
Das Plan B in der Ingenieur Etzel Strasse in Innsbruck, den meisten wahrscheinlich als Bögen bekannt, ist ja eigentlich der Nachfolger des legendären Couch- Clubs in der Anichstrasse (die Generation 25+ wird sich mit Freude noch daran erinnern!). Während sich die Couch eher auf elektronische Musik spezialisiert hatte, setzt das Plan B seit Herbst 2011 auf Liveacts, zumeist junge, heimische Bands.
Dass dieses Konzept aufgeht bzw. auf jeden Fall Zukunft hat, bewies der vergangene Mittwoch (28.9..2011), an dem mit Sunt und Prey eben 2 junge Bands aus Tirol ihr Können zum Besten geben konnten.
Sunt, ist eine vierköpfige Combo, die sich aus allen Teilen Tirols zusammensetzt und seit kurzem ihren ersten Longplayer "New World" herausgebracht hat (www.suntmusic.net
) Schon mit dem Opener "Monster`s World" ziehen die Jungs um Sänger Johannes Schwaiger die ca. 50 Zuschauer in ihren Bann, nicht nur ihre Besetzung erinnert an Pink Floyd. Zwischen langsamen, sphärischen Passagen mischen sich immer wieder druckvolle, harte Riffs, die sofort zustimmendes Kopfnicken beim Publikum auslösen. Irgendwie bekommt man das Gefühl, dass man so eine Musik noch nicht so oft live zu hören bekam, schnelle Nummern ("Riot"), wechseln mit langsamen ("Lavender Falls"), auch Episoden aus dem legendären Berliner Kitcat werden in der Nummer "Kit cat" verarbeitet. Stark! Mit "Swimming in my Blue Jean" und dem neuen Song "Ego Shooter", bei dem ein großartiges Electro-Intro hervorsticht, erreicht die Band ihren Höhepunkt. Sehr intensive Passagen bekommt man dazu hören, die vier Vollblutmusiker spielen sich die Bälle geradeso zu, bevor dann der Auftritt mit "Here i am" einen sehr ruhigen, intimen Abschluss findet.
Nun ist es 22:40, das Plan B ist gut gefüllt, auffallend viele Mädchen (bravo Jungs!) sind anwesend, aber kein Wunder, Prey haben als Innsbrucker den Local Bonus, sind jung und sind, na sagen wir, einigermaßen kleidsam. Die 5 Musiker zwängen sich auf die kleine, aber feine Bühne, und schon kann es mit "Running Dry", welches auch als Soundcheck dient, losgehen. Trotz einer leichten Erkältung kommt die kraftvolle Stimme von Elmin Smaijlovic sofort zum Tragen, wobei die Refrains auch schon mal mehrstimmig vorgetragen werden. Prey`s Alternativerock pendelt irgendwo zwischen Creed und Pearl Jam, ihre Stärke ist ganz klar die Vielfalt in ihrer Musik. Auch Keyboarder/Gitarrist Michael Knoll singt eine tolle Leadstimme, wie zum Beispiel bei "Walking tall", welches eventuell im Jänner als Single herauskommen wird. Prey haben sich nämlich schon einen Plattenvertrag geangelt und werden 2012 so richtig loslegen. Zurück zur Bühne, der Auftritt erreicht immer mehr an Schwung, das Coldplay Cover "Paradise" wird gefolgt von "The Giant". Nomen est Omen, Smaijlovic präsentiert sich hier als stimmlicher Gigant, das Publikum ist begeistert. Jetzt ist der Abend nur mehr Formsache, Andreas Moser an den Drums in Bestform und "This Dream" und "Staring at the Headlights" hinterlassen ein begeistertes Publikum.
Ein paar Fragen bleiben nach so einem Abend:
Gibt es sowas öfter? Wieso sind diese Bands nicht bekannter? Was läuft teilweise für Sch... im Radio?
Danke, euer mei-infoeck Team!




























































