Amy Giles - Jetzt ist alles, was wir haben


|Kategorien: Mei Team |


Allgemein

Titel: Jetzt ist alles, was wir haben
Autorin: Amy Giles
Originalsprache: amerikanisches Englisch
Übersetzerin: Isabel Abedi
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2018
Verlag: cbj Verlag
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-570-16487-7
Preis: € 17,00 (D) / € 17,50 (A)


Autorin

Amy Giles lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Töchtern und ihrem Rettungshund auf Long Island. Sie arbeitet als Werbetexterin und hat von Frühstücksflocken bis Anglerprodukten schon vieles betextet. Amy Giles liebt das Schreiben von Jugendromanen und hat mit „Jetzt ist alles, was wir haben“ ihr Debüt veröffentlicht.


Handlung

Flugzeugabsturz: Alle Insassen tot, nur Hadley McCauley hat überlebt. Hadley mit den sehr guten Schulnoten, die erfolgreiche Kapitänin des Lacrosse-Teams mit den superreichen Eltern, die aufs Elite-College ihres Vaters gehen würde. Hadley mit dem perfekten Leben? Scheinbar… Denn Hadley war anscheinend besonders in einer Sache perfekt: die Fassade aufrechtzuhalten.

Sie musste ihrem Vater zeigen, was er sehen wollte: eine perfekte Tochter. Von ihrer Mutter erwartete Hadley schon lange keine Hilfe mehr, diese schien den Wein mehr zu lieben als ihre Töchter. Also spielte Hadley mit, um keine Probleme zu bekommen und auch, um ihre kleine Schwester Lila vor dem Ärger der Eltern zu schützen. Aber dann lernte Hadley Charlie kennen. Mit ihm an ihrer Seite und in ihrem Herz, funktionierte ihre Strategie, das perfekte Leben vorzuspielen, nicht mehr. Er zeigte ihr, dass jetzt alles war, was sie hatten.
Denn auch wenn Charlie nur einen Bruchteil davon bemerkte, was im Hause McCaulney vor sich ging, war es genug, um zu wissen, dass die McCaulneys keineswegs perfekt waren!


Persönliche Meinung

Mir gefiel der Klappentext dieses Buches recht gut und demnach erwartete ich ein seichtes, nettes Buch für zwischendurch. Es war aber viel mehr!!!

Die Erzählart sprach mich gleich an: Hadley erzählte zuerst „jetzt“, nach dem Flugzeugabsturz, den nur sie überlebte. Hadley hat (natürlich) Schwierigkeiten mit der Situation klarzukommen, dass sie als einzige überlebt hat und wird von Schuldgefühlen geplagt. Danach folgten Kapitel, in denen sie „damals“ Zeit mit ihren Freunden verbrachte, Charlie kennenlernte und noch ein perfektes Leben vorspielte. Diese zwei Erzählstränge wechselten sich ab, bis die Vergangenheit die Gegenwart aufholte und sich alles auflöste. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Interview-Ausschnitte, wo Freunde und Bekannte von Hadley zu ihr und ihrem Leben befragt werden.
So veränderte sich im Laufe des Buches der eigene Blick auf verschiedene Personen sehr und man bemerkte (gleichzeitig wie ihre Freunde), dass es ja schon früher Anzeichen gegeben hat, die man hätte bemerken sollen. Auch wenn sich am Ende alles auflöste, blieb für mich ein kleines Detail halb offen, was aber keinesfalls störte, sondern mich zum weiteren nachdenken anregte.

Hadley selbst war mir gleich sympathisch. Im Laufe des Buches tat sie mir wegen ihre Familie immer mehr leid.
Charlie hat es ebenfalls nicht leicht. Im Gegensatz zu Hadley besitzt er zwar nur wenig Geld, hat aber dafür aber eine Mutter, die ihn trotz Alkoholproblems liebt.

Mich begeistert dieses Buch, weil ich den Blick hinter das perfekte Leben sehr spannend fand und es mir gut gefiel, wie die Geschichte andersherum aufgerollt wurde! Auch, dass im Nachwort der Autorin noch explizit auf das Thema Kindesmissbrauch eingegangen wird, finde ich sehr gut!

„Jetzt ist alles, was wir haben“ ist ein Buch über das ich noch eine Zeit lang nachdenken werde, aber auch eines, das ich unbedingt weiterempfehlen will!


Aktualisiert:

02
2019

Tipp

Sei dabei

Kennst du schon das InfoEck MeiTeam?
Im MeiTeam treffen Jugendliche mit den unterschiedlichsten Interessen aufeinander.
Willst du auch Konzerte besuchen, Bücher lesen, Games testen, Kinofilme ansehen und darüber Berichte schreiben ? Du kannst dich gleich online anmelden, oder bei uns im InfoEck vorbeikommen.