein kleiner Roman über die Liebe
Autor: Bernhard Aichner
Erscheinungsdatum: 12. März 2019
Verlag: Haymon Verlag
Seitenzahl: 188
Dialogform
ISBN:978-3-7099-3456-2
Preis: € 17,90


Autor

Bernhard Aichner wurde 1972 geboren und lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Neben dem Schreiben von Romanen gehören auch Hörspiele und Theaterstücke zu seinem künstlerischen Repertoire. Für seine Arbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014 sowie dem Crime Cologne Award 2015. Seine Bestseller-Reihe, die Totenfrau-Trilogie, wurde bisher in 16 verschiedenen Ländern verkauft und auch als Theaterstück am Landestheater Tirol gezeigt. Auch eine US-Verfilmung steht im Raum. Mit seinem neuesten Liebesroman "Kaschmirgefühl" zeigt der Autor, dass er auch mühelos in ein anderes Genre wechseln kann.


Handlung

„Hörst du mich – Ja – Ich bin Yvonne. Und ich werde mich jetzt um dich kümmern. Ich werde dafür sorgen, dass du diesen Anruf nie wieder vergisst.“ So beginnt das erste von vielen Telefonaten zwischen Marie und Gottlieb. Viele Telefonate, die allesamt in einer einzigen Nacht stattfinden und ihr Leben von Grund auf verändern sollten. Am Anfang steht hierbei die Sexhotline, am Ende womöglich eine große Liebe.
Gottlieb ist Krankenpfleger und Single. Eines Abends ruft er bei der Sexhotline an und kommt zu Yvonne bzw. Marie, die ihn schon auf Seite 9 den Orgasmus seines Lebens verspricht. Dazu kommt es – zumindest innerhalb der 188 Seiten – jedoch nicht. Denn das Gespräch entwickelt sich in eine komplett andere Richtung. Denn irgendwie geht es schon um Sex, aber dann doch wieder nicht. Im Raum steht eine Liebesgeschichte, die Gottlieb erzählt und welche von seiner großen Liebe Marie (also noch eine weitere Marie) handelt. Zusammen spinnen sie sich eine phantastische, unvorstellbare Geschichte zusammen und lügen sich dabei pausenlos an.


Persönliche Meinung

"Ein kleiner Roman über die Liebe" trifft es wahrlich auf den Punkt. So lassen sich nämlich die 188 Seiten bereits an einem Nachmittag lesen bzw. verschlingen. An Spannung fehlt es dem in Dialogform geschriebenen Buch nämlich nicht. Aufgrund seiner Form ist es auch sehr angenehm und leicht zu lesen. Das liegt nicht nur an der Aichner-typischen reduzierten Sprache, sondern auch daran, dass ausschweifende Natur-, Orts- oder sonstige Beschreibungen allesamt fehlen. Man liest sozusagen nur das "gesprochene Wort", womit dem Leser also viel Freiraum für seine eigenen Fantasie gelassen wird.

Nach einigen wenigen Seiten erinnerte mich das Buch ein wenig an good old "Gut gegen Nordwind", wo ja auch aus einer Zufälligkeit heraus die große Liebe wird. Allerdings – und da muss ich meinen Respekt zollen – wurde ich von Bernhard Aichner eines Besseren belehrt. Denn das Buch hat einen wirklich überraschenden Twist am Ende, den ich mir so vorher nicht erwartet hätte. Und bis man an das Ende kommt, liest sich das Buch auch ziemlich gut, denn die Story ist interessant geschrieben und man verspürt den Drang, schnell weiterzulesen.

Kurz zusammengefasst: Keine Weltliteratur, aber durchaus für einen Sonntagnachmittag zu empfehlen!


Aktualisiert:

02
2019

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