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The beat webradio ist speziell ein Internet – Radio – Projekt von jungen Leuten für junge Leute, das auf Hip-Hop und R'n'B spezialisiert ist. Näheres dazu könnt ihr im Interview mit Markus Eisner, einem der Begründer des webradios "the beat" erfahren.

Webradio

Wie würdet ihr jemandem Fremden beschreiben, was ihr eigentlich tut?

Wie würdet ihr jemandem Fremden beschreiben, was ihr eigentlich tut?


m18: "The beat webradio ist speziell ein Internet – Radio – Projekt, das auf Hip- Hop und RMB spezialisiert ist. Wir beide sind die Gründer von diesem Internetradio und wir haben uns immer schon spezialisiert auf Hip Hop und da haben wir uns gedacht, wie wäre es einmal mit einem Radio. Es ist uns also die Idee gekommen, wie können uns eigentlich am schnellsten am meisten Leute zuhören und da sind wir eben auf dieses Internetradio gekommen. Da haben wir uns eben gedacht: machen wir eben ein Internetradio."    Diesen Text hat das Team vom Webradio selbst in der dritten Person verfasst:

The Beat - Neues Jugendradio aus Innsbruck Seit dem 10. September 2005 ist das Tiroler Internetradio „The Beat“ online. Eine Gruppe Hip Hop begeisterter Jugendlicher sendet 24 Stunden täglich Programm aus dem Jugendtreff Shelter der Pfarre „Guter Hirte“ in Innsbruck. Ein großer Teil des Sendeplans wird zwar durch nicht moderierte Playlists abgedeckt, doch zur Prime-Time gehen die Nachwuchs-Moderatoren mit ihren Live-Sendungen on air. Mit Programmen wie „Pimp My Beat“ „Ladies Night“ und „Street Wars“ konnten sie sich binnen kurzer Zeit ein treues Publikum sichern. Mit der Idee ein Hip Hop Internetradio zu gründen, kehrten die beiden Teamleiter Markus Eisner und Rene Marquardt aus einem Urlaub in den USA zurück. Dort, im Mutterland des Internet, wo Internetradiosender bereits seit Jahren fixer Bestandteil des Alltags vieler Jugendlicher sind, lernten sie das Medium als ein durchaus taugliches Mittel, mit überschaubarem finanziellen Aufwand Radio zu machen, kennen. Mehr noch als reine Radiosender können Internetradios durch Community-Bereiche, Foren und Guestbooks Jugendlichen als gemeinsame Plattform dienen. Für ihre Idee konnten sie Nachwuchs-Radiomacher den Jugendtreff Shelter und die Stadt Innsbruck gewinnen, die den Jugendlichen die Räumlichkeiten und die notwendige Ausrüstung zur Verfügung stellen. Die technische Umsetzung gestaltete sich jedoch zunächst unerwartet schwierig. Um einer möglichst großen Hörerschaft Zugriff auf das Internetradio zu ermöglichen, wurde ein System gewählt, das die Vorzüge der Übertragungsweisen directstream und P2P, wie es beim Filesharing verwendet wird, kombiniert. So kann weltweit eine nahezu unbegrenzte Zahl an Hörern den Klängen aus Innsbruck lauschen, ohne dass übermäßige finanzielle Risiken eingegangen werden müssen. Die Nachwuchs-Radiomacher, für die Hip Hop mehr als nur eine Musikrichtung, sondern Teil der Lebenseinstellung ist, wollen gerade mit einem Vorurteil aufräumen: „Das Bild der Hip Hop Szene ist von Gewalt und Aggression geprägt. Beschäftigt man sich genauer damit, sieht man, dass oft vieles missverstanden wird. Wir wollen unseren Hörern ein anderes Bild von Hip Hop präsentieren.“ In Zukunft wollen die Jugendlichen noch weiter gehen. Neben mehr Live-Programmen will das Radio über Neuigkeiten aus der Hip Hop Szene informieren oder in die Foren Diskussionsbeiträge einbringen. Ein Blick auf die Website sollte sich auf alle Fälle lohnen.

 

Welche spezifische Unterstützung braucht man für ein Webradio?

Welche spezifische Unterstützung braucht man für ein Webradio?

§ Wichtig ist das Design der Homepage und technisches Assist:

m18: Also es war sehr kompliziert, dass das wirklich viele Leute hören können, wir hatten zum Glück einen sehr guten Webdesigner, gute Leute, die uns auch gute Ideen geschickt haben und auch gemacht haben, es läuft jetzt über einen Server, den wir gemietet haben und so können uns eigentlich ziemlich viele Leute hören.

§ Räumlichkeiten z.B. eines Jugendtreffs

Im Zusammenhang mit dem Webradio erwies sich das Jugendtreff als guter Partner. Jugendtreffs können ganz generell Zentren der Hilfestellung für Jugendliche werden. Für das Webradio war es sehr wichtig vom Jugendtreff Starträumlichkeiten zu bekommen. Durch Jugendprojekte profitiert auch das Jugendtreff und letztlich wiederum andere Jugendliche:

 

m18: Wir sind im Jugendtreff wie sonst auch andere Jugendliche, meistens um Billiard zu spielen oder Tischtennis zu spielen. Wir wollten andere Leute auch treffen usw., wir zwei waren aber eben immer schon welche, die immer schon einmal etwas machen wollten, wo wir uns hinauf arbeiten können. Wir haben dann vorgeschlagen, dass wir gerne ein Projekt machen würden, am Anfang war die Idee ein Musikstudio einzubauen und da am Dachboden vom Jugendtreff noch ein freier Raum war, haben wir eben gefragt, ob wir den nützen könnten und ausbauen könnten. Sie waren natürlich begeistert, weil der Raum ist sonst eben so nicht genützt worden und wir haben ihn eben so genützt, dass im Prinzip ein Radiostudio herinnen steht.

§ Ein Webradio – Studio selbst gestalten

 

Das ist natürlich das Schönste, wenn man selbst im Aufbau eines Projektes involviert ist und die Räume nach den Vorstellungen des Teams gestalten kann. Gestalterisch gibt es da viel zu tun, weil das Studio auch immer wieder den Bedürfnissen angepasst werden muss:

 

m18: Das schönste ist eigentlich das Einbauen: wo soll was stehen, was soll überhaupt in ein Studio herein, das ist dann immer der Nervenkitzel, wie sieht das zum Schluss dann eigentlich aus, das war eigentlich das erste, dass wir die ganzen CD-Player, Mischpults und Computer in den Jugendtreff getragen haben, alles aufgebaut haben, die Stromdinge geklärt haben. Dann kommen noch die Feinheiten: wo stellen wir die Tische hin? Man kommt dann immer wieder einmal drauf, wo es am besten ist, etwas hinzustellen, was man bis zum Schluss alles machen soll.

Von wem werdet ihr jetzt mehr ernst genommen als früher?

Von wem werdet ihr jetzt mehr ernst genommen als früher?

Zu Beginn werden Jugendprojekte nicht immer gleich gesellschaftlich ernst genommen. Nach einer bestimmten Profilierungsphase wachsen sie jedoch zu von den anderen als „ernsthaft“ gesehenen Partnern heran.

m18: Es ist in diesem Bereich sehr schnell ein Konkurrenzkampf, es sind sehr schnell viele Neider da. Ich muss sagen, dass sich erschreckend viele gemeldet haben, die zuerst damit nichts zu tun haben wollten und plötzlich an einer Zusammenarbeit interessiert waren. Es war eben sehr viel Neid da, aber es hat eigentlich noch keiner so professionell das geschafft wie wir und auf einmal waren sie zur Kooperation bereit.

Ableitung von Vorgangsweisen für die Zukunft

Ableitung von Vorgangsweisen für die Zukunft

§ Viel Arbeit in die Teambildung zu Beginn investieren und keinen zu frühen Internetauftritt

m18: Ich muss sagen, am schwersten ist es, ein kompaktes Team zusammen zu stellen. Am Beginn meint man immer, es geht mit den besten Freunden, man merkt aber, dass da sehr viel dahinter steckt, ein gutes Team aufzustellen, das über Jahre zusammen arbeiten soll, bzw. sich auf diesen Bereich spezialisieren sollte. Die ersten zwei, drei Monate sind die Interessen einfach übermächtig groß und das wird dann immer kleiner, kleiner, kleiner, bis einer dann sagt: mir gefällt es eigentlich doch nicht mehr so oder es haben plötzlich drei die gleiche Spezialisierung und alle drei wollen das gleiche machen, wo man sonst wo einen noch brauchen würde. Ich würde empfehlen, ein Team zusammen zu stellen, welches ganz verschiedene Interessen hat, einer ist eben im EDV – Bereich sehr gut drauf, ein anderer im Sprachenbereich, einer ist im Marketing vielleicht besser. Also ein team, wo es verschiedene Spezialisierungen gibt und einfach langsam angehen, nicht so überhastet, das war vielleicht auch unser Fehler, dass wir zu früh in das Web gestartet sind und doch noch Fehler waren. Man lernt aber aus Fehlern auch und es hat sich schon ergeben inzwischen.

Tipps einholen

Tipps einholen

m18: Man muss sich natürlich auch Tipps holen, wenn man so ein Projekt startet, das haben wir natürlich auch gemacht. Besonders wichtig, war ein Webdesigner, der uns das gezeigt hat, wie wir das machen können, dass das möglichst viele Leute auch hören können, von den Kosten her sollte man sich beraten lassen, damit sich das von den Kosten in Grenzen hält, also es ist sehr wichtig, dass man sich Tipps holt, damit man gut starten kann.

m18: Wenn wir ein zweites Mal starten würden, dann würden wir sicher einiges anders machen. Wir waren am Anfang einfach zu schnell, zu hastig, wir wollten unbedingt ins Internet, dass uns möglichst viele Leute hören, obwohl das noch nicht fix und fertig war, also wirklich Zeit lassen zu Beginn. Dann sollte man sich auch Tipps holen.

Das Internet – eine Chance für das Webradio

Das Internet – eine Chance für das Webradio

m18: Das Internet ist ein großer Vorteil, man kann das über die ganze Welt machen. Als wir jetzt in Amerika waren, haben wir unser Radio angehört. Vielleicht werden wir jetzt auf Englisch umsteigen, wir hätten schon englische Moderatorinnen, damit wir mehr Zuhörerinnen bekommen. Im Eventbereich wollen wir mehr tun, überhaupt in Innsbruck, da ist nicht so viel los, aber mit einem Sponsor wie z.B. der Stadt Innsbruck, kann man sich das gut vorstellen.

 

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