Jugendbegegnung Ungarn 2016


Bericht der Gruppenleiterin Julia Wolfschütz: 

Zu früher Stunde brach eine kleine Reisegruppe bestehend aus sechs jungen Österreicherinnen und Österreichern aus Tirol auf nach Ungarn. Die Zugfahrt verging wie im Flug und unserer Gruppe war in spannender Vorfreude auf unsere Begegnung mit dem Unbekannten. Forráskút, eine 2.000 Seelengemeinde, befindet sich im Süden von Ungarn an der Grenze zu Rumänien und Serbien. Nach einer siebeneinhalb-stündigen Zugreise und einer zweistündigen Autoreise erreichten wir endlich unser Ziel.

Beim Eintreffen waren alle anderen Gruppen schon fröhlich beim Abendessen und wir gesellten uns dazu und innerhalb kürzester Zeit knüpften wir erste Kontakte zu den anderen. Bereits der erste Abend gestaltete sich spannend und lustig. Bei tollen Kennenlern-Spielen wurde schnell aus vier kleinen eine große Gruppe. Müde aber glücklich konnten wir somit unseren Anreisetag beenden.

Unsere Jugendbegegnung stand ganz im Zeichen von „responsibility“ und „choices“. Welche Verantwortung haben wir gegenüber unserem Umfeld, unserer Gemeinde, unseren Freunden? Aber auch gegenüber dem Staat oder der EU? Wie trifft man Entscheidungen? Ist Entscheidungen zu treffen immer einfach oder objektiv? Mit diesen Themen arbeiteten wir die ersten drei Tage.

Täglich konnten 1-2 Gruppen halbtätige Workshops zu den Themen abhalten um sich über diese und andere Fragen im Rahmen des nonformalen Lernens Gedanken zu manchen. Neben dem intensiven Lernen kam jedoch auch der Spaß und Sport nicht zu kurz. Zahlreiche kleine Spiele zwischendurch und während den Workshops sorgten immer wieder für Auflockerung und viel Lachen. Und bald gab es keinen Unterschied mehr zwischen ÖsterreicherInnen und TschechInnen. Gemeinsames Essen, Reden, Spielen und Lernen machte uns zu einer großen Gruppe an jungen, engagierten Menschen.

Um unsere Erkenntnisse zu teilen, hatten wir die Möglichkeit, am letzten Tag in der Stadt Szeged im Rahmen einer Kampagne anderen Menschen von unseren Erkenntnissen zu erzählen. Mit der Aktion #Wish4EU, welche von uns ins Leben gerufen wurde, konnten wir so unsere Jugendbegegnung auch der Öffentlichkeit präsentieren. Offen und freundlich gingen wir auf PassantInnen zu und fragten sie: „What would you wish from the EU?“. Diese Wünsche wurden gesammelt und auf Postkarten verewigt. Im Rahmen eines kleinen Festes konnten wir über 100 Wünsche der Öffentlichkeit präsentieren.

Ein großartiges Projekt ging nach viel zu kurzer Zeit zu Ende. In diesem Projekt lernten wir nicht nur, dass die Grenzen zwischen unseren Nationalitäten oft nur in unserem Kopf sind. Gelernt, gelacht und gefeiert wurde gemeinsam und der Abschied fiel uns schwer. Unser neues Netzwerk an FreundInnen ist nur eines der großartigen Mitbringsel aus dieser Jugendbegegnung.

Julia Wolfschütz

 

 


Aktualisiert:

10
2017

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