Jugendbegegnung Litauen 2016


Bericht der Gruppenleiterin Nina Klausner: 

 

Wir starteten nach einigen Vorbereitungen und gemeinsamen Treffen unser Abenteuer am 6. Juni 2016 in Richtung Norden, mit dem Ziel Litauen. Mit vollen Rucksäcken und Koffern waren wir bereit, uns der auch manchmal rauen Natur im Norden mit all seinen Schönheiten und Abenteuern, die sie für uns bereit hielt, zu stellen. Unsere 7-köpfige Österreichgruppe bestand aus 4 Mädels, 2 Jungs und mir als Gruppenleiterin. Unser 10 tägiges Überlebenstraining sollte wunderschöne Momente, neue Freundschaften mit wunderbaren Menschen, viel neues Wissen über die Natur und wie wir in ihr ohne moderne Hilfsmittel überleben können, beinhalten.

Wir waren auf einer alten Farm mitten in der Natur und ohne fließendes Wasser untergebracht. Dieses idyllische, schöne Örtlein wurde für die nächste Zeit unser neues Zuhause. Wir lebten nur mit dem Nötigsten und somit durften wir die Natur für eine kurze Zeit intensiver erleben als wir es in unserem alltäglichen Leben tun. Die anderen Teilnehmenden waren aus Spanien, Italien und Litauen. Wir hatten die Möglichkeit Meinungen, Ansichten und Informationen auszutauschen und waren somit fähig unseren Horizont zu erweitern und ein bisschen über den Tellerrand zu schauen. Durch die interkulturellen Abende, die verteilt über unseren Aufenthalt stattfanden, konnte jede Gruppe vorab etwas vorbereiten und anschließend ihr Heimatsland präsentieren und den anderen Gruppenmitgliedern der anderen Länder, näherbringen. Unsere, Gruppe machte dies in dem wir ein Quiz vorbereiteten, eine Präsentation von einer Sage gestalteten, Speck- und selbst gesammelte Brennesel-Knödel kochten und miteinander tanzten.

Wir lernten nicht nur wie wir ein Floß oder eine Trage bauen, Steckenbrot zubereiten, Feuer machen, Wasser sammeln, Wasser reinigen können oder welche Pflanzen zum Verzehr geeignet sind, sondern eben auch wie wir in einer Gemeinschaft miteinander einen guten Umgang praktizieren können, wie sehr Hilfsbereitschaft förderlich ist und wieviel man eigentlich voneinander lernen kann, wenn man sich gegenseitig respektvoll begegnet und sich unterstützt - so kann ein harmonisches Miteinander ermöglicht werden.

All unsere erlernten Fähigkeiten konnten in einer herausfordernden Überlebenswanderung bei Regen und Kälte gezeigt, nochmal geübt und in Praxis gesetzt werden. Dabei wurde auch das Sich-zurechtfinden bzw. Koordinaten lesen in einem unbekannten Terrain erlernt - dies und die Wetterbedingungen stellten eine besondere Herausforderung dar, die aber super bewältigt werden konnte. Auch bei einem von uns selbst organisierten Event in Musninkai (das von unserer kleinen Farm nächstgelegene Dorf), galt es die erlernten Fähigkeiten zu zeigen und an andere weiter zu geben. Die Jugendlichen wurden immer wieder vor Herausforderungen gestellt, bei denen es galt gemeinsam in der Gruppe Lösungsansätze zu finden und diese dann geschlossen umzusetzen.

Der Abschied fiel uns allen auffallend schwer. Die gemeinsamen Erlebnisse und die Zeit, die wir gemeinsam verbringen durften, haben sich tief in unsere Herzen eingebrannt und wir fühlen uns für immer verbunden. Ich nehme mir hier heraus, zu behaupten, dass alle, besonders aber unsere Österreich-Gruppe, durch diese Erfahrungen um so vieles bereichert worden ist und wir diese besonderen Momente zutiefst schätzen und wir uns immer gern an diese Zeit zurück erinnern werden. Ich möchte mich im Namen aller beim InfoEck, dem wir diese Erfahrungen zu verdanken haben, für das Ermöglichen dieser Jugendbegegnung und die tolle Arbeit die sie täglich leisten bedanken!

Nina Klausner

 

 


Aktualisiert:

12
2017

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