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Erfahrungsberichte von TeilnehmerInnen

JUGENDBEGEGNUNG "BACK TO THE ROOTS" | Juli 2011 | Osttirol

Jugendliche sitzen auf einer Bergwiese
Jugendbegegnung Osttirol | Quelle: Christina Blaßnig

Bericht des jungen Organisationsteams:

Eine lange Reise nahmen 22 junge Menschen aus Estland, Großbritannien, Italien und Österreich auf sich, um in Osttirol eine Woche nach dem Motto  „Back to the roots“ in und mit der Natur zu leben. Vom 27. Juli bis 4. August 2011 galt es für die Naturbegeisterten am Feuer zu kochen, unter freiem Himmel zu schlafen, Heilsalben selbst herzustellen und umringt von Bergen natürlich ohne Internet, ohne Luxus und ohne warmer Dusche auszukommen. Die TeilnehmerInnen wurden eingeladen ihren Umgang mit der Natur zu hinterfragen, einen persönlichen Zugang zur Natur aufzubauen, abzuschalten und zu sich zu kommen. Die Erfahrung gemeinsam in einfachster Form outdoor zu wohnen, zu kochen und sich mit dem Projektthema auseinanderzusetzen, war für die TeilnehmerInnen eine prägende Erfahrung. Geschlafen wurde in Zelten in der Nähe der Kleinitzalm im Defereggental.  Besonders beeindruckt von der Osttiroler Bergwelt zeigten sich die TeilnehmerInnen aus Estland, deren höchste Erhebung  318m über dem Meeresspiegel liegt.


Dank dem englischen Humor und einigen gruppendynamischen Spielen, war das Eis bald gebrochen und die einzelnen Ländergruppen begannen sich zu mischen und gegen Ende der Woche wurde hauptsächlich auf Englisch kommuniziert. Die verschiedenen Kulturen und Traditionen sollten dennoch nicht zu kurz kommen. So wurden die Vorurteile der unpünktlichen Italiener beseitigt, ein schottischer Volkstanz einstudiert,  estnisch gefrühstückt und von den österreichischen TeilnehmerInnen „a gscheide Brettljause“ serviert. Während des „intercultural evening“ wurden Geschichten, Sagen und Lieder aus den 4 Ländern vorgetragen.
Weitere Highlights der Woche waren das Kochen im Erdloch, bei dem das Gemüse ungewollt mit einer anständigen Portion Erde gewürzt wurde, die Fackelwanderung mit selbst hergestellten Fackeln, das Erklimmen der Hochalmspitze, sowie das Milchholen direkt beim Bauern und das Herstellen von selbstgefilzten Taschen und Hüten.


Richtig zum Schwitzen kamen die TeilnehmerInnen beim Bau der Komposttoilette, bei der ein 1 Meter tiefes Loch ausgehoben werden musste.  Auch  in der selbst gebauten Schwitzhütte sowie bei der Begegnung mit Kühen, die so manchen gar nicht geheuer waren, wurde den TeilnehmerInnen das eine oder andere Mal heiß.
Um die Woche auf der Alm komplett unbeeinträchtigt wahrzunehmen, war es den OrganisatorInnen wichtig, dass auf Alkohol verzichtet wurde. Dies wurde bis auf den letzten Abend- an dem die komplette Gruppe im Lienzner Stadtkeller gerockt hat- von allen eingehalten und in der Abschlussrunde als sehr positiv bewertet.
Bei der Feedbackrunde wurde deutlich wie wichtig es für die meisten TeilnehmerInnen war, einfach mal abzuschalten, Zeit für sich zu haben, die Natur zu genießen und nicht dem alltäglichen Stress in der Stadt ausgesetzt zu sein. Viele gaben an, durch die Umgebung  der Natur ihren persönlichen Alltag zumindest für eine Zeit lang beiseite zu lassen, auf andere Gedanken zu kommen und richtig zu entspannen.
Am Ende der Woche gab es für alle TeilnehmerInnen noch den sogenannten YOUTHPASS, also ein Zertifikat, das über den persönlichen Lernzuwachs und gewonnene Kompetenzen während der Woche Auskunft gibt.
Alles in allem war es eine unvergessliche Woche, die auf jeden Fall in ähnlicher Form- vielleicht in einem anderen Land- wiederholt werden sollte.

Christina Blaßnig, Monika Wild und Raphaela Blaßnig

 

Antragstellende Organisation: informelle Gruppe von Jugend in Aktion-Aktiven
Beteiligte Länder: Estland, Italien, Großbritannien und Tirol
Infos und Kontakt: Raphaela Blaßnig, raphaela_b@hotmail.com E-Mail


Jugendbegegnung "Building Bridges for Peace" | Juli 2011 | Steinach a. Br.

Jugendliche setzen einen kleinen Baum
Jugendbegegnung in Steinach, Quelle: JUFF Fachbereich Jugend

 

Zitate von Jugendlichen (15 - 18 Jahre) aus Tirol, Südtirol und Israel zur gemeinsamen Jugendbegegnung in Steinach:

"I always thought, that Arabs are only terrorists. Now I realized that they are like we".

"Ich habe mich nie wirklich mit Juden, Arabern, Palästinensern... beschäftigt. Es war mir auch ziemlich egal, ob die da unten sich gegenseitig ihre Kopfe einschlagen. Ich habe jetzt gelernt, dass jede Gruppe ihre Berechtigung hat und wünsche ihnen, dass sie weiter an ihrer Verständigung und ihrem Frieden arbeiten. Ich habe Juden kennen gelernt und auch Araber und habe tolle neue Freunde gefunden. Ich bin mir sicher, dass sie einen Weg finden werden. Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt."

"Auch wenn wir zusammen sehr viel Spaß hatten, war es manchmal ganz schön hart, vor allem die Arbeit in Kleingruppen. Ich glaube, dass ich als anderer Mensch wieder nach Hause fahre.

"In these 10 days I found many new friends and I wish that they will visit us in Israel".

"Before I came to Austria I was a little bit afraid if this project will be sucessful - Jews and Arabs together in one house... but I´m very happy that i was part of this project, because now I have many new friends - tyrolean, south tyrolean and jewish friends.

"Es ist die tollste Woche, die ich bis jetzt erlebt habe und ich vermisse meine Freunde schon jetzt schon!"

Antragstellende Organisation: JUFF Fachbereich Jugend
Beteiligte Länder: Israel, Südtirol und Tirol
Infos und Kontakt: JUFF Fachbereich Jugend Externer Link


Jugendbegegnung "European Youth Taking Action for Earth" | Juli 2011 | Nationalpark Am Gesäuse/Stmk

Jugendliche sitzen in einer Wiese
Jugendbegegnung in der Steiermark, Quelle: WWF Österreich

 

Kommentare von Jugendlichen auf die Frage: "What has changed in you after the camp?"

"My way of thinking about the nature and the environmental issues. Now I believe I am able to change the world."

"I realized that if I want something to happen I should put a lot of energy in it! Now, I have a lot of energy and motivation to change the world!"

"I will try new things whenever I have the opportunity. I will think more about the environment and how my actions can affect it."

"I learned that I should do what I want without being worried about what other people think. I am more thankful for everything that I have."

"I grew up. I took some risk in doing things that I was afraid of. But I'm not sorry for that!"

"I can understand other people and their specific reasons to do or not do something, listen to others, respect the different people."

"I'm much more motivated and optimistic."

Antragstellende Organisation: WWF Externer Link Österreich
Beteiligte Länder: Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Österreich
Infos und Kontakt: Blog von YTAE Externer Link


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