Von Miriam Sulaiman
Innsbruck – Vom Tiroler Sängerbund zu den Jusos Tirol. Im Jugendbeirat sind die verschiedensten Organisationen vertreten. „Er hat eine große Bandbreite, ist aber wahnsinnig konstruktiv“, streut Familienlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf der Einrichtung Rosen. Genau deswegen hat sie, wie angekündigt, den Auftrag bezüglich einer Jugendstudie an diesen Beirat vergeben.
„Bessere Ergebnisse für weniger Geld“, erwartet sich Zoller-Frischauf. So erarbeiten die Jugendlichen selber die Fragen. „Was berührt sie, wo liegen ihre Probleme, ihre Ängste und Bedürfnisse“, führt die Landesrätin an. Begleitet werden sie vom anerkannten Experten Peter Egg. Bei der Auswahl der Fragen beteilige sich die Landesrätin übrigens nicht. „Es wird keine einzige Frage zensuriert“, verspricht Zoller-Frischauf. Sie nehme sich einzig heraus, im Falle des Falles eine Frage, die ihr fehle, dazuzusetzen.
Der Fragebogen gehe letztlich an Schulen und Jugendzentren. Der Ausfluss könnte Teil eines neuen Jugendschutzgesetzes werden. Und dabei traue sie den Jugendlichen sehr viel zu: „Ich glaube nicht, dass sie sich etwa für Ausgehzeiten bis um 5 Uhr in der Früh einsetzen werden. Ich mache mir hier keine Sorgen. Man muss sie nur fragen, was sie für andere Jugendliche als richtig empfinden“, erklärt sie.
Der Startschuss für das Projekt an sich sei bereits erfolgt. Die Fragen würden von zehn bis fünfzehn Fokusgruppen zusammengestellt. Letztlich hänge dies davon ab, wie viele Jugendorganisationen sich melden. Strikten Rahmen gebe es keinen dazu. Die Befragung laufe im Herbst 2011 ab. Die Zahl der Beteiligten sei offen. „Ich wünsche mir so viele wie möglich, gezwungen werden kann aber niemand“, sagt Zoller-Frischauf. Im Jahr 2012 soll das Projekt fertig gestellt sein. Die Zielgruppe sei absichtlich weit gefasst worden, von 12 bis 19 Jahren.
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