Arno Geiger - Unter der Drachenwand


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Buchcover Arno Geiger

Allgemein

Titel: Unter der Drachenwand
Autor: Arno Geiger
Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Hanser Literaturverlag
Seitenzahl: 480 Seiten
ISBN: 978-3-446-25812-9
Preis: € (D) 26,00 | € (A) 26,80


Autor

Arno Geiger gehört zu den führenden österreichischen Gegenwartsliteraten. Am 22. Juni 1968 in Bregenz geboren, wuchs er in Wolfurt (Vorarlberg) auf. Er studierte Deutschen Philologie, Alten Geschichte und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien und Innsbruck und schloss 1993 seine Studien ab. Danach war Arno Geiger als freier Schriftsteller tätig. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017) und den Joseph-Breitbach-Preis (2018).

Arno Geiger lebt als freier Schriftsteller in Wolfurt und Wien.


Handlung

Der Protagonist Veit Kolbe, ein Wiener Soldat, ist zur Erholung im Jahr 1944 ein paar Monate am Mondsee. Der Mittzwanziger kämpfte an der Front in Russland und wurde dort nach vier Jahren Kriegseinsatz verwundet. Er erlitt schwere Verwundungen samt Oberkieferbruch und Oberschenkelriss und hat ständiges Händezittern und Alpträume. Der Kriegsdienst hat ihn seelisch und körperlich traumatisiert. Er ist in der Heimat, um wieder gesund und einsatzfähig zu werden. Danach muss er wieder an die Front weiterkämpfen. Daher genießt er jeden Tag unter der Drachenwand, bevor er wieder in den Krieg zurück muss, in den er vor Jahren freiwillig gezogen ist.

Am Mondsee, unter der Drachenwand, trifft er zwei junge Frauen, Margot und Margarte. Die Drachenwand existiert auch in Wirklichkeit und ist ein Felsen im Salzkammergut. Alle drei jungen Leute haben große Sehnsucht, dass dieser Horror ein Ende hat und es wieder zu einem normalen, lebenswerten Alltag kommt. Sie wissen, dass der zweite Weltkrieg verloren ist und sie sehnen sich nach Ruhe und Geborgenheit in dieser haltlosen Zeit.

Es werden viele grausame Ereignisse vom Krieg und viele Schicksale von Menschen erzählt. Diese Schicksale sind irgendwie ineinander verwoben. Der Roman ist von Briefpassagen durchzogen. Briefe verbinden die Menschen, die durch die grausamen Kriegsereignisse voneinander getrennt wurden.


Persönliche Meinung

Arno Geigers Roman "Unter der Drachenwand" hat mich sehr berührt. Die Einsamkeit der Menschen im Krieg ist spürbar. Durch die Briefe und Tagebucheinträge bekommt man ein Gefühl für die Protagonisten und ihre Kriegserfahrungen. In den Briefen wird vom schrecklichen Überlebenskampf und vom Kriegsalltag berichtet. In diesem Roman werden zudem subtil die privaten Geschichten der Protagonisten mit historischen Geschehen verbunden. Dieser Roman hat mich wegen der feinfühligen Darstellung der tragischen Geschichten und Schicksale sehr gefesselt. Und als ich das Buch weggelegt habe, war ich sehr froh, im Hier und Jetzt zu leben!


Aktualisiert:

04
2021

Tipp

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