Jugendbegegnung Tschechien 2014


Bericht der Gruppenleiterin Theresa Wildt:

Am 22.07.2014 brachen 5 junge Österreicherinnen und Österreicher hochmotiviert nach Nachód, einer kleinen Stadt im Osten Tschechiens, ganz in der Nähe der polnischen Grenze, auf, um die Chance, an einer internationalen Jugendbegegnung teilzunehmen, zu nutzen. Unter dem Motto „Opening doors to outdoors“ wollten sie gemeinsam mit 25 weiteren Jugendlichen (aus Lettland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Bulgarien) sechs volle Tage in der Natur verbringen und neben dem Ausprobieren verschiedenster Sportarten auch über gesunden Lebensstil diskutieren und miteinander kochen.

Täglich präsentierte eine andere Nation einen für ihr Land typischen Sport, der möglichst unbekannt für die restliche Gruppe war, was aber natürlich nicht lange so bleiben sollte. Gleich anschließend an die Erklärung hatten wir die Möglichkeit uns beim Kennenlernen dieses Sportes so richtig auszupowern, um dann hungrig das von derselben Nation vorbereitete, gesunde Mittagessen zu genießen. Am Nachmittag standen dann verschiedenste andere Outdoor-Aktivitäten am Programm: von verschiedensten Energizern, Vertrauensübungen, Seiltechniken als Vorbereitung für die darauffolgenen Hochseil-Parcours und das Klettern am Fels, Erlernen der verschiedensten Möglichkeiten auf einen Baum zu klettern (wenn es keine Äste als Hilfsmittel gibt wohlgemerkt) und dann in 4m Höhe sich einen Schlafplatz zu bauen, Kanufahrten am Fluss, Wanderungen,… bis hin zu einem Massagekurs, Abenden mit lustigen traditionellen Tänzen und langen Nächten mit Gitarre und Gesang am Lagerfeuer, war alles dabei.

Am letzten Nachmittag fand dann noch ein Wettbewerb statt, in dem wir uns wieder nach Nationen aufteilen sollten, um dann so gruppiert in all den neu erlernten Sportarten gegeneinander anzutreten. Als wären danach nicht alle angestrengt genug gewesen, ging es nach Einbruch der Dunkelheit noch in die Stadt, um schlussendlich doch auch ein wenig Nachód mit den wichtigsten Punkten und Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Doch auf dem Weg lauerten Gefahren: gegnerische Mannschaften gegen die man ankämpfen musste, um die bereits gesammelten Stationskarten behalten zu können und dann auch noch die „Polizisten“, die scheinbar nichts lieber taten als uns zu jagen und ins Gefängnis (am Hauptplatz) zu bringen. Nach den 2 Stunden, die wir Zeit hatten, um so viele Stationskarten wie möglich zu sammeln, trudelten alle wieder nach und nach, fix und fertig im Basecamp ein. Wer dieses Spiel gewann war schnell nebensächlich, denn es ging los mit unserer Abschlussparty und wir wollten die letzte gemeinsame Nacht noch in vollen Zügen auskosten. Denn trotz der recht kurzen gemeinsamen Zeit und etwaigen anfänglichen Kommunikationsproblemen, wurden viele neue Freundschaften geknüpft und so fiel der Abschied schlussendlich schwer.

Inzwischen sind wieder alle fit und gut erholt, viele tolle Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse über andere Länder, Kulturen und Traditionen, vor allem aber einige hoffentlich lange anhaltende, internationale Freundschaften reicher, (trotz Zugproblemen am Rückweg) gut zuhause angekommen. Ich glaube ein jeder von uns steht schon in den Startlöchern, um möglichst bald wieder an einer Jugendbegegnung teilnehmen zu können, so gut hat uns die gemeinsam verbrachte Zeit gefallen. Und wer weiß, vielleicht treffen wir dann ja auch wieder auf den einen oder anderen Freund aus dem Ausland.


Aktualisiert:

11
2017

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