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„Jugendgemeinde-Vertretung“ als beratendes Organ im Gemeinderat

Jugendgemeindevertretung

In Seefeld wurde die Idee einer Jugendgemeindevertretung geboren. Die Gemeinde lud Jugendliche zu einem Jugendtreffen ein, bei dem die Interessen und Anliegen der Seefelder Jugend besprochen werden sollten.
Durch diese Mitsprache konnten die jungen Menschen ihre Bedürfnisse und Ideen klar äußern, was einiges Positives zur Folge hatte. Denn es wurden dann nicht nur zahlreiche Ideen geboren, sondern auch umgesetzt! Das erforderte auch von den beteiligten Jugendlichen viel Aktivität und Engagement. Doch es rentierte sich. Beteiligte Jugendliche erzählen uns von ihren Erfahrungen mit der „Jugendgemeindevertretung“ in Seefeld – eine spannende Geschichte.

Gewählte JugendvertreterInnen beraten die Gemeinde in Jugendfragen in Seefeld

Gewählte JugendvertreterInnen beraten die Gemeinde in Jugendfragen in Seefeld

Die Idee der „Jugendgemeindevertretung“ in Seefeld beschreibt die jetzige gewählte Jugendliche folgendermaßen:

Zeichenerklärung: m...männlich w...weiblich w17...weiblich,17 Jahre alt

w16: Das mit der Jugendgemeindevertretung, das war eigentlich unsere Idee, das war eigentlich schon ein besonderes Projekt, dass wir das geschafft haben. Wir haben uns halt gedacht, dass fix ein paar Jugendliche mit dabei sind bei den Erwachsenen, weil manche der Erwachsenen sich eben nicht auskennen, welche Bedürfnisse wir Jugendliche so haben.

w16: Wir vertreten die Jugend. Wir versuchen die Anliegen der Jugendlichen umzusetzen und probieren, dass sie sich eben wohl fühlen.

w16: Wir vertreten eben alle Jugendlichen aus dem Raum Seefeld und wir wollen die Vorschläge wenigstens einbringen und wenn das die Gemeinde verwirklicht dann kann einmal ein Zirler rauf kommen und die können das ja auch genießen, was wir da erreichen und gestalten.

Über die Geschichte des Projekts

Über die Geschichte des Projekts

Begonnen hat das Projekt mit der Einladung zu einem Jugendtreffen, wo es um die Interessen der Jugend gehen sollte. Die Gemeinde hatte eine Aussendung verschickt.

w17: Wir haben einen Brief bekommen, dass eben Jugendsitzung ist und dass wir da eingeladen sind, dass die Interessen der Jugend eben besprochen werden sollen.

Die Jugendlichen berieten sich, ob sie an diesem Treffen teil nehmen sollten. Für Jugendliche ist das ja keine alltägliche Situation, eine Brief von der Gemeinde zu erhalten.

w17: Ich habe auch den Brief bekommen, natürlich haben wir uns zuerst beraten, was wir jetzt machen, ob wir hingehen oder nicht. Im Endeffekt sind wir dann hingegangen und es hat uns auch gut gefallen.
w16: Wir haben eben nachgedacht, ob wir hingehen sollen zur Sitzung und haben uns dann gedacht: wenn die Gemeinde schon etwas für die Jugendlichen tut, dann schauen wir uns das auf alle Fälle einmal an, wir können ja immer noch gehen, wenn es uns nicht gefällt.

Natürlich macht ein solcher Brief auch ein Stück weit neugierig auf tatsächliche Erweiterungen des Aktionsradius. Eine der beiden gewählten Vertreterinnen erhofft sich die Interessen von jungen Leuten nun gut vertreten zu können.

m16: Wir haben also diesen Brief bekommen und waren eigentlich schon ziemlich neugierig, was da jetzt passiert, was wir da für Punkte ansprechen und ich wollte selbst einmal Interessen vertreten und ich hoffe das kann ich jetzt dann auch tun.

Umsetzung der Vorhaben

Umsetzung der Vorhaben

Jugendpreise im Schwimmbad

Für Jugendliche wurden günstigere Preise im Schwimmbad eingeführt.

w17: Es ist halt zu Beginn besprochen worden, wie das aussehen kann, wer da daran interessiert wäre, dann hat jeder einmal seine Interessen abgegeben, zum Beispiel das mit dem Schwimmbad, dass wir das billiger gestalten möchten, dass es Jugendpreise dort gibt, das haben wir auch erreicht, dass es dort Jugendpreise gibt.

Nutzung der leer stehenden Räume des Schwimmbades

m16: Beim Schwimmbad gibt es auch Räume, die werden auch nicht benutzt, außer in der Winterzeit und wenn wir das nutzen könnten, dann wäre das sehr gut.

Bessere Anbindungen an Innsbruck

Es gibt zwar Anbindungen an Innsbruck. Was aber fehlt ist eine Anbindung an Innsbruck zu späterer Stunde.
w17: Der Nightliner war ein Thema von Seefeld nach Innsbruck. Der letzte Zug fährt um halbneun, das ist eben blöd.

Skatepark

Die Planung eines neuen Skateparks ist schon ein längerer Prozess. Ein paar neue Rampen bzw. ein neuer Standort wären wichtig.
m16: Der Skaterplatz, die Planung ist schon relativ früh entstanden, den Katalog für die Skaterrampen haben wir uns schon organisiert, aber der ist jetzt schon relativ alt, die Umsetzung ist noch nie beendet worden und wir haben immer noch den alten Skaterplatz und der ist absolut schlecht, der müsste größer sein und der Platz ist auch sehr ungünstig, weil er sehr abgelegen und höher gelegen ist, es ist absolut anstrengend da rauf zum Skaterplatz zu fahren. Eine Quarterpipe wäre spitze, 2 Boxen, eine Rail, die Rail gehört auch im Winter benützbar. Eine Miniramp auch, ein Vulkan und eine Wall wären auch optimal.

Einen günstigeren Bandproberaum

Eine Möglichkeit für Bandproberäume wurde gefunden. Trotzdem ist die Miete für Jugendliche noch zu hoch. Daran könnte noch gearbeitet werden.

m17: Am wichtigsten für uns sind die Bandproberäume, wir haben immer das Problem gehabt, wo sollen wir das Schlagzeug aufstellen und wir eben zu dritt bei uns daheim keinen Platz haben zu spielen und jetzt haben wir von der Gemeinde aus einen Raum bekommen und da können wir auch von der Lautstärke her einmal aufdrehen, weil es dort keine Nachbarn gibt, weil es ein bisschen abgelegen ist, wir haben aber trotzdem auch einen Beitrag zahlen müssen, 160,- Euro Stromkosten ca. und wir teilen uns das auch mit einer anderen Band usw., aber es bleiben doch 15,- € für jeden und das ist doch viel Geld. Wenn wir proben, dann proben wir eine Stunde oder zwei, und das ist zu viel Geld für uns. Das verbrauchen wir ja nie. Wir machen das halt eher spasshalber. Die andere Band ist fast jeden Tag dort, die sind auch eher erwachsen und wir haben da halt eher ein Geldproblem. Deswegen ist das gut, dass wir den Raum haben, aber trotzdem ist das teuer.

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