Ausgangslage
Ausgangslage
Die Projektgruppe bestehend aus Yeliz Dagdevir (initiative minderheiten
), Lukas Trentini (POJAT
), Armin Staffler (spectACT
), Matthias Windischer und Gioia Pietersz (beide Jugendzentrum Tivoli) nahm die aktuelle politische Entwicklung in Österreich zum Anlass, um dieses Konzept zur Politischen Bildung zu erarbeiten.
Insbesondere die Wahlaltersenkung auf 16 und die offensichtlich zunehmenden rechten und ausländerfeindlichen Tendenzen unter Jugendlichen unterstreichen die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Politischer Bildung. In diesem Projekt stehen die Anliegen der Jugendlichen, ihre Interessen, politischen Meinungen, Ängste und Bedürfnisse im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Projektziele und Nutzen
Projektziele und Nutzen
- Jugendliche setzen sich mit ihrer eigenen Persönlichkeit und Identität auseinander
- Jugendliche lernen ihre Dialogfähigkeit kennen und sie einzusetzen
- Jugendliche reflektieren ihre Haltungen und Meinungen
- Jugendliche entwickeln ihre eigene Persönlichkeit weiter
- Jugendliche entwickeln gemeinsam mir ihren peers Vorstellungen für ein respektvolles Miteinander
- Jugendliche werden sich der Diversität ihrer Gesellschaft bewusst
- Innsbrucker Jugendzentren und deren Mitarbeiter/innen vernetzen sich und setzen gemeinsam ein Projekt zur Politischen Bildung um.
- Innsbrucker Jugendzentren und deren Mitarbeiter/innen sammeln positive Erfahrungen in der gemeinsamen Kooperation und stärken so die Offene Jugendarbeit in der Stadt.· Das Projekt verläuft erfolgreich und wird über die Plattform Offene Jugendarbeit Tirol auch auf die Jugendzentren in den Tiroler Bezirken ausgeweitet.
Multiplikatoren/innenfortbildung
Multiplikatoren/innenfortbildung
In einem ersten Schritt erhalten die Jugendarbeiter/innen der Innsbrucker Jugendzentren im Oktober 2010 eine Fortbildung die im Wesentlichen so gestaltet sein wird wie der Workshop mit den Jugendlichen. Dies hat den Effekt, dass die Jugendarbeiter/innen einerseits die Methoden am eigenen Leib erfahren, dadurch ihr eigenes Methodenrepertoire erweitern und gleichzeitig aus direkter eigener Erfahrung auf die Jugendlichen zugehen können, um sie für die Teilnahme an dem Projekt zu begeistern.
Workshops mit Jugendlichen
Workshops mit Jugendlichen
In allen acht Innsbrucker Jugendzentren fanden von Oktober bis Dezember 2010 theaterpädagogische Workshops statt, die mit den Jugendlichen oben genannte Ziele verfolgten. Das Rahmenprogramm wurde von den Jugendzentren selbst bestimmt (zB. Musik, Tanz, Kulturcafe, Kurzfilme, Bilder, Akrobatik, Choreografien,...). Die Jugendlichen waren eingeladen das Rahmenprogramm zu gestalten und zu organisieren. Ihre Talente und Fähigkeiten sollten Platz bekommen.
Dauer der Workshops: zwei Stunden
Teilnehmer/innenzahl: 5 bis 15
Methodik des Workshops
Methodik des Workshops
Bei den Workshops im Rahmen des Projekts ging es mit Hilfe des Theaters(Methoden des "Theaters der Unterdrückten" nach Augusto Boal und des "Theatre for Living" nach David Diamond) darum, eigene Vorstellungen zu entwickeln und sich die Vorstellungen anderer anzuschauen und anzuhören. Mit Hilfe des Körpers und der Stimme wurde den eigenen Lebenswelten ein Ausdruck verliehen und andere Lebenswelten wurden sichtbar.
Die Workshops begannen mit einfachen Übungen und Spielen, die sowohl die Gruppe als auch die Phantasie für die gemeinsame Arbeit öffneten. Einfache darstellerische Techniken wie das Entwerfen von Haltungen, bewegten Bildern oder Soundcollagen vermittelten ästhetische Möglichkeiten, sich mit Fragen des Respekts auf einer sinnlichen Erfahrungsebene zu beschäftigen und bildeten die Grundlage für Diskussionen und Austausch.
Das eigene Image wurde hinterfragt, die eigene Vorstellung be- und überarbeitet, ebenso wie das Image und die Vorstellung von anderen. Andere didaktische Hilfsmittel wie beispielsweise Kurzfilme und Fotografien wurden eingebaut.
Interview
Interview
Dein Mei-Infoeck Team hat für dich ein Interview mit den Organisatoren des Projekts durchgeführt. Hier gehts zu den Details!!!
Abschlussveranstaltung
Der Prozess und die „Ergebnisse“ der acht Workshops werden am 27. Jänner 2011 ab 19 Uhr im Jugendtreff Shelter, Fürstenweg 114 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Fotos, Statements und Fragen der Jugendlichen präsentiert. Zu dieser Veranstaltung laden wir den zuständigen Jugendstadtrat der Stadt Innsbruck ein, damit die Meinungen und Impulse der Jugendlichen direkt ohne Umwege an politische Entscheidungsträger gelangen.














