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Grinzens

Mei Workshop in Grinzens

  • Mei Workshop in Grinzens

Jugendraum Grinzens – Teammanagement

Im Jugendraum Grinzens fand eine der ersten Mei Workshop - Veranstaltungen statt. Mit dem Thema Teammanagement überlegten die Jugendlichen sich ein Thema, das für sie persönlich sehr wichtig ist. Ganz nach der Intention von Mei Workshop. Denn im Rahmen dessen sollen Jugendliche die Möglichkeit haben, sich außerschulisch Kompetenzen anzueignen, in Bereichen, die ihnen selbst wichtig erscheinen.

Anna Deiser berichtet, wie sie gemeinsam die Idee hatten, diesen Workshop zu organisieren und wie alles abgelaufen ist. Klicke einfach die Überschriften an und du erfährst mehr...

Vorgeschichte

Vorgeschichte

Diesen Herbst fand der erste Teil unseres Workshops zu Teammangement statt. Wie kam es dazu? Darauf möchte ich näher eingehen und muss dazu etwas ausholen.

Auf Wunsch vieler Jugendlicher wurde im November 2005 angefangen einen Jugendraum zu planen. Im April 2006 konnte bereits eine Übergangslösung im Gemeindesaal präsentiert werden. Das Projekt fand sehr guten Anklang bei den Jugendlichen, sodass kurzerhand entschieden wurde, dass es eigene Räumlichkeiten brauchte, die jugendgerecht von Jugendlichen selbst gestaltet werden konnten.

So wurde im Jänner 2007 der neue Raum präsentiert – und das Projekt entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt für ganz Tirol. Basis ist ein Trägerverein, der dem sogenannten Jugendteam, das wie der Name sagt, aus Grinzner Jugendlichen besteht, die Freiheiten einräumt, den Jugendraum selbst zu organisieren.

Nach einem Leitungswechsel im Jugendteam und dem Wegfall von Teammitgliedern (durch Auslandsaufenthalte etc..) wurde das Jugendteam von 9 auf 4 Mitglieder reduziert. Nach einigen Monaten formierte sich das Team neu, doch durch den Zuwachs an neuen Teammitgliedern wurde deutlich, dass bewährte Vorgehensweisen nicht mehr galten und es noch keine gemeinsame Basis gab trotz dem Willen, sich für den Jugendraum stark zu machen. Dass das die Besucher/innen mitbekamen und in weiterer Folge auch die Besucherzahlen sanken, sei ebenfalls erwähnt.

Warum ein Workshop?

Warum ein Workshop?

Nach den ausführlichen Schilderungen, wie es zu dieser Situation kam, war allen klar, dass es so nicht weiter gehen konnte. Vor dem Umbruch im Herbst war bereits geplant, den Jugendraum baulich den Wünschen und Bedürfnissen der neuen Generation von Besucher/innen besser anzupassen. So wurde einstimmig entschieden, dass dieses Projekt im Sommer, sprich in den Ferien, durchgeführt werden sollte. Nicht nur baulich auch inhaltlich war es nötig, Grundlagen zu schaffen, die es allen Teammitgliedern ermöglichen sollte, sich ohne Frust und ohne Vorbehalte für den Raum einzusetzen. Der damalige Wunsch der Jugendlichen, eine Alternative zum „Ausgehen“ in der Stadt zu ermöglichen und sich im eigenen Dorf zu treffen und dabei all die Freund/innen von früher wieder regelmäßig sehen zu können wurde damit verwirklicht.

Das Team wollte einen Impuls von Außen, einer neutralen Person, die helfen konnte, die Mühle wieder in Gang zu bringen. In Gesprächen mit Siegfried Pfeifer, unserer Vertrauensperson seitens des Landes bzw. des JUFF, wurde uns Unterstützung zugesichert und der Hinweis, dass mit „mei-workshop“ eine Initiative des Landes besteht, die ideal für unser Anliegen war.

Mit neuer Motivation suchten alle Teammitglieder nach einer geeigneten Person, die den Workshop leiten und auf unsere speziellen Anliegen, über allgemeine Informationen zu Teammangement, eingehen würde. Bald hatten wir in Martin Hauser einen wunderbaren Coach gefunden. Er selbst ist Vater von zwei jugendlichen Mädchen und war – nach kurzem Schildern der Situation und der Wünsche an einen Workshop – auch gerne bereit, uns zu coachen.

Sorge machte uns der Umstand, dass er normalerweise mit Führungskräften der mittleren und höheren Führungsebene arbeitet und einen entsprechenden Stundenlohn verlangen würde. Doch wurde schnell klar, dass es daran nicht scheitern sollte und er zusagte, mit uns zu arbeiten.

Der Workshop - Zeitplan

Der Workshop - Zeitplan

Das Ganze ist eingebettet in einen Zeitplan, der mehrere Stufen vorsieht.

Workshop 1.Teil

Begonnen haben wir das Unterfangen „Jugendraum verändert“, das wie bereits angesprochen, neben dem Baulichen auch die Organisationsstruktur umfassen sollte, mit einem 2x3 stündigen Nachmittag/ Abend – zuvor fanden bereits in kleinerem Rahmen zahlreiche Vorbesprechungen statt, um die Zeit bestmöglich nutzen zu können und ein bestmögliches Ergebnis im Resultat zu erarbeiten.

Zweitägige Wanderung

Nach dem Inputnachmittag/ -abend fand kurz darauf eine zweitäige Wanderung auf eine nahe Hütte (Adolf- Pichler Hütte) mit dem ganzen Team statt, an dem an den beiden Tagen – neben gemütlichem Wandern – auch jeweils mehrere Stunden intensiv gearbeitet wurde, um die erarbeiteten Konzepte möglichst rasch und effizient umzusetzen. Das ganze fand am einzigen Wochenende in den Ferien, an dem alle Zeit hatten statt. Dadurch, dass Martin Hauser nach diesem Wochenende für 4 Wochen auf Urlaub war hat er sich spontan bereit erklärt noch vorher mit uns zu arbeiten (was für uns ideal war).

Umsetzen des Gelernten & Workshop 2.Teil

Nach dieser Wanderung wurden in mehreren Teamsitzungen die neuen Arbeitsweisen ausprobiert, getestet und dabei verfeinert. Noch dieses Jahr wird eine weitere Sitzung, ähnlich der ersten durchgeführt, die zeigen soll, ob die Konzepte funktionieren, was noch auszuarbeiten und zu verbessern ist und natürlich was sich bewährt hat. Insgesamt sollen sich dann alle Beteiligten mit den neuen Arbeitsweisen identifizieren können und das Team soll auf dieser Grundlage in Zukunft zusammenarbeiten, um den Jugendlichen aus Grinzens und deren Freundeskreis einen attraktiven Jugendraum bieten zu können.

Ablauf Workshop

Ablauf Workshop

Das ganze Team kam mit hohen Erwartungen zu dem ersten Teil des Workshops. Niemand wurde enttäuscht. Die erste Aufgabe war, anderen Teammitgliedern die jeweils eigene Motivation, warum man im Jugendraum mitarbeitet, nahezubringen. Dann wurde diskutiert, was jede/r einzelne sowie das Team ausmacht und was der Jugendraum „eigentlich“ ist, auf welche Ziele alle hinarbeiten wollen. Abschließend wurden die Werte, die alle miteinander verbindet erarbeitet und in einem Wertediamanten übersichtlich zusammengefasst. Zwischen den drei großen Runden wurden viele Tipps z.b. zur erfolgreichen Teamkommunikation weitergegeben.

Abschließend wurden die „Arbeitsaufträge“, die auf der Hütte und in weiteren Treffen eigenständig ausgearbeitet werden sollten, konkretisiert. So wurden, angefangen bei „einfachen“ Abläufen, wie einem regelmäßigen Putzplan, bis zu wichtigen Vereinbarungen, wie Diskussionsabläufe und Wege zur Entscheidungsfindung, detailliert ausgearbeitet.

Neu aufgestellt sind wir in den Herbst gestartet und sind überwältigt von den Erfolgen, die sich bereits eingestellt haben. Motivation und Elan ist bei allen spürbar gestiegen, die Besucherzahlen haben ein neues Rekordhoch erreicht und das wichtigste, das selbstverständlich bei alledem nie außer Acht gelassen werden darf: die Freude und der Spaß stellten sich wieder ein.

Durch diese ersten beiden Teile des Workshops ist das Team bereits spürbar zusammengerückt, alle ziehen wieder am gleichen Strang und ein freundschaftliches Verhältnis, das über den Jugendraum hinausgeht, hat sich wie früher, bei Alt und Neu eingestellt.

So hat dieser Workshop wesentlich dazu beigetragen, das Team für den Jugendraum zu formieren und zu gewährleisten, dass das Jugendteam mit Spaß, Motivation und Elan den Grinzner Jugendlichen sein Angebot bereitstellt.

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